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DAUN, 26.03.2020 - 11:54 Uhr
Auto & Technik

Made in Germany ist auch zuhause gefragt

In weniger als 5 Jahren eine Steigerung um über 60 Prozent: Das ist die Prognose für die Smart-Home-Umsätze in Deutschland, die jetzt von der Geschäftsstelle Smart Living exklusiv vorab aus ihrem Smart-Living-Monitor veröffentlicht wurde. Die Geschäftsstelle ist vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit der Betreuung der Wirtschaftsinitiative Smart Living beauftragt, in der über 80 Unternehmen, Verbände und Initiativen organisiert sind. Die Zahlen wurden vor der aktuellen Situation rund um das Corona-Virus errechnet. Dazu sagt Mijo Maric, Leiter der Geschäftsstelle Smart Living: „Die jetzige Lage stellt natürlich auch für den Smart-Living-Markt eine große Herausforderung dar, die bei vielen Unternehmen harte Einschnitte bedeutet. Wir sehen sie aber langfristig auch als enorme Chance, da umso deutlicher wird, wie etwa altersgerechte Assistenzsysteme Nutzen stiften können.“

Über den prognostizierten Anstieg von rund 3,6 Milliarden Euro Umsatz für Smart-Home-Produkte im Jahr 2019 auf 6 Milliarden Euro in 2023 werden sich voraussichtlich auch viele deutsche Anbieter freuen – denn sie liegen in der Gunst der Kunden vorne. So zeigte eine repräsentative Online-Umfrage der Wirtschaftsinitiative Smart Living aus 2019 (durchgeführt von GfK), dass über die Hälfte der Menschen in Deutschland Smart-Living-Anwendungen eines deutschen Anbieters gegenüber den Angeboten zum Beispiel amerikanischer oder chinesischer Anbieter bevorzugen.

Datenschutz und Fachkompetenz

Als wichtige Gründe dafür wurden der bessere Schutz der persönlichen Daten (52 Prozent), die Unterstützung bei der Installation (62,7 Prozent) und ein besserer Service (66 Prozent) durch vor Ort verfügbare Fachleute genannt.

„Made in Germany gilt beim Smart Home genauso wie auch bei allen anderen Smart-Living-Anwendungen als Qualitätssiegel. Unser jetzt veröffentlichter Smart-Living-Monitor zeigt, dass sich die Umsätze für Smart-Home-Produkte und Produktsegmente in Deutschland in den letzten Jahren sehr dynamisch entwickelt haben. Für die nahe Zukunft ist von Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent pro Jahr auszugehen. Das eröffnet gerade den deutschen Anbietern große Chancen“, erläutert Maric.

Potenzial für deutsche Anbieter

Über den Bereich des Smart Home hinaus weisen dabei auch andere Smart-Living-Bereiche Potenzial aus. So prognostiziert der Smart-Living-Monitor für den Bereich Smart Mobility in Deutschland eine Umsatzentwicklung von 1,4 Milliarden Euro in 2019 auf fast 1,8 Milliarden in 2023. Bei intelligenten Mobilitätslösungen liegen deutsche Anbieter jedoch, wie etwa auch bei Smart Healthcare oder neuen Finanzdienstleistungen, noch nicht auf den vorderen Plätzen. 

„Der Smart-Living-Markt ist bei vielen Anwendungen, wie den oft genannten Sprachassistenten, bereits von Anbietern aus dem Ausland besetzt. Es gibt aber vor allem beim Smart Home an zahlreichen Stellen noch große Chancen für deutsche Unternehmen. Mit der zunehmenden Anzahl sogenannter Prosumer, die nicht nur Strom beziehen, sondern auch erzeugen, bietet etwa das Home-Energy-Management künftig enormes Entwicklungspotenzial. Das Feld reicht vom automatisierten Einspeisen überschüssiger Energie in das Stromnetz bis hin zum Lademanagement für Elektrofahrzeuge“, so der Leiter der Geschäftsstelle Smart Living.

In ihrem Monitor untersucht die Geschäftsstelle Smart Living die Entwicklungen des globalen Marktes für Smart-Living-Anwendungen. Durch den gezielten Vergleich ausgewählter Länder, die als Hot Spots bei den technologischen Entwicklungen und der Trendsetzung gelten, werden die unterschiedlichen Smart-Living-Märkte analysiert. Die weiteren Ergebnisse werden im Frühjahr 2020 veröffentlicht.

Über die Wirtschaftsinitiative Smart Living

Als bundesweites Netzwerk hat die Wirtschaftsinitiative Smart Living das Ziel, zukunftsweisende Strategien für einen deutschen Smart-Living-Leitmarkt zu entwickeln. Sie ist zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um Smart-Home- bzw. Smart-Living-Technologien in Deutschland. Mit gewerkeübergreifenden Kooperationen, der Sensibilisierung von Wirtschaft und Gesellschaft für die Chancen von Smart Living sowie der Förderung von Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen soll eine höhere Marktdynamik rund um die sichere Digitalisierung der Wohn- und Lebensumgebung erreicht werden. Teilnehmer der Wirtschaftsinitiative sind derzeit über 80 Unternehmen, Verbände und Initiativen. Die Wirtschaftsinitiative Smart Living wird von der – vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beauftragten – Geschäftsstelle Smart Living betreut


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