Idylle oder Ort des Schreckens? Das haben Autofahrer nicht allein selbst in der Hand, aber je mehr Spritspartipps sie beachten, desto weniger schlimm ist die Abrechung an der Tanke. Idylle oder Ort des Schreckens? Das haben Autofahrer nicht allein selbst in der Hand, aber je mehr Spritspartipps sie beachten, desto weniger schlimm ist die Abrechung an der Tanke. - © Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jens Büttner -
DAUN, 12.10.2021 - 10:12 Uhr
Auto & Technik

Mit Druck und Tempo: Tipps zum Sprit sparen

(dpa/tmn) - „Lass doch das Auto stehen, geh zu Fuß oder fahr Rad!“. Das kann ein guter Rat sein, besonders bei Kurzstrecken. Manchmal geht es aber nicht ohne Auto. Dann kann man dennoch etwas für Umwelt und Geldbeutel tun, wenn man die Tipps vom Auto Club Europa (ACE) und der „Auto, Motor und Sport“ beherzigt.

Am günstigsten ist es an der Tankstelle meist zwischen 18 und 20 Uhr. Morgens sind die Spritpreise dagegen recht hoch. Und auch innerhalb einer Stadt kann es große Unterschiede geben. Tank-Apps wie sie etwa der ACE oder der ADAC anbieten, ermöglichen einen Preisvergleich in Echtzeit.

Kleinere Umwege zur günstigeren Tankstelle seien legitim, so der ACE, größere Schlenker gelte es zu vermeiden. Ein Umweg von fünf Kilometern rentiert sich demnach bei einem leeren Tank erst bei mindestens zwei Cent Preisunterschied je Liter, nennt der Club eine Faustregel.

Konstantes Tempo halten

Wer mit möglichst konstantem Tempo und am besten nicht zu schnell fährt, hält den Verbrauch gering. Hat das Auto einen Tempomat, kann der auf Autobahnen oder ebenen Straßen zum gleichmäßigen Fahren beitragen. Grundsätzlich gilt: Lieber langsamer, als dem Motor das letzte Quäntchen an Leistung abzuverlangen, so der ACE. Das trägt zu mehr Verkehrssicherheit und niedrigerem Spritverbrauch bei.

Außerdem vermindert eine vorausschauende Fahrweise nicht nur Abgase, sondern reduziert auch Bremsstaub und Reifenabrieb, informiert die „Auto, Motor und Sport“ (Ausgabe 21/2021).

Wer zu wenig Luft in den Reifen hat, riskiert nicht nur ein schlechteres Fahrverhalten und längere Bremswege, sondern treibt auch den Verbrauch in die Höhe - und zwar deutlich. Bereits 0,5 bar weniger Druck als vom Hersteller empfohlen lassen den Verbrauch laut ACE um rund fünf Prozent steigen. Daher besser bei jedem zweiten Tankstopp und mindestens einmal im Monat den Reifendruck prüfen.

Kurzstrecken besser ohne Auto

Speziell in der kalten Jahreszeit kosten Kurzstrecken noch mehr Sprit und belasten die Umwelt mit Schadstoffen. Zudem erhöhen sie den Verschleiß des Motors. Nach dem Kaltstart benötigt dieser besonders viel Sprit und das noch kalte Öl im Motor schmiert noch nicht richtig. Auch der Katalysator ist noch nicht auf Betriebstemperatur.

Aber auch E-Autos fahren auf kurzen Strecken erst einmal alle Systeme hoch und brauchen besonders viel Energie. Besser sei es, Kurzstrecken zu Fuß oder mit dem Rad zu bewältigen, rät die Autozeitschrift.

Wer unnötige Gegenstände und damit unnötiges Gewicht im Auto herumfährt oder Anbauten wie Fahrrad- oder Skiträger am Wagen lässt, sorgt für mehr Roll- und Luftwiderstand: Das erhöht den Kraftstoffverbrauch. Was also nicht mehr benötigt wird, sollte zeitnah ausgeräumt oder wieder abgebaut werden.


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