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DAUN, 17.06.2022 - 09:31 Uhr
Auto & Technik

TV, Radio und Apps: Modernes Camping leichtgemacht

Spätestens im April ist es wieder so weit: Die diesjährige Campingsaison beginnt. Dann genießen viele Urlauberinnen und Urlauber aus Deutschland wieder die Unabhängigkeit, mit Wohnmobil oder Caravan in die weite Welt hinauszufahren und Länder, Leute und Kulturen kennenzulernen. Doch auch im fahrenden Zuhause sollte der Komfort nicht zu kurz kommen – und das gilt auch für die Technik. TV und Radio können auch unterwegs genossen werden. Und auch sonst gibt es viele nützliche Tipps, mit welchen Geräten und Apps während des Urlaubs mit dem Wohnmobil keinerlei Abstriche bei Gewohnheiten des modernen Lebens gemacht werden müssen.

Viel Programm über Satellit

Beim Camping entspannt Fernsehen schauen ist kein Problem. Die Frage ist nur, für welchen Empfangsweg man sich entscheidet. Satellitenfernsehen ist hier eine Möglichkeit, die Urlauberinnen und Urlaubern als Vorteil unter anderem eine große Programmvielfalt bietet – nationale und internationale Sender können sowohl im Ausland als auch im deutschsprachigen Raum empfangen werden.

Richtig komfortabel wird es beispielsweise – man hat schließlich Urlaub – mit einer vollautomatischen Camping-Sat-Anlage fürs Wohnmobil. Diese muss jedoch von einer Fachkraft auf dem Dach installiert werden. Ist das erledigt, kann man Satellitenfernsehen ganz einfach genießen. Denn sobald man sein Wohnmobil abgestellt hat und fernsehen möchte, richtet sich eine vollautomatische Camping-Sat-Anlage von alleine auf die Position des gewünschten Satelliten aus. 

Es geht im Zweifel aber auch günstiger: Auch ein einfaches Camping-Komplettset mit Flachantenne und Stativ kann ausreichend sein. Für welche Sat-Anlage man sich entscheidet, bespricht man am besten mit einem Fachhändler. Doch sollte man sich stets vor Augen halten, dass das Anbringen und die Installation einer vollautomatischen Sat-Empfangsanlage ein einmaliger Vorgang ist und eine manuelle Ausrichtung bei der Satellitenschüssel entfällt.

Doch egal, welche Variante man letztendlich nutzt, über Satellit ist eine hohe Auswahl an TV- und auch Radioprogrammen garantiert.

Es geht auch mit DVB-T2

Wem die Nutzung einer Satschüssel generell zu aufwendig ist, der kann auch auf das terrestrische Fernsehen mittels einer mobilen DVB-T2-Antenne zurückgreifen. Diese ist in der Anschaffung günstiger und kann schnell zum Laufen gebracht werden. Die Antenne muss einfach im Wohnwagen an einen kompatiblem DVB-T2-Receiver oder Fernseher angeschlossen werden. Der Nachteil: es stehen nur die lokal verfügbaren Programme zur Verfügung.  Die Programmauswahl ist nicht so flächendeckend wie beim Satelliten. Ganz konkret bedeutet das: im Ausland kann man über DVB-T2 nur die jeweils örtlichen Programme empfangen – in Landessprache. Hingegen empfängt man über Satellit oftmals zusätzlich die Sender aus Deutschland.

Wer auf Nummer sichergehen will, kann natürlich beide Optionen im Petto haben: so kann man beispielsweise immerhin auf DVB-T2 zurückgreifen, sollte der Sat-Empfang beispielsweise nicht möglich sein, da der Empfang durch ein Hindernis gestört ist. Bei Campingplätzen mit vielen hohen Bäumen durchaus ein mögliches Szenario.

Auch IPTV ist eine Option

Im Zweifel kann natürlich auch über das Internet fern geschaut werden. Egal ob direkt auf dem Smart-TV, dem Tablet oder Smartphone – Mediatheken und Streamingdienste lassen sich auf viele Arten empfangen. Voraussetzung dafür ist natürlich eine Internetverbindung. Im Optimalfall bieten Campingplätze ein WLAN-Netz an, das man kostenlos oder gegen eine Gebühr nutzen kann.

Sollte man diese Option nicht zur Hand haben, kann man sein Smartphone auch als Hotspot nutzen und so etwa dem Smart-TV Zugriff auf das Internet ermöglichen. Hier sollte man aber je nach Urlaubsland klären, wie sich diese Option im Zweifel auf die Handy-Rechnung auswirkt – schließlich will man nach einem entspannten Urlaub nicht von einer hohen Rechnung erschreckt werden.

Mit DAB+ entspannt Radio hören

Aber nicht nur Fernsehen, auch Radio ist beim Camping ein wichtiger Begleiter durch den Tag. Am meisten Komfort bietet heutzutage der Radioempfang über den frei empfangbaren Radiostandard Digitalradio DAB+.

DAB+ ist der Nachfolger von UKW und verbindet den klassischen Radioempfang ohne Internetkosten mit der Vielfalt und dem besseren Klang digitaler Programmangebote, deren Zahl kontinuierlich steigt. Alle öffentlich-rechtlichen und immer mehr private Radiosender strahlen in Deutschland Programme über DAB+ aus, wobei die Zahl der Angebote, die nur über DAB+ verfügbar sind, ständig wächst.

Und auch in Europa ist DAB+ weit verbreitet. Im vergangenen Sommer informierte das Digitalradio Büro Deutschland, dass es laut damaligem Stand bereits in 27 europäischen Ländern Hörfunkausstrahlungen über DAB+ (und/oder DAB) gibt. Mit einem DAB+ Radio im Gepäck ist man beim Camping-Urlaub jedenfalls auf der sicheren Seite. Einfach das Digitalradio anschalten, Sendersuchlauf starten und das Lieblingsprogramm auswählen. Fertig.

Kleiner Tipp: es gibt im Handel auch mobile Digitalradios, die ihren Akku über Solarenergie aufladen – sofern die Sonne scheint eine stromsparende, umweltfreundliche Alternative.

Und wer seine Lieblingsmusik über das Smartphone abspielen oder aus dem Internet streamen möchte, für den gibt es auch viele Optionen. Bluetooth-Lautsprecher etwa verbessern nicht nur den Klang für unterwegs, sondern haben häufig auch eine Powerbank integriert, an der das Abspielgerät selber im Akku-Notfall angeschlossen werden kann.

Clevere Apps erleichtern das Camping-Erlebnis

TV, Radio und Musik erhöhen den Komfort, bzw. den Unterhaltungsfaktor beim Camping, doch gibt es auch noch nützliche Apps, die Urlauberinnen und Urlaubern unter die Arme greifen können. Eine davon ist beispielsweise die ADAC Camping- und Stellplatzführer App. Diese wurde alleine im vergangenen Jahr 80.000 mal heruntergeladen und ist damit die meistverkaufte Camping-App im deutschsprachigen Raum. Die App für das Jahr 2022 kann im Apple App Store sowie im Google Play Store heruntergeladen werden. Die App kostet regulär 8,99 Euro.

Mit Informationen, Bildern und Kartenmaterial zu 21.000 Camping- und Stellplätzen bietet die App noch einmal 2.000 Plätze mehr als im Vorjahr. Neue Filterfunktionen zu Lage, Ausstattung und mehr als 50.000 Camperbewertungen, machen die Suche nach dem perfekten Platz zum Kinderspiel. Zusätzlich wurde die Suchfunktion erweitert, so dass die Suche nach online buchbaren und am selben Tag verfügbaren Campingplätzen noch einfacher ist.

Die App des ADAC ist die digitale Ausgabe des ADAC Campingführers sowie des Stellplatzführers. Die direkte Anbindung an gängige Navigations-Apps sowie die Möglichkeit, die ADAC Camping- und Stellplatzführer-App 2022 offline nutzen zu können, machen die App zum idealen Reisebegleiter für Camper auch abseits von WLAN oder Funkverbindung. Favoriten und Notizen lassen sich ganz einfach in der Cloud speichern.

Auf keinen Fall sollten waschechte Camperinnen und Campern auf Apps verzichten, die präzise Wettervorhersagen garantieren. Sowohl im Google Play Store als auch im Apple App Store gibt es zahlreiche – auch kostenlose – Apps, die gezielt Prognosen über Temperaturen und Niederschläge liefern. 

Tanken, Ausrichtung, Packlisten

Bei hohen Spritpreisen ebenfalls zu empfehlen, sind Apps, die günstige Benzinpreise in der Umgebung anzeigen. Mit über fünf Millionen Downloads und einer hohen Nutzerwertung ist hier unter anderem die Clever-Tanken App zu empfehlen. 

Auch elementar und wichtig bei einem Urlaub mit dem Wohnmobil: das Wohnmobil muss beim Abstellen waagerecht ausgerichtet werden. Schließlich will man nicht, dass zum Beispiel das Wasser aus der Duschkabine nicht richtig abläuft. Auch in schräger Position zu schlafen, macht keine Freude. Für solche Fälle gibt es auch Apps, die sich als nützliche Helfer erweisen. Hier gibt es beispielsweise die App WomoSet, die auf Tastendruck für jedes Rad die auszugleichende Höhe anzeigt. Als Alternative gibt es auch noch die Anwendung Motorhome Level.

Zu guter Letzt gilt es bei einem Camping-Urlaub immer viel zu beachten: Viele Gebrauchsgegenstände des alltäglichen Lebens müssen auf eine Reise mit dem Wohnmobil eingepackt werden. Da kann man schnell einmal den Überblick verlieren – und alles auf einem Zettel zu notieren birgt das Risiko, dass man diesen im Durcheinander aus den Augen verliert.

Doch auch hierfür gibt es passende Apps, mit denen man sich gut organisieren kann. Zu nennen wäre hier zum Beispiel die App „Packtor – Packlisten Generator“.  Mit diese App erstellt man sich ganz einfach Packlisten für die nächste Reise. Besonderer Clou: es ist auch möglich die eigene Liste mit Familie und Freunden zu teilen, mit denen man gemeinsam in den Urlaub fährt. Das erleichtert viele Absprachen. Zudem lassen sich bereits benutzte Listen erneut nutzen, so dass man diese beim nächsten Urlaub nicht von vorne anlegen muss. Und falls man doch ein Stück Papier in der Hand halten möchte: man kann sich mit der Packtor-App seine Listen auch ausdrucken.

Von Max Philipp Kegler

 


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