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DAUN, 25.09.2018 - 15:01 Uhr
Auto & Technik

Was tun, wenn es im Urlaub knallt: Richtiges Verhalten bei einem Autounfall im Ausland

Mit dem Auto entspannt den Ring of Kerry in Irland befahren oder die spektakuläre Küstenstraße Kroatiens entdecken: Für viele Urlauber ist ein Mietwagen unabdingbar, um flexibel die landschaftlichen Reize des Zielgebietes zu erkunden. Umso ärgerlicher, wenn es auf der langersehnten Reise dann plötzlich knallt und es zu einem Verkehrsunfall kommt. Thorsten Lehmann, Geschäftsführer des Mietwagen-Experten Sunny Cars, gibt hilfreiche Tipps wie sich Reisende bei einem Autounfall im Ausland korrekt verhalten und welche Dinge sie bei einem Crash unbedingt beachten sollten.

Bei der Annahmestation:    

Bereits bei der Übernahme des Wagens an der Mietstation sollten Reisende das Auto überprüfen und checken, ob es entsprechend ausgerüstet ist. Dazu gehören neben einem vollständig befüllten Verbandskasten, einem funktionsfähigen Ersatzreifen und Warnwesten für alle Insassen idealerweise auch Wagenheber und natürlich ein Warndreieck. Noch bevor die Reise losgeht, sollten sich Fahrer mit den Gepflogenheiten und Verkehrsregeln des Zielgebietes vertraut machen. So gilt bei den meisten unserer europäischen Nachbarn beispielsweise Lichtpflicht am Tag. Griechenland-Urlauber sollten wissen, dass das Mitführen eines Feuerlöschers obligatorisch ist.

Versicherung des Mietwagens:       

Um unangenehme Überraschungen bei der Rückgabe eines Autos mit Unfallschaden zu vermeiden, sollten Reisende bereits bei der Buchung auf die Wahl eines umfangreichen Versicherungsschutzes achten. Das Leistungspaket sollte unbedingt einen Vollkaskoschutz mit Erstattung der Selbstbeteiligung enthalten – wichtig ist dabei, auch aufs Detail zu achten: Auch Schäden an Glas, Dach, Reifen, Unterboden (inkl. Ölwanne) und Kupplung sollten abgesichert sein. Genauso wichtig ist die Haftpflichtdeckungssumme, diese sollte mindestens bei 2 Mio. Euro liegen – bei Sunny Cars ist eine Zusatzhaftpflichtversicherung in Höhe von 7,5 Mio. Euro inklusive – diese gilt zusätzlich zu der landesüblichen Deckungssumme. Im Idealfall sind zudem eine Unfallversicherung (PAI) sowie die Erstattung der Abschleppkosten und der Unfallbearbeitungsgebühr Teil des Leistungsumfangs.

Verhalten nach dem Unfall:

Der Schreck bei einem Unfall sitzt tief, daher gilt in erster Linie einmal, die Ruhe zu bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Fahrer eines Mietwagens sollten bei einem Verkehrsunfall immer erst den Vermieter vor Ort kontaktieren. Dieser hilft weiter und informiert über die nächsten Schritte. Direkt nach dem Crash sichern die Beteiligten die Unfallstelle und rufen bei einem Personenschaden den Rettungsdienst. Die Notrufnummer 112 ist bei Handy-Nutzung europaweit gültig und verbindet mit der nächstlegenden Einsatzleitstelle. Grundsätzlich sollte bei einem Unfall im Ausland auch immer die Polizei gerufen werden. Diese kommt bei einem Blechschaden allerdings nicht in jedem Land. Daher ist es für Fahrer eines Mietautos wichtig, sich Name des Polizisten und Uhrzeit des Telefonats zu notieren, um später nachweisen zu können, dass Kontakt mit der Polizei bestanden hat. Ist die Polizei vor Ort, sollten Reisende auf die Anfertigung eines Polizeiberichtes bestehen, denn ohne Schadensbericht sind sie im schlechtesten Fall selbst für die Begleichung des Schadens verantwortlich. Um Probleme vor Ort zu vermeiden, ist es ratsam einen internationalen Führerschein mit sich zu führen.

Daten, Fotos, Unfallbericht:            

Bereits am Unfallort gilt es, wichtige Formalitäten zu klären. Verunfallte Fahrer sollten alle Daten des Unfallgegners aufnehmen. Dazu gehören neben Namen und Adresse auch das Kennzeichen und die Informationen zur Haftpflichtversicherung. Es ist außerdem ratsam, einen europäischen Unfallbericht anzufertigen und sich diesen vom Fahrer des anderen Unfallwagens unterschreiben zu lassen. In Italien und Frankreich stehen übrigens alle Angaben zur Versicherung des Autos auf einer Plakette an der Windschutzscheibe des Wagens. Außerdem ist es wichtig, Fotos von der Unfallstelle und den beteiligten Autos zu machen. Keinesfalls sollten Mietwagenfahrer Aussagen zur Schuldfrage treffen oder Dokumente unterzeichnen, die sie nicht verstehen. Es empfiehlt sich außerdem, die Personalien von Zeugen zu notieren.

Kontakt mit dem Mietwagenanbieter:      

Bei einem Mietwagenunfall im Ausland ist es besonders wichtig, immer den Flottenanbieter zu informieren und das beschädigte Fahrzeug erst nach Rücksprache mit dem Anbieter vor Ort abschleppen zu lassen. Die meisten Fahrzeuganbieter verfügen über einen 24-Stunden-Service, der in Notfällen erreichbar ist. Die Telefonnummer des lokalen Fahrzeuganbieters befindet sich entweder am Zündschlüssel, an der Windschutzscheibe oder aber im Mietvertrag. Je nach Schadensumfang lässt der Anbieter vor Ort den Wagen austauschen und stellt den Reisenden ein Ersatzfahrzeug zur Verfügung. Sollte der Schaden am Auto nur geringfügig sein, können die Urlauber mit dem Auto ihre Reise fortsetzen und die verbleibende Ferienzeit genießen.


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Januar 2019 / No 56

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