DAUN, 09.07.2015 - 10:40 Uhr
Auto & Technik

Wie beeinflusst der Diesel die Luftqualität?

Bosch erklärt, warum es bei CO2-Zielen ohne den Diesel nicht geht, wie sich Stickoxid-Emissionen mindern lassen und welchen Einfluss Raucher und Reifen auf Partikel-Emissionen haben. Paris, London oder Stuttgart  europaweit gibt es Diskussionen zur Luftqualität. Oftmals steht der Diesel im Fokus. Aus Sicht von Bosch ist es wichtig, die Diskussion um Luftqualität auf der Basis von Fakten zu führen, sagt Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions.

Nie war der Diesel so wichtig wie heute. Der Diesel ist eine Schlüsseltechnologie um die CO2-Flottenziele zu erreichen insbesondere in Europa geht es ohne den Selbstzünder nicht, sagt Dr. Rolf Bulander, Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions der Robert Bosch GmbH. CO2-Ziele: Ab 2021 darf ein durchschnittlicher Neuwagen in der EU nicht mehr als 95 g CO2 pro Kilometer emittieren. Auch in anderen Regionen beispielsweise USA und China  müssen Fahrzeuge in den nächsten Jahren deutlich sparsamer werden.

Potenzial: Verbrennungsmotorisch haben Diesel noch ein CO2-Reduktionspotenzial von bis zu zehn Prozent. Weiterentwickelte Aerodynamik und reduzierte Rollreibung können nochmals zu weiteren Verbesserungen führen.

Elektrifizierung: Die Elektrifizierung wird Dieselmotoren einen weiteren Schub geben insbesondere bei schweren und großen Fahrzeugen wie SUVs. Hierfür bietet Bosch zahlreiche Lösungen, beispielsweise auch einen 48-Volt-Einstiegshybrid, der CO2-Emissionen im realen Fahrbetrieb um bis zu 15 Prozent mindern kann.

Partikel der Diesel als Staubsauger: Dank der aktuellen Filter hat der Diesel kein Problem mit Partikeln mehr, sagt Dr. Michael Krüger, Chefentwickler für Dieseltechnologie bei der Robert Bosch GmbH. Anteil: Von allen in Deutschland erzeugten Partikel-Emissionen entfallen nach offiziellen Schätzungen rund ein Prozent auf die Abgasemissionen von Diesel-Pkw. Quelle: Umweltbundesamt (UBA), Nationale Trendtabelle für atmosphärische Emissionen 2012

Effizient: Seit der Einführung von Euro 1 im Jahr 1992 wurde die Partikel-Emission von Fahrzeugen um rund 97 Prozent reduziert. Moderne Filter arbeiten mit einem Effizienzgrad von über 95 Prozent. Sie filtern selbst kleinste Nanopartikel immer noch effizient.

Staubsauger: Messungen haben gezeigt, dass moderne Diesel in Großstädten sogar die Partikel aus der Umgebungsluft filtern. Die Emissionen eines Diesels enthielten beispielsweise in Paris La Garenne weniger Partikel als die Umgebungsluft, die der Motor einsaugt.

Abrieb: Reifen und Bremsen nutzen sich beim Fahren ab. Auch dabei entstehePartikel. Im Straßenverkehr in Deutschland sind das schon heute drei Mal so viele Partikel-Emissionen wie durch Auspuffgase. (dpp-AutoReporter)


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