- © Foto: LINIE Aquavit/Dennis Dorwarth Photographie -
DAUN, 25.11.2021 - 14:17 Uhr
Essen & Trinken

Das Citrus: Von der Lust am Genuss, alten Spirituosen und Trendprodukten

Ein Gespräch mit Christos Dimitriadis, LINIE Aquavit Bartender des Monats November

Mit einem breiten Lächeln begrüßt der junge Mann, der hinter der Bar steht, jede:n hereinkommende:n Besucher:in. Obwohl er erst 23 Jahre jung ist, versprüht Christos Dimitriadis ein ruhiges Selbstbewusstsein, dass das Resultat jahrelanger Arbeit im Service und hinter der Bar ist. „Durch die Einflüsse der unterschiedlichen Menschen, die man im Barleben trifft und kennen lernt, wächst man schneller“, verrät der Bartender, der bereits seit zweieinhalb Jahren Barchef des Citrus ist. Mit 18 startete er im Service, wechselte nach zwei Jahren hinter die Bar, als dort eine Stelle frei wurde. Mit nur 20 Jahren übernahm er dann die Leitung der Bar – eine große Verantwortung, die Christos sehr ernst nimmt. „Gerade in einer Location wie dem Citrus, wo wir von Kaffee über Wein bis hin zu Cocktails und Longdrinks alles anbieten, muss ich mich kontinuierlich weiterbilden. Denn ich kann von meinen Mitarbeiter:innen nichts erwarten, was ich selbst nicht beherrsche.“

Lust am Genuss für Alle

Neben dem Bartender selbst ist vermutlich der Spirituosen-Paternoster das, was den meisten Gästen an der Bar zuerst ins Auge sticht. Er ist speziell für das Citrus entworfen worden und enthält eine Vielzahl von Spirituosen, die im gemächlichen Tempo vorbeiziehen. „Jeder soll sich hier wohlfühlen und einen Platz finden – und natürlich soll auch jeder seinen Drink finden. Deshalb haben wir eine sehr große Spirituosenauswahl“, erklärt Christos. Dieser Ansatz zeigt sich auch in der Gestaltung des Raums: Es gibt kleine Ecken, in Mit seinem Drink „Equatorian“ wurde Christos Dimitriadis zum LINIE Aquavit Bartender des Monats November gewählt. Er ist Barchef im Citrus in Mainz. Copyright: LINIE Aquavit/Dennis Dorwarth Photographiedenen sich beispielsweise Geschäftsleute für ein Gespräch zurück ziehen können, viel Platz an der Bar, um neue Leute kennenzulernen und eine weitläufige Terrasse, auf der man im Sommer Urlaub vom Alltag machen kann. Neben Drinks und Cocktails bietet das Citrus auch Wein und Kaffee sowie Snacks und ganze Mahlzeiten an – ein echtes Rundum-Konzept, damit jeder Besucher das perfekte Erlebnis hat. „Wenn der Laden einen verzaubert hat, lässt er einen nicht wieder los“, spielt der Bartender auf viele Kunden an, die nach dem Kino „nur auf einen Drink“ vorbeikommen wollten und mittlerweile Stammgäste sind.

Erfolgsrezepte mit Nischenprodukten

Dass auch alte Spirituosen in neuen Drinks überzeugen können ist Christos‘ Überzeugung – und gleichzeitig eine Herausforderung, der er sich immer wieder mit Freude stellt. Er verwendet gern Spirituosen, die nicht in den Mainstream passen. „Als Bartender hat man auch die Möglichkeit, Leuten Dinge nahezubringen, die sie noch nicht kennen und sie Neues entdecken zu lassen“, fasst er zusammen. „Ich arbeite beispielsweise gern mit Aquavit, weil ich ihn wieder modern machen möchte. Diese Spirituose kann so viel mehr, als nur Opas Absacker nach einem fettigen Essen zu sein.“ Damit das klappt, greift Christos auf eine clevere Technik zurück: Er kombiniert die „alte“ Spirituose mit einem Hype-Produkt. So ist auch sein LINIE Aquavit-Drink Equatorian entstanden.

„Ich wusste, dass ich etwas mit LINIE Aquavit machen wollte und habe zunächst das Produkt noch einmal einzeln verkostet. Dabei sind mir vor allem die Noten von Eiche, aus dem Fassholz, und die Gewürze aufgefallen, die sich normalerweise sehr gut mit Kräuterlikör vertragen“, erklärt Christos seinen Entwicklungsprozess. Nach einigem Überlegen fiel die Wahl auf gelben Chartreuse, der einen etwas geringeren Alkoholgehalt als sein grüner Bruder aufweist und etwas mildere Noten mitbringt. Mit einem selbst gemachten Birnen-Dill-Cordial bringt er eine gewisse Süße in den Drink und verstärkt die leichten Kräuter-Noten des LINIE Aquavits. Der Matcha sorgt für eine spannende Nuance und ergänzt den Drink um ein Trend-Produkt, das gerade für junge Leute einen Anreiz zum Probieren darstellen soll. Aufgegossen mit Dry Tonic wird daraus der Equatorian, der schon seit einiger Zeit auf der Karte des Citrus steht und dort zu den beliebtesten LINIE Aquavit-Drinks gehört.

 

Rezept Equatorian

4,5 cl LINIE Aquavit

2 cl Chartreuse gelb

2 cl Birnen-Dill-Cordial*

2 cl Limettensaft

2 g Matcha

100 ml Dry Tonic, zum Beispiel FeverTree

Glas: Tumbler

Garnitur: Dill, gedörrte Limette, flambierte und karamellisierte Birne

Zubereitung: Alle Zutaten bis auf das Tonic auf Eis shaken, ins Glas strainen und mit dem Tonic aufgießen. Mit Dill, einer Scheibe gedörrter Limette und der flambierten Birne garnieren.

 

*Birnen-Dill-Cordial

1 ½ kg Zucker

1 ½ L Wasser

5 kg Birnen

200 g Limettenzesten

200 g Dill

Birnen achteln und mit Schale und Kerngehäuse in einen Topf geben. Alle anderen Zutaten hinzufügen und auf mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Sobald der Zucker sich aufgelöst hat, noch einmal zusätzliche 300 ml Wasser hinzufügen, für weitere 15 Minuten kochen und abkühlen lassen. Der Cordial sollte eine etwas flüssigere Konsistenz als Sirup haben. Für zwei Tage stehen lassen, dann abseihen und durch ein Passiertuch geben.

Von Masse zu Klasse

Sein Interesse an Spirituosen hat Christos einem Kontakt außerhalb des Citrus zu verdanken. „Bevor ich im Citrus angefangen habe, habe ich bei einer Restaurantkette im Service gearbeitet. Dort hatte ich einen wirklich coolen Regionalleiter, der sich irgendwann abends mit mir hingesetzt und klassische Drinks durchprobiert hat, beispielsweise Brambles und Martinis. Da habe ich mein Interesse für dieses Thema entdeckt. Und das war für mich dann auch der Start, mich vernünftig mit Drinks zu beschäftigen und nicht mehr nur die Happy Hour zu genießen“, lacht Christos. Seitdem hat sich der junge Barchef viel Wissen angelesen und Fertigkeiten beigebracht. Das Motto „Lust am Genuss“ nimmt er an der Bar sehr ernst – und entwickelt Erlebniswelten für die Gäste. „Natürlich kann man einen Rum Old Fashioned ganz klassisch mit Rum und Angostura Bitter machen. Aber wenn ich einen Rum mit leichten Kakaonoten habe, dann bietet sich vielleicht ein Kakao-Bitter besser an. Und wenn ich dazu noch ein Stück Bitterschokolade serviere, dann kreiere ich mehr als nur einen Drink. Ich kreiere ein Erlebnis, dass die Spirituose wertschätzt und vielleicht dazu beiträgt, das Verständnis für diese Spirituose beim Gast zu erhöhen.“ Dabei ist Perfektion für ihn das oberste Gebot. „Der Drink ist das erste und auch das letzte Erlebnis, dass der Gast im Lokal hat. Egal, ob Kaffee, Wein, Cocktail oder Longdrink: Die Getränke bleiben am längsten im Kopf!“


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Dezember 2021 / No 91

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