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DAUN, 16.10.2020 - 09:49 Uhr
Essen & Trinken

Lissabon für Feinschmecker: Ein Paradies für Fisch-Fans sowie für alle, die es süß und würzig mögen

Sie ist etwas ganz Besonderes und überzeugt durch Frische, Raffinesse und ein unvergleichliches Aroma – die Küche Lissabons lässt nicht nur Gourmetherzen höherschlagen, sondern hält für jeden Geschmack etwas bereit. Vor allem Fisch und Meeresfrüchte landen hier sehr oft auf den Tellern, aber auch Süßspeisen haben in der Region am Tejo Hochkonjunktur und erfreuen so manch einen Feinschmecker-Gaumen. 

Bacalhau – getrockneter Kabeljau

An erster Stelle der Favoritenliste der Lisboetas steht ganz klar ein Fisch und zwar der Bacalhau. Der getrocknete Kabeljau ist das Nationalgericht der Portugiesen und hat für das Land eine große historische und wirtschaftliche Bedeutung. Ihm wurde vor Kurzem mit dem Centro Interpretativo da História do Bacalhau (Informationszentrum zur Geschichte der Kabeljau-Fischerei) sogar ein eigenes Museum gewidmet. Der Bacalhau ist außerdem Hauptbestandteil vieler Gerichte. Man sagt, es gäbe 365 verschiedene Arten der Zubereitung. Der Fisch ist schmackhaft und steht beinahe in jedem Restaurant auf der Karte. In A Casa do Bacalhau (dem „Haus des Kabeljaus“) kommt der Fisch in fast 30 Gerichten vor. Der Bacalhau à Bras – zerkleinerter Kabeljau mit Eiern und Oliven – hat seinen Ursprung im Viertel Bairro Alto, wo er auch am besten schmeckt. Ein Muss zum Probieren sind zudem die Kabeljaukroketten (Pasteís de Bacalhau). 

Meeresfrüchte

Der Atlantik ist die Speisekammer Lissabons, ja sogar des gesamten Landes. So kommt hier nicht nur Fisch fangfrisch auf den Tisch, sondern eine Vielfalt an Meeresfrüchten. Von Muscheln bis hin zu Langusten oder Hummer – die Auswahl ist riesengroß. Oft werden die Schalentiere gegrillt serviert und in geselliger Atmosphäre genossen. 

Choco frito – frittierter Tintenfisch aus Setúbal

Auch der frittierte Tintenfisch reiht sich in die Köstlichkeiten aus dem Meer ein, die frisch aus dem Atlantik serviert werden. Choco frito genießen Feinschmecker am authentischsten mit Blick auf den kleinen Hafen von Setúbal, denn er ist eine Spezialität des Ortes, der nur eine Stunde mit dem Zug von Lissabon entfernt ist. Meist wird der Tintenfisch richtig krossgebraten und mit Pommes und Zitrone serviert. Und dazu eine frische Meeresbrise.

Pastéis de Nata – leckere Cremetörtchen

Die Pastéis de Nata sind die berühmten portugiesischen Pudding-Blätterteig-Törtchen, ohne die kein Lissabon-Besuch so richtig komplett ist. Die Mönche des Mosteiro dos Jerónimos haben diese kleinen Leckereien nach einem geheimen Rezept schon im 18. Jahrhundert gebacken. Heute gibt es das Pastel de Nata praktisch überall in Lissabon, am berühmtesten ist jedoch die traditionsreiche Konditorei Pastéis de Belém im gleichnamigen Stadtteil. Die Kunden nehmen gerne lange Schlangen in Kauf, um die Törtchen ofenfrisch, mit Zimt oder Puderzucker bestreut, zu verzehren. Mittlerweile haben portugiesische Auswanderer das Puddingtörtchen in ganz Europa bekannt gemacht, jedoch schmecken sie nirgends besser als in Lissabons Cafés.  

Queijada de Sintra – Käseküchlein

Ein weiteres bekanntes portugiesisches Gebäck ist die Queijada, ein kleines Käsetörtchen. Die Küchlein werden aus Ricotta, Eiern, Milch, Mehl und Zucker zubereitet und kommen ursprünglich aus Sintra, einer kleinen Stadt nahe Lissabon und wurden bereits im 13. Jahrhundert in den Bäckereien der dortigen Klöster gebacken. Ein ungewöhnlich knuspriger Teig umhüllt eine cremige Füllung, deren Geschmackskomposition überrascht. Am besten schmecken sie mit einer Tasse Espresso. 

Queijo de Azeitão – traditionelle Käsespezialität

Der Queijo de Azeitão ist eine der großen Käsespezialitäten in der Region Lissabon. Die geschützte Ursprungsbezeichnung garantiert, dass die Herstellung gemäß dem traditionellen Reifeverfahren mit der Milch von Schafen aus der Region erfolgt ist. Die Tiere verleihen den Käselaiben ihren intensiven Geruch, die cremige Konsistenz sowie ihren unvergleichlichen Geschmack. Der Käse eignet sich bestens als Vorspeise mit Brot oder auf Zwieback, als Zwischenmahlzeit oder als Nachtisch mit Marmelade. 

Pão de Mafra – Brot aus Mafra

Brot ist in Portugal sehr wichtig und wird zu fast allen Mahlzeiten gereicht. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Brotqualität sehr gut ist. Ausgezeichnet ist sie auch in Mafra, in der Region Lissabon. Denn das Pão de Mafra ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Es gibt sogar ein eigenes Fest, das dem köstlichen Landbrot gewidmet ist. Was das Besondere an dem Brot ist? Der Mischteig aus Roggen- und Weizenmehl sowie die krosse Rinde machen diese Spezialität aus Mafra so beliebt. 

Weitere Informationen unter https://www.visitlisboa.com/de


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