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DAUN, 08.12.2022 - 11:09 Uhr
Essen & Trinken

Möhren und Karotten: die cleveren Rüben

Sie sind kalorienarm, gesund und bringen Farbe in den Winter: In leuchtendem Orange sind Möhren zwar am bekanntesten, doch ist das bei weitem nicht die einzig mögliche Farbvariante! Die knackige Wurzel gibt es nämlich auch in Gelb und Weiß bis hin zu Rot und Violett. Und nicht nur farblich können Verbraucher auf ein sehr vielseitiges Karotten-Repertoire aus heimischem Anbau zurückzugreifen. Auch in puncto Form kann das leckere Wurzelgemüse grundverschieden aussehen. Die kurzen, rundlichen Wurzeln nennt man meist Karotten, während die länglichen, spitz zulaufenden als Möhren bezeichnet werden. Es ist also reine Formsache, ob wir es mit einer Möhre oder einer Karotte zu tun haben, denn botanisch gesehen, gibt es keinen Unterschied zwischen den beiden. Selbst geschmacklich ist Möhre nicht immer gleich Möhre: Orangefarbene Möhren schmecken leicht süßlich. Weiße Karotten sind besonders mild im Geschmack. Die gelben Karotten sind weniger süß, und die violetten besonders knackig und aromatisch. Es gibt für jeden Geschmack das passende Wurzelgemüse und warum heißt das so? – Weil wir die unterirdisch wachsende Wurzel der Pflanze essen!

Karotten und Möhren aus deutschem Anbau

Sie wachsen nicht nur in ganz Deutschland, aufgrund ihrer unkomplizierten Lagerfähigkeit haben sie noch dazu quasi das gesamte Jahr über Saison. Von Mai bis in den Herbst gibt es die süßlich zarten Bundmöhren. Frisch geerntet kommen sie meist mit Blattwerk in den Handel. Ab Sommer sind dann die sogenannten Waschmöhren erhältlich. Diese werden für den Verkauf gewaschen und das Blattgrün entfernt. So sind sie dann bestens lagerfähig. Lagermöhren werden dagegen vor dem ersten Frost geerntet und mit der anhaftenden Erde in Holzkisten in meist gekühlten Lagerräumen aufbewahrt. Erst vor dem Verkauf werden sie gewaschen. Und nachhaltig sind sie auch noch, denn sie brauchen keine langen Transportwege.

Die Wurzel des guten Geschmacks

Von Karotte über Möhre, Mohrrübe, Gelbe Rübe oder Rübli bis hin zu Wurzel – das traditionsreiche Gemüse ist unter vielen Namen bekannt. Bereits im Mittelalter waren die Vorzüge der ebenso wie Fenchel und Petersilie zur Familie der Doldenblütler gehörenden Karotte bestens bekannt. Die ersten wilden Exemplare, welche übrigens violett und weiß waren, sollen in Nordafrika, Vorderasien und Südeuropa gewachsen sein. Im 18. Jahrhundert waren es dann die Niederländer, welche erstmalig die orangefarbene Rübe aus Kreuzungen von Wildrüben züchteten. Ab diesem Zeitpunkt breitete sich die Beliebtheit der gesunden Wurzel blitzartig auf der ganzen Welt aus. Denn dass sie voller wertvoller Nährstoffe steckt, darüber war man sich schon früh einig. Kein Wunder also, dass das Allround-Talent auch heutzutage auf Platz 2 der Top-10-Gemüse in Deutschland liegt – gleich hinter den Tomaten!

Wissenshunger

Power

Karotten sollen gut für die Augen sein. Aber stimmt das wirklich? Tatsächlich ist an diesem Mythos, welcher sich schon seit Generationen hält, zumindest etwas dran. Denn Möhren stecken voller Beta-Carotin. Dieser Vitalstoff verleiht ihnen zum einen ihre orange Farbe und ist zum anderen die Vorstufe des lebenswichtigen Vitamin A. Und das ist in der Tat gut für unser Auge. Aber auch sonst stecken in der Wurzel so einige nützliche Vitamine und Mineralstoffe, die unseren Körper und unser Immunsystem stärken. So enthalten Möhren beispielsweise diverse Vitamine der B-Gruppe, vor allem Vitamin B1, B2 und B6. Dazu kommen die Vitamine C und E sowie die Vitalstoffe Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen.

Einkauf

Oftmals hat man die Wahl zwischen losen oder abgepackten Möhren ohne Kraut und Bundmöhren mit Kraut. Worauf die Wahl letztendlich fällt, macht keinen Unterschied. Für alle Karotten gilt: Wenn sie eine intensive Farbe, eine knackig-feste Konsistenz haben und sich nicht biegen lassen, dann können sie ohne weitere Bedenken im Einkaufskorb landen. Beim Möhrenkraut darauf achten, dass die Blätter saftig und grün sind.

Doch nur wenige wissen, dass es hierbei schon noch einen kleinen, aber feinen Unterschied gibt. Zwar nicht aus botanischer Sicht, aber der Handel differenziert zwischen den Formen der beiden Wurzeln. Karotten sind nämlich eher rundlich, kurz und stumpf. Möhren dagegen länglich, schmal und spitz zulaufend.

Lagerung

Dank ihrer guten Lagerfähigkeit können wir Möhren das ganze Jahr über genießen – wie frisch vom Feld. Zuhause, bei richtiger Lagerung hält sich das Wurzelgemüse ein bis zwei Wochen. Hierzu sollten sie aus ihrer Plastikverpackung und vom Blattgrün befreit werden. Anschließend in ein feuchtes Küchentuch einschlagen und im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Tipp: Einfrieren kann man das Gemüse auch: Die Möhren ca. drei Minuten blanchieren und anschließend luftdicht verschlossen in die Tiefkühlung legen.

Zubereitung

Möhren können aufgrund ihres aromatisch-kräftigen Geschmacks und der leicht süßlichen Note vielseitig in der Küche eingesetzt werden. Sowohl roh, als auch gekocht, gebacken, gebraten oder gedünstet sind sie der perfekte Begleiter zu Fleisch- und Fischgerichten, im Salat, der Suppe oder ganz klassisch als Snack. Dabei steht es einem frei, ob man sie mit oder ohne Schale genießt. Je nach Belieben wird die Karotte nur gewaschen und der Krautansatz entfernt oder eben die gesamte Schale mit einem Sparschäler abgetragen. Bei jeder Art der Zubereitung gilt: Umso kürzer die Kochzeit der Karotte, desto mehr Inhaltsstoffe bleiben erhalten!

Rezept-Tipp: Rüben-Butter-Brett

Dieser Food-Trend stellt das Butterbrot in den Schatten. Denn ab heute wird die Butter nicht mehr aufs Brot, sondern aufs Brett geschmiert – und das kommt in der Szene gut an! Die heimischen Rüben zeigen wie es geht und setzen damit ein kulinarisches Statement.

Das Rezept finden Sie hier

 


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