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DAUN, 09.10.2018 - 14:36 Uhr
Essen & Trinken

VINUM - Generationentest: Jede Generation hat ihre eigenen Lieblingsweine

Beeinflusst das Alter den Weingeschmack? Auf jeden Fall! Das ist das Fazit des Experiments, bei dem drei Jurys, eine mit unter 25-jährigen Weintrinkern, eine zweite mit Konsumenten zwischen 30 und 50 Jahren sowie eine dritte mit über 60-jährigen Genießern, die gleichen 15 Weine verkosteten. Bevorzugt die Jugend fruchtbetonte Weine wie zum Beispiel Riesling, so setzen ältere Genießer ganz klar auf rote Klassiker aus Rioja oder dem Piemont, aber auch auf wuchtigen Shiraz! Am Barolo hingegen scheiden sich die Generationen!

Das Experiment ging der Frage nach, welchen Einfluss das Alter auf den Weingeschmack hat. Drei Jurygruppen von Weinkonsumenten, die erste im Alter unter 25 Jahren, die zweite im Alter zwischen 30 und 50 Jahren und die dritte mit Weingenießern über 60 Jahren, verkosteten dieselben 15 Weine. Die Weinauswahl zielte darauf ab, die wichtigen Typen von Wein, die im Markt erhältlich sind, abzudecken. Die Verkostung erfolgte blind. Benotet wurden die Weine nach dem bewährten 20-Punkte-Schema von VINUM.

Unter 25 Jahre: «Junge lieben junge Frucht!»

Das mit einem Durchschnittsalter von 21,25 Jahren sehr jung besetzte U25-Verkostungsteam zeigte klare Präferenzen. Denn die drei höchstbewerteten Weine zeigen alle eine klare Frucht. (Riesling Forster Ungeheuer Ziegler 1. Lage 2016, Pfalz | Zweigelt Girmer Reserve 2015, Burgenland | Prosecco Crede Brut Superiore Valdobbiadene DOCG, Veneto). Zudem war die U25-Jury die einzige, bei der ein Weißwein (Riesling) den Spitzenplatz belegt hat. Wenig anfangen konnten die jungen Verkoster(innen) dagegen mit den von den zwei anderen Jurys hochbewerteten klassischen Rotweinen (Barolo, Barossa Shiraz, Rioja Reserva). Die zwei eleganten Crus aus dem Burgund schnitten wesentlich besser ab. Auch für die zwei Naturweine, die eigentlich für ein jugendliches Publikum konzipiert sind, konnte sich diese Jury nicht begeistern.

30- bis 50-Jährige: «Ein bisschen Fülle muss sein!»

Ab dem 30. Altersjahr beginnt offensichtlich die Vorliebe für roten Wein. Jedenfalls landeten in dieser Jury ausschließlich rote Crus in den Top 3. (Zweigelt Girmer Reserve 2015, Burgendland | Pirathon Shiraz Barossa 2015, Barossa Valley | Viña Tondonia Reserva 2006, Rioja). Handelte es sich bei den beiden Erstplatzierten um eher junge Weine (2015er) mit viel Beerenfrucht und Würze, so beweist der auf dem dritten Platz folgende Rioja Reserva aus dem Jahr 2006, dass in dieser Altersklasse doch auch schon die Qualitäten gereifter Weine erkannt werden. Ein weiteres Indiz dafür, dass in dieser Gruppe ausgeprägte Frucht und Würze bevorzugt wird.

Ü60-Jährige: «Rot, tiefrot, dunkelrot!»

«Hauptsache, rot!» – So lässt sich das Urteil der ältesten Jury-Gruppe zusammenfassen. Denn trotz der ausgewogenen Weinauswahl (rot und weiß) klassierten sich bei den Ü60-Jährigen ausschließlich Rotweine auf den ersten Plätzen. (Barolo DOCG 2014, Piemont | Pirathon Shiraz Barossa 2015, Barossa Valley | Viña Tondonia Reserva 2006, Rioja) Bei den zwei Rotweinen, die nicht ganz so viel Begeisterung auslösten, handelt es sich um die leichtesten Weine, nämlich den Premier Cru aus dem Burgund und den Cinsault-Naturwein aus dem Languedoc. Letzteren setzten diese bekennenden Rotwein-Liebhaber sogar auf den letzten Platz. Da auch der weiß «Naturelle» weit unten, nämlich auf dem zweitletzten Platz landete, ist klar: Bei über 60-Jährigen sind Naturweine kein Thema mehr. Gefragt ist «klassisch rot» in allen Variationen.

 

 


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November 2018 / No 54

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