- © Foto: Initiative “3. Oktober - Deutschland singt” -
DAUN, 10.08.2020 - 10:51 Uhr
Kultur

„3. Oktober - Deutschland singt“ - Musik überwindet jede Mauer

Am 13. August 1961 begann der Mauerbau – die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ feiert ihren Fall und 30 Jahre Freiheit und Einheit.

Am Sonntag, den 13. August 1961, riegeln Grenzpolizisten, Volkspolizisten, Mitglieder der „Kampfgruppen der Arbeiterklasse“ und Soldaten der Nationalen Volksarmee die Sektorengrenze nach West-Berlin und den Berliner Außenring ab. Überall werden Straßen aufgerissen, Panzersperren und Stacheldrahtverhaue errichtet. In den folgenden Tagen beginnen Bautrupps unter Bewachung damit, den Stacheldraht durch eine circa zwei Meter hohe Mauer zu ersetzen, die Berlin in zwei Hälften zerschneidet. Die Erlaubnis zur Einmauerung West-Berlins hat das SED-Regime zuvor durch die Sowjetunion erhalten. Mehr als ein Vierteljahrhundert Symbol der Teilung Deutschlands, fiel die Mauer am 9. November 1989. Dieser 9. November ist fest mit der Deutschen Einheit verknüpft. Er erinnert uns auch an erfolgreichen Widerstand und Bürgermut, den die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“  am 3. Oktober 2020 zum 30-jährigen Jubiläum des Tags der Deutschen Einheit feiern will.

Heute gilt mehr denn je standzuhalten und extremistischen Kräften im Land die Stirn zu bieten. Die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ möchte am 3. Oktober 2020 darum nicht nur ein deutliches Danke für die Wiedervereinigung und 75 Jahre Frieden in Deutschland einbringen. Auf den Marktplätzen der Bundesrepublik will man für die Zukunft mit den Grundwerten wie Freiheit, Humanität, Zusammenhalt und Demokratie einstehen. Diese verbindende Idee der Dankbarkeit und Hoffnung im Zeichen der Wiedervereinigung Deutschlands überzeugte auch den Projektträger der Aktion, den Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO) und die Schirmherren der EKD Ratsvorsitzende Bischof Heinrich Bedford-Strohm und der Vorsitzende des jüdischen Zentralrats Dr. Schuster. 

EKD Ratsvorsitzender Bischof Heinrich Bedford-Strohm kommentiert: „Singen ist etwas Wunderbares, es verbindet Menschen und hilft Grenzen zu überwinden. Daher ist das gemeinsame Singen am 3. Oktober gerade in diesem Jahr ein wichtiges Zeichen gegen alle Kräfte, die uns als Gesellschaft auseinanderbringen wollen – und es ist ein Zeichen gegen Angst und Gewalt, Rassismus und Antisemitismus. Ich wünsche mir, dass die Lieder, darunter auch das hebräische „hevenu shalom alechem“, das Verständnis füreinander und den Frieden stärken!“

Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. Schuster erhofft sich am 3. Oktober eine rege Teilnahme: „Ich hoffe, dass sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger am gemeinsamen Singen dieser Initiative beteiligen und ihre Stimmen erheben, für Einheit und Frieden. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass von den Singenden ein Signal ausgeht, für ein friedliches Zusammenleben in einem vereinigten Deutschland, ohne Hass, Rassismus und Antisemitismus.“

Zum Start der Kampagne war nicht abzusehen, dass in nur kurzer Zeit die ganze Welt durch die Corona-Pandemie aus den Fugen geraten würde. Glücklicherweise geht die Zahl der Infizierten zurück. Niemand weiß heute wie die Lage im Oktober aussehen wird. Dennoch: Die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ hält trotz berechtigter Fragen daran fest, Mut zu machen und am 3. Oktober 2020 mit Liedern und Gesang Open Air auf den Plätzen Danke zu sagen.

„Wir singen auch vom Balkon, am Fenster oder als virtueller Chor, sollte die Corona-Krise am 3. Oktober 2020 eine öffentliche Feier auf den Marktplätzen noch nicht ermöglichen. Wir sind aber guter Hoffnung, dass wir am Tag der Deutschen Einheit ein weiteres Zeichen des Mutes, der Rücksichtnahme, der Verantwortung und Freiheit setzen werden. Ein verantwortungsvolles Zeichen der Einheit ist möglich. Also machen Sie mit und seien Sie dabei: Am 3. Oktober 2020 auf allen Marktplätzen und Balkons der Republik“, heißt es in einer Mitteilung der Initiative.

Weitere Informationen zum Projekt:

Für Idee und Umsetzung sind die bürgerschaftliche Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ und der Verein Danken.Feiern.Beten. e.V. unter der Projektträgerschaft des Bundesmusikverbands Chor und Orchester e.V. (BMCO) verantwortlich.

Weitere Informationen zu Idee und Ausrichter*innen sowie zur Teilnahme vor Ort sind auf der Homepage des BMCO unter www.bundesmusikverband.de/3oktober/ sowie auf der Webseite der Initiative www.3-oktober-deutschland-singt.de zu finden.


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