- © Foto: Heji Shin / Caroline Peters -
DAUN, 01.08.2019 - 15:14 Uhr
Kultur

Caroline Peters in "Die Empörten" bei den Salzburger Festspielen

Caroline Peters spielt die weibliche Hauptrolle in der Uraufführung von Theresia Walsers Gesellschaftskomödie 'Die Empörten' bei den Salzburger Festspielen. Das Stück ist eine Koproduktion mit dem Schauspiel Stuttgart.

Zwei Geschwister früh morgens in einem Rathaus. Zwei Geschwister, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine Bürgermeisterin dieser Stadt, der andere eine Art Lebenskünstler. Zwischen ihnen liegt ein Sack, darin die Leiche ihres Bruders. Bisher ging man einander so gut es ging aus dem Weg. Jetzt hat die Bürgermeisterin ihren Bruder um Hilfe gebeten, die Bruderleiche heimlich ins Rathaus zu schaffen - sie fürchtet um ihre Stellung. Immerhin handelt es sich bei diesem toten Bruder um einen Selbstmörder, der andere verletzt und mit in den Tod gerissen hat. War es ein verunglückter Selbstmord? War er schlichtweg depressiv? Oder war er, wie es Gerüchte verbreiten, ein Attentäter? Zusammen verstecken die beiden den Leichensack in der großen Rathaustruhe, in der im Laufe der Zeit schon so manches entsorgt wurde. Die Bürgermeisterin steht kurz vor den Wahlen. In Kürze wird im Rathaussaal die Trauerfeier für die Opfer stattfinden, auf der sie eine Rede halten muss. Um sie herum versammelt sich eine Gesellschaft, die in jeder Hinsicht miteinander verstrickt ist. Je mehr sich die Versammelten voneinander absetzen wollen, desto grotesker offenbart sich aber auch, wie sehr sie einander bedingen.

Premiere: Sonntag, 18. August 2019 um 19.30 Uhr.

Weitere Vorstellungen: 20. 22. 23. 25. 27. und 29. August 2019

Über Caroline Peters

Caroline Peters wird schon während ihres letzten Studienjahres von Andrea Breth an die Berliner Schaubühne engagiert. Es folgen Engagements auf allen wichtigen deutschsprachigen Bühnen. Sie spielt an den Schauspielhäusern Hamburg, Köln und Zürich, an der Berliner Volksbühne sowie am Burgtheater in Wien, an dem sie seit 2004 Ensemblemitglied ist. Die Schauspielerin ist eine Meisterin des Timings. Mühelos wechselt sie von einfühlsamen Betrachtungen zu furiosen Auftritten. Das Feuilleton schätzt ihr besonderes und genaues Spiel, mit dem sie sich in ihren Rollen ausdrucksstark zwischen den Genres bewegt. Sie zeugen von einem ausgesprochenen Gefühl und einer sensiblen Intelligenz für die ambivalenten Beweggründe ihrer Charaktere. Ihre temporeichen, präsenten und klugen Abbilder menschlicher Motive machen sie zu einer gefragten Schauspielerin für Film und Theater und wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Ulrich-Wildgruber-Preis. Im Theater sind es die Zusammenarbeiten mit Barbara Frey, Dimiter Gotscheff, Karin Beier, Luc Bondy, Nicolas Stemann und René Pollesch, im Film die mit Adolf Winkelmann, Arne Feldhusen, Dieter Wedel und Isabel Kleefeld sowie ihre Hauptrolle in dem Zuschauer-Erfolg 'Mord mit Aussicht', die sie einem breiten Publikum nahebringen. Caroline Peters wurde 2015 für ihre herausragende, schauspielerische Leistung für den renommierten Nestroy-Preis nominiert und  ist mit dem Deutschen Schauspielerpreis 2016 als 'Beste Schauspielerin in einer komödiantischen Rolle' und von der renommierten Fachzeitschrift Theater heute als 'Theaterschauspielerin 2016' und 'Theaterschauspielerin 2018' ausgezeichnet worden.


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