DAUN, 18.10.2019 - 09:09 Uhr
Kultur

Film Festival Cologne Awards als krönender Abschluss

Die Verleihung der Film Festival Cologne Awards setzt am heutigen Donnerstagabend den feierlichen Schlusspunkt der 29. Ausgabe des FILM FESTIVAL COLOGNE. Bei der Gala im Kölner E-Werk werden insgesamt sechs Auszeichnungen an herausragende Persönlichkeiten und Produktionen aus unterschiedlichen Bereichen des audiovisuellen Erzählens vergeben.

Den von der Film- und Medienstiftung NRW und der Stadt Köln gestifteten und mit 25.000 Euro dotierten Filmpreis Köln nimmt der Regisseur und Autor Nicolas Winding Refn entgegen. Hiermit wird sein Beitrag zur Weiterentwicklung der Film- und Mediensprache gewürdigt, den der auch in Hollywood erfolgreiche Däne mit Filmen wie „Drive“, „Only God Forgives“ oder der „Pusher“-Trilogie geleistet hat. „Nicolas Winding Refn gilt völlig zu Recht als einer der kreativsten und einflussreichsten Filmemacher der Gegenwart. Dass er persönlich in unsere Domstadt gekommen ist, um den Filmpreis Köln in Empfang zu nehmen, unterstreicht einmal mehr, welch hohes Ansehen diese Auszeichnung und das gesamte Film Festival Cologne auch international genießen“, sagt Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln.

Mit dem Filmpreis NRW zeichnet die Jury den besten Film der Festivalreihe Made in NRW aus. Lino Rettinger nimmt die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für „Easy Love“ entgegen. Träger des Preises sind das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Köln und die Film- und Medienstiftung NRW. Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei NRW Nathanael Liminski: „Herzlichen Glückwunsch zum Filmpreis NRW an die Macher von „Easy Love“ und die Produzenten der Kölner Lichtblick Film. Die Jury würdigt damit eine innovative Mischung aus Dokumentar- und Spielfilm. Den Filmemachern ist es kunstvoll gelungen, die emotionale Lebensrealität der Laiendarsteller für den Zuschauer einzufangen.“

„Das 29. Film Festival Cologne hat Publikum und Branche eine Fülle an Highlights geboten: eine spannende Filmauswahl, die von einem begeisterten Publikum viel beachtet wurde, großartige internationale und nationale Preisträger, der erste Crew Call Köln und der NRW-Produzenten-Empfang mit einer großartigen Resonanz. European Work In Progress 2019 hat sich bereits in der zweiten Ausgabe als eine der neuen und wichtigen Marktplattformen etabliert. Die komplette Branche, aber auch alle Filmliebhaber waren auf den Beinen. Ein großer Dank an alle, die zum Gelingen des Festivals beigetragen haben und herzlichen Glückwunsch an alle Preisträger. Wir freuen uns schon jetzt auf die kommende Jubiläumsausgabe!“, kommentiert Petra Müller, Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW.

Den International Actors Award, gestiftet von Network Movie und mit 10.000 Euro dotiert, erhält in diesem Jahr Schauspieler August Diehl, der sich u.a. zuletzt durch US-Produktionen mit Quentin Tarantino und Terrence Malick auch außerhalb Deutschlands einen Namen gemacht hat und aktuell in der Rolle des Walter Gropius in „Die neue Zeit“ brilliert. Erstmals wird in diesem Jahr der Cologne Creative Award vergeben, der Medienschaffende würdigt, die sich in besonderer Weise um die Zukunft des audiovisuellen Erzählens verdient gemacht haben. Erster Träger der mit 10.000 Euro dotierten Auszeichnung ist der Japaner Hideo Kojima, der als Entwickler der Reihe „Metal Gear Solid“ Games-Geschichte geschrieben hat. Der New Yorker Kultregisseur Abel Ferrara steht ebenfalls beim Festival-Finale als Preisträger auf der Bühne. Sein autobiografisch geprägtes Drama „Tommaso“, das in Köln Deutschlandpremiere gefeiert hatte, wird mit dem Hollywood Reporter Award als bester fiktionaler Beitrag aus den Wettbewerbsreihen Top Ten TV und Best of Cinema geehrt. Auch dieser Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, ebenso wie der phoenix Preis für den besten Dokumentarfilm aus den beiden genannten Reihen. Er geht an die amerikanische-chinesische Filmemacherin Nanfu Wang für „One Child Nation“.

Das FILM FESTIVAL COLOGNE 2019 wurde an insgesamt acht Tagen von zahlreichen Film- und Serienfans, Branchenvertretern und prominenten Gästen besucht. Neben den Vorführungen nationaler und internationaler Serien- und Spielfilm-Highlights standen bei thematischen Sessions wie European Series Day, Global Day und Future Day aktuelle Fragestellungen der Medienentwicklung im Mittelpunkt. In Artist Talks, Diskussionsrunden und Masterclasses gaben namhafte Kreative interessante Einblicke in ihr Schaffen. „Das FILM FESTIVAL COLOGNE hat einmal mehr seinen Status als wichtige Kommunikationsplattform für branchenspezifische und gesellschaftlich relevante Themen bestätigt. Breit gefächert wie nie zuvor haben wir aktuelle Trends und herausragende Arbeiten aus der Welt des filmischen Erzählens präsentiert“, bilanziert Festivaldirektorin Dr. Martina Richter. „Ich freue mich über die vielen gelungenen Veranstaltungen mit namhaften Gästen und bin nicht zuletzt ein bisschen stolz, dass wir mit Hideo Kojima und Nicolas Winding Refn zwei der aktuellen Visionäre des Bewegtbilds in Köln begrüßen konnten.“


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Dezember 2019 / No 67

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