Wenn wir unsere persönlichen Geheimnisse einer  anderen Person anvertrauen, geben wir viel von uns  preis und werden verletzbar. Dennoch sind  Menschen, mit denen wir Privates und Geheimes  teilen, wichtig für unsere psychische Balance  – nicht  alle Geheimnisse können wir mit uns selbst  ausmachen. Aber im Ohr welcher Geheimnishüter/in  sind unsere Geheimnisse am besten aufgehoben? Wenn wir unsere persönlichen Geheimnisse einer anderen Person anvertrauen, geben wir viel von uns preis und werden verletzbar. Dennoch sind Menschen, mit denen wir Privates und Geheimes teilen, wichtig für unsere psychische Balance – nicht alle Geheimnisse können wir mit uns selbst ausmachen. Aber im Ohr welcher Geheimnishüter/in sind unsere Geheimnisse am besten aufgehoben? - © Foto: Nemetschek Stiftung, Foto: Julia Krüger -
DAUN, 11.10.2018 - 15:42 Uhr
Kultur

Geheimnis. Ein gesellschaftliches Phänomen

Ob am Arbeitsplatz, beim Arzt oder in der Familie – kaum ein Bereich in unserem Leben kommt ohne Geheimnis aus. Geheimnisse können schön sein, erschreckend, böse oder banal. Es gibt sie, seit Menschen zusammenleben, und ihre Geschichte ist eng mit der gesellschaftlichen Entwicklung verbunden. Im 21. Jahrhundert jedoch scheint sich die Bedeutung von Geheimnissen verändert zu haben: Soziale Netzwerke, neue Kommunikationsformen und Überwachung bedrängen die Räume und Sphären, die das Entstehen und Bewahren von Geheimnissen ermöglichen, während Transparenz zum Leitbegriff nicht nur in Politik und Wirtschaft wird.

Die Ausstellung

„Geheimnis. Ein gesellschaftliches Phänomen“ der Nemetschek Stiftung, die das Museum für Kommunikation Berlin vom 12. Oktober 2018 bis 10. März 2019 zeigt, fragt nach dem Zusammenspiel von Transparenz und Schutz, von Macht und Vertrauen sowie von persönlicher Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung. Auf einem Rundgang vom Zentrum der Macht über Glaubensorte, den eigenen Schreibtisch und die gute Stube bis in das Kinderzimmer nähern sich die Besucherinnen und Besucher Geheimnissen aus unterschiedlichen Perspektiven. An interaktiven Installationen können sie erkunden, was Geheimhaltung und Heimlichkeit für unsere Gesellschaft, aber auch für uns persönlich bedeuten. Dabei lösen sie unter anderem ein Geheimnis-Puzzle, testen in einer Selbsteinschätzung ihre Tauglichkeit als Geheimnistragende, nehmen am Stammtisch Platz, decken Familiengeheimnisse auf und legen ihre Beichte ab.

Konzept

Die Ausstellung bietet einen interaktiven Raum für eine selbstreflexive Auseinandersetzung mit zentralen Gegenwartsfragen rund um das Thema „Geheimnis“. Die ästhetisch-künstlerische Inszenierung öffentlicher wie privater Lebensräume schafft dabei neue, emotionale Zugänge zu einem scheinbar sperrigen Diskurs und lädt das Publikum dazu ein, selbst Position zu beziehen. Gesellschaftspolitische Zusammenhänge werden zugänglich gemacht und die Verbindung zu jedem von uns vor Augen geführt. Die Ausstellung gibt keine vorgefertigten Antworten, sondern versteht sich als künstlerischer Erlebnisraum, der Identifikation und Reflexion ermöglicht und zum Dialog mit anderen anregt.

Nemetschek Stiftung

Die unabhängige, überparteiliche und gemeinnützige Nemetschek Stiftung ist vorwiegend operativ tätig und möchte einen Beitrag zur demokratischen Kultur in Deutschland leisten. Dafür setzt die 2007 von der Familie Nemetschek ins Leben gerufen Stiftung innovative Projekte um, die überraschende Perspektiven auf gesellschaftspolitische Fragen eröffnen und zur Auseinandersetzung mit diesen anregen.

Geheimnis. Ein gesellschaftliches Phänomen

12. Oktober 2018 bis 10. März 2019

Eine Ausstellung der Nemetschek Stiftung

Begleitprogramm

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Führungen, Veranstaltungen und Workshops für Erwachsene, Kinder und Schulklassen.

Magazin zur Ausstellung

mit Beiträgen von Expert/innen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen zum Thema „Geheimnis“, kostenlos erhältlich als PDF unter www.mfk-berlin.de/magazin oder als Heft im Museum

Familien-Rätsel-Tour

Mit dem kostenlos im Museum erhältlichen Begleitheft „Das Geheimnis der Roboter“ können Kinder, auch zusammen mit den Eltern, die Ausstellung erkunden und dabei einem Geheimnis auf die Spur kommen.

Digitale Ausstellungstour in englischer Sprache

als Download unter www.mfk-berlin.de/secret-tour oder als kostenloses Leihgerät im Museum

Öffnungszeiten

Dienstag 9 – 20 Uhr

Mittwoch bis Freitag 9 – 17 Uhr

Samstag, Sonntag, Feiertag 10 – 18 Uhr

24., 25. und 31. Dezember 2018 geschlossen

17. Oktober 2018 ab 15 Uhr geschlossen

Eintritt

5 € (6 € ab 1.1.2019), ermäßigt 3 €, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahren frei

Verkehrsverbindungen

U-Bahn U2 Mohrenstraße, U6 Stadtmitte, Bus M48, 200, 265


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November 2018 / No 54

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