DAUN, 01.09.2020 - 12:43 Uhr
Kultur

Mišel Matičević in "Exil" im Kino

Nach erfolgreichen Premieren beim Sundance Filmfestival und der Berlinale 2020 kommt Mišel Matičevićs Film 'Exil' in die deutschen Kinos. Der Schauspieler ist darin Xhafer Kryeziu, ein 45-jähriger im Kosovo geborener und nun in Deutschland lebender Chemieingenieur. Dieser fühlt sich aufgrund seiner ethnischen Herkunft am Arbeitsplatz diskriminiert und schikaniert. Als eines Tages eine tote Ratte an seinem Gartenzaun hängt, ist für ihn sofort klar, dass seine rassistischen Kollegen dahinterstecken müssen. In jedem Ereignis, jeder Äußerung, jeder Geste sieht er einen Beweis dafür. Xhafer fühlt sich von Tag zu Tag unwohler. Seine deutsche Frau Nora ist zunehmend müde, dass er alle und alles ständig des Rassismus verdächtigt. Mögen ihn seine Kollegen einfach nicht oder steckt mehr hinter ihrer Feindseligkeit? Spielt sich das alles in seinem Kopf ab oder ist es tatsächlich wahr? 'Exil' ist die Chronik einer schleichend wachsenden, womöglich aber auch nur eingebildeten Bedrohung. Visar Morina hat einen eindringlichen Thriller über Paranoia und Identität gedreht. Mitten darin spielt Mišel Matičević einen Mann, der hin- und hergerissen zwischen seinem Leben als integrierter Mittelschicht-Familienmensch und Fremder in seiner Wahlheimat zu überleben versucht. Der Ausnahmeschauspieler wird für seine herausragende Leistung sowohl von der nationalen als auch internationalen Presse gefeiert. Sie schreibt:

  • 'Mišel Matičević spielt den migrantischen Aufsteiger aus Albanien großartig und glaubwürdig. Der FIlm ist sehr zeitgemäß und unbedingt sehenswert.' Berliner Morgenpost, Deutschland
  • 'Atmosphärisch bis zum Bersten aufgeladen und spürbar unnachgiebig: „Exil“ ist eine cineastische Herausforderung, die gekonnt zweideutig Misstrauen und Identitätsverlust unter dem Hintergrund der Integration porträtiert. Das Wechselspiel zwischen Zugehörigkeit und Entfremdung avanciert nicht zuletzt der fantastischen schauspielerischen Leistungen wegen zu einer beeindruckenden Tour de Force des deutschen Films. Die Kamera folgt dabei Mišel Matičević ('Babylon Berlin', 'Wir waren Könige'), der in der Hauptrolle brilliert, dicht auf den Fersen und lässt jegliche Anspannung und Wut zum Greifen nah erscheinen - was ein Einfühlen und Mitfühlen für seine Figur ziemlich leicht macht.' Film Rezensionen, Deutschland
  • 'Die brillante Konzeption des Films besteht darin, dass sie recht haben könnte. In den besten Momenten wirkt Morinas bedrückend klaustrophobisch inszenierter Thriller wie eine deutsche Version von Michael Hanekes Film 'Caché'.' Goethe, Deutschland
  • 'Mišel Matičević is sensational as the lead, keeping his ruggedly handsome features death-mask stoic throughout. This emphasizes the internalized terror of Xhafer's alien (and alienating) existence, while perversely drawing out some of the story's pitch-black humor. The scenes in the nondescript corporate workplace that take up much of the film's first hour have a comedy-of-mortification feel just a few austere steps removed from Curb Your Enthusiasm, though Xhafer is a Larry David figure who constantly bites his tongue rather than mouth off.'  The Hollywood Reporter, USA
  • 'Visar Morinas feinfühlige Inszenierung rückt immer wieder Bildhintergründe in die Unschärfe und sorgt so dafür, dass ähnlich wie in der Gefühlswelt seines Protagonisten die Konturen verschwimmen und das Gesamtbild schwer deutlich zu erfassen ist. Zudem sieht man förmlich, wie es in dem von Mišel Matičević herausragend verkörperten Xhafer arbeitet und brodelt, wenn sein Gesicht äußerlich unbewegt bleibt, man aber dennoch in seine Seele hineinzuschauen vermag. Überaus effizient und subtil erzählt und gespielt ist Exil ein Film geworden, der packt und durchrüttelt und der zudem nach dem Verlassen des Kinos für einigen Gesprächsstoff sorgen dürfte.' Kino Zeit, Deutschland
  • 'Die herausragende Karriere von Mišel Matičević erreicht mit dem Film 'Exil' einen weiteren Höhepunkt. Matičević trägt den Film. Er verstärkt die klaustrophobische Atmosphäre des von Visar Morina inszenierten Kinofilms. Es gehört schon eine Menge Talent dazu, zwischen Schwarz und Weiß so viele Zwischentöne auf der darstellerischen Palette anzurühren.' Märkische Allgemeine, Deutschland
  • 'With an extremely tempered performance from Mišel Matičević the film puts those feelings under a microscope, and turns all of those moments of sitting with your thoughts and uncertainty about what’s really going on into austere unease. It’s the kind of thriller that Michel Haneke would make after learning he didn't get invited to a friend's party, and Morina’s film builds from that influence with his own audacious visual storytelling. Morina has crafted a script that seemingly lives on the edge of being completely mundane, but his filmmaking leads with its exhilarating confidence, and assured vision.' Roger Ebert, USA
  • 'Mišel Matičević portrays Xhafer with a stony composure that suggests a man barely able to contain his rage. It is easy to feel his simmering sense of injustice as meetings are changed without him being informed and patronising colleagues never quite remember his specific country of origin. They do know that he is not from around here. Deadpan in its execution but always involving, 'Exil' combines thriller-like elements, idiosyncratic behaviour worthy of Yorgos Lanthimos and humour based in awkward moments that hang in the air like a bad smell. The end result is a film that tackles serious issues whilst appreciating all the agonies and absurdities of human behaviour.' Screen Daily, USA
  • 'Exil ist ein beklemmendes Psychogramm.' Tip Berlin, Deutschland
  • 'Mišel Matičević’s remarkable performance is an exercise in pinched discipline, as Xhafer’s unraveling state of mind registers in the slightest of disruptions to his taut, stoic mien.' Variety, USA
  • 'Autor und Regisseur Visar Morina findet für den inneren Zustand seiner Hauptfigur die passenden klaustrophobischen Bilder und kreiert so ein packendes Drama über eine Identitätskrise. Und Mišel Matičević ist mit seinem reduzierten Spiel schlicht brillant.' Zitty, Deutschland

Den Trailer finden Sie hier: www.youtube.com/watch?v=lwi9Rf6CkUY.

Exil: Start in den deutschsprachigen Ländern: 20. August 2020

Über Mišel Matičević

Mišel Matičević wird unmittelbar nach Abschluss seines Studiums ans Berliner Ensemble und Deutsche Theater in Berlin engagiert. Währenddessen werden auch Regisseure wie Caroline Link, Dominik Graf, Oskar Roehler, Peter Kegelevic, Rainer Kaufman, Stephan Wagner und Thomas Arslan auf seine intensiven und virilen Darstellungen innerhalb einer großen Bandbreite aufmerksam. Sie besetzen ihn in ihren anspruchsvollen Film- und Fernsehproduktionen wie 'Blackout’, ‘Das Gelübde’, ’Die Brücke am Ibar’, ‘Hotte im Paradies’, ‘Im Angesicht des Verbrechens’, ‘Im Schatten’, ‘Lost Killers’, ‘Todesautomatik’ und ’Und Morgen leben wir wieder’. Einem internationalen Publikum wird er bekannt durch die Rolle des ‘Arpad Zelk’ in Ridley Scotts Emmy nominierter Serie ‘The Company’. Die besondere körperliche und sensible Art, mit welcher der Schauspieler die unterschiedlichsten Rollen im Film zum Leben erweckt, zeigt eine überdurchschnittliche Wandlungsfähigkeit und Intuition für das Wesen der Figuren. Sein besonderes Spiel ist mehrfach ausgezeichnet worden, darunter mit dem Adolf-Grimme-Preis und mehrfach mit dem Deutschen Fernsehpreis.

 


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