- © Foto: Etienne Malapert -
DAUN, 10.10.2019 - 16:13 Uhr
Kultur

Neue Etappe des Kunstmuseums Lausanne und PLATEFORME 10

Mit seiner Wiedereröffnung im Quartier PLATEFORM 10, während des Weekends vom 5. und 6. Oktober 2019, tritt das Kunstmuseum Lausanne (Musée cantonal des Beaux-Arts MCBA) in eine neue Phase seiner beinahe 200-jährigen Geschichte. Damit wird auch ein wichtiger Meilenstein der PLATEFORME 10 erreicht, dem aufstrebenden neuen Kunstquartier, das seine Erfüllung im 2021 mit der Eröffnung des Gebäudes erreicht, welches das mudac (Museum für Design und angewandte Gegenwartskunst) und das Musée de l’Elysée (Kantonales Museum für Photographie) beherbergen wird.

Mit der Verdreifachung der Ausstellungsfläche und der Verdoppelung der Depots wird das MCBA nun in der Lage sein, gleichzeitig die Sammlung (über 10'000 Werke) und Wechselausstellungen zeigen zu können. Vorausgegangen ist der Umzug, in dem jedes einzelne Werk, ob Gemälde, Druck oder Skulptur kontrolliert, wenn nötig restauriert, verpackt und im neuen Gebäude wieder einen Platz zu finden hatte.

Nach 15 Monaten der Schliessung ist das MCBA bereit, die herausfordernden neuen Möglichkeiten der Museumstätigkeit wahrzunehmen. Die 3200 m2 Ausstellungsfläche werden mit jährlich neun Wechselausstellungen in verschiedenen Formaten und einer permanenten Sammlungspräsentation bespielt werden.

Die Eröffnungsausstellung Atlas. Kartographie des Schenkens ehrt die Donationen und Dauerleihgaben und damit die Grosszügigkeit der Mäzene und Leihgeber, die so zur Einzigartigkeit der Sammlung beigetragen haben.

Neun Ausstellungen pro Jahr

Sobald die Eröffnungsausstellung abgeschlossen ist, wird ein Flügel des Gebäudes dauerhaft der Sammlung gewidmet sein (auch freier Zugang), der andere den Wechselausstellungen (gegen Gebühr). Die erste internationale Wechselausstellung bringt die Wiener Moderne nach Lausanne (Hautnah. Wien 1900, von Klimt zu Schiele und Kokoschka), gefolgt von der waadtländer Gegenwartskunstszene (Jardin d'hiver: la scène contemporaine vaudoise und Jean Otth) und der zeitgenössischen Künstlerin Kiki Smith (Hearing You with My Eyes, 2020). Darüber hinaus sind 2020 mehrere Präsentationen in zwei spezifischen Räumen zu sehen – «Focus» (verbunden mit der Sammlung: Albert-Edgar Yersin. Das gezeichnete Werk; Giovanni Giacometti. Aquarelle) und «Projet» (zeitgenössische Kunst: Taus Makhacheva; Jorge Macchi; Anne Rochat. Manor Vaud Kulturpreis 2020).

Das umfangreiche Programm der Vermittlung umfasst die Veröffentlichung eines Sammlungsführers und zweier Publikationen, die das Bewusstsein der Kinder für Kunstwerke und deren Geschichten schärfen. Schon für die Eröffnungsausstellung und später für die Sammlungspräsentation steht eine App für den Besuch zur Verfügung. Gleichzeitig wurde unter der Feder des Lausanner Journalisten Philipp Jodidio bei Rizzoli ein Buch herausgegeben, das der Geschichte des Museums und der Architektur des Gebäudes von Fabrizio Barozzi und Alberto Veiga gewidmet ist.

Das im Juni 2012 gestartete Projekt wird CHF 83,5 Mio. kosten, wovon 40,7% durch private Spenden finanziert sind. Das Kunstmuseum Lausanne ist heute eine Stiftung des öffentlichen Rechts unter dem Vorsitz von Olivier Steimer. Es wird von Bernard Fibicher geleitet.


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