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DAUN, 27.05.2019 - 16:24 Uhr
Kultur

Raumfahrtstätten in den USA feiern 50 Jahre Mondlandung

In diesem Jahr feiert einer der größten Momente der Weltraumgeschichte ein rundes Jubiläum: Am 20. Juli 2019 ist es exakt 50 Jahre her, dass die Landefähre Eagle der Apollo 11 landete und damit die allererste Mondlandung markierte. Die amerikanischen Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin waren seinerzeit die ersten Männer, die die Mondoberfläche betraten. Armstrongs „kleiner Schritt“ ging in die Geschichte ein als eines der berühmtesten Ereignisse des Jahrhunderts. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des monumentalen Ereignisses würdigen mehrere Reiseziele in den USA die legendäre Apollo 11 mit einer Reihe von Sonderveranstaltungen: Weltraumbegeisterte Reisende erfahren bei Einzelausstellungen, Paraden, Abendevents sowie Gesprächsrunden mit Astronauten alles rund um den aufregenden Weg zum Mond.

Kennedy Space Center, Merritt Island, Florida

Als Startpunkt von Apollo 11 befindet sich das Kennedy Space Center auf Merritt Island in diesem Jahr ganz oben auf der Liste von Weltraumbegeisterten. Das Besucherzentrum ist vollgepackt mit Lernmöglichkeiten, interaktiven Ausstellungsstücken und Informationsangeboten, die die Besucher in ihren Bann ziehen.  Die Hauptausstellung zeigt die Geschichte und Zukunft der US-Raumfahrt und deren Forschung und beherbergt den Raketengarten, wo originalgetreue Repliken die Besucher zum Staunen bringen. Hier befinden sich auch die neue interaktive Ausstellung "Heroes & Legends", die sich unter anderem mit der US Astronaut Hall of Fame den größten Weltraumhelden widmet. Filme und Ausstellungen rund um das Leben und Wirken der berühmtesten Raumfahrer bringen Besucher der faszinierenden Arbeit der Frauen und Männer näher. Bei Treffen mit Astronauten können die Besucher Fragen zu deren Tagesablauf, ihrem Training und ihren Reisen stellen, während eine Reihe von IMAX-Filmen die Möglichkeit bietet, den Weltraum und unseren Planeten aus einer ganz neuen Perspektive zu sehen.

Flagstaff, Arizona

Die Apollo 11-Sonde mag vom Kennedy Space Center in Florida aus gestartet sein, aber ein Großteil der Vorbereitung für die Mission fand tatsächlich in Flagstaff, Arizona statt. Neil Armstrong und sein Pilot Buzz Aldrin nutzten zusammen mit den elf anderen Astronauten, die in ihre Fußstapfen getreten sind, die Vulkanaschefelder des Gebietes als Übungsgebiet, zum Beispiel bei Buggyfahrten, Geologietraining und anderen Missionssimulationen. Im Rahmen des Festjahres zum 50-jährigen Jubiläum der Landung 1969 können die Besucher von Flagstaff in den original Buggies der Mission fahren und andere Utensilien und Memorabilien rund um Apollo 11 sehen. Im Lowell Observatorium von Flagstaff können Reisende den Weltraum durch Teleskope beobachten – hier wurde übrigens Pluto zum ersten Mal entdeckt. Bei Veranstaltungen stehen Astronomen Rede und Antwort. Die Sternwarte veranstaltet das Jahr über auch eine Reihe von Buchsignierstunden und Lesungen, während die Bars und Restaurants in der Stadt das 50-jährige Bestehen mit mondbezogenen Speisen- und Getränkeangeboten kulinarisch feiern.

Philadelphia, Pennsylvania

Erwachsene und Kinder werden das Franklin Institute in Philadelphia gleichermaßen lieben:  Das 1824 von Benjamin Franklin gegründete Institut gilt als eines der besten Wissenschaftsmuseen der Welt.  Neben einem echten Mondfelsen, der von Astronaut Dave Scott während der Mission Apollo 15 geborgen wurde, beherbergt es auch eine Reihe faszinierender Attraktionen, darunter den Planetariumsgang, der auf acht Bildschirmen Live-Inhalte der NASA zeigt.  Die unverzichtbare Ausstellung für Weltraumbegeisterte ist „Space Command“: Besucher lernen den Mond und seine Phasen hautnah kennen, bauen selbst einen Marsrover und testen, wie er sich beim Einsatz im felsigen Gelände schlägt. Des weiteren können Besucher im Franklin Institute einen echten Meteoriten berühren und mehr über die Planeten erfahren.

Houston, Texas

Die texanische Stadt Houston beherbergt das Apollo Mission Control Center im NASA Johnson Space Center. Von hier aus plante und führte das NASA-Team bemannte Raumfahrtmissionen durch. Das große Ziel: Am 20. Juli 1969 einen Mann auf dem Mond landen zu lassen. 1985 wurde die Historic Mission Control in das National Register of Historical Places aufgenommen.  Zur Feier des Jubiläums arbeitet das Space Center zusammen mit einer Schar von Unterstützern aus der ganzen Welt daran, die Mission Control wiederzubeleben und exakt zu rekonstruieren – auf den Stand bei der Landung am 20. Juli 1969. Die neue alte Mission Control soll mit originalgetreuen Konsolen ausgestattet sein, die zur Überwachung aller Apollo-Missionen verwendet wurden – somit auch bei der berühmten Mondlandung und bei dem Unglück von Apollo 13.

Chantilly, Virginia

Ungefähr 25 Meilen westlich von Washington D.C. liegt die Kleinstadt Chantilly. Sie ist vor allem für das Steven F. Udvar-Hazy Center berühmt: ein riesiger Raum, drei Mal so groß wie das National Air and Space Smithsonian Museum in Washington. Zu dessen beliebtesten Attraktionen zählen die SR-71 (der schnellste Jet der Welt) und das Space Shuttle Discovery – doch es gibt noch viel mehr zu sehen und zu tun. Die Besucher können vom Aussichtsturm aus Flugzeuge beim Start und bei der Landung am Flughafen Dulles beobachten, in einem Flugsimulator das Gefühl nachempfinden, einen echten Jet zu steuern oder spektakuläre Shows im Airbus IMAX Theater anschauen. Eine Reihe von Ausstellungen widmet sich dem Weltraum, darunter die Space Science-Ausstellung, die Objekte aus der Forschung in der Atmosphäre oder dem Weltraum zeigt – beispielsweise Satelliten, Orbiter und Raumsonden. Die Ausstellung „Human Spaceflight“ feiert jene 500 Männer und Frauen, die seit dem ersten Weltraumeinsatz von Juri Gagarin 1961 ins All geflogen sind. Inzwischen sind es 24 Personen, die es zum Mond und zurück geschafft haben, die Ausstellung feiert diese Erfolge und zeigt die Besonderheiten ihrer Reisen.

Seattle, Washington

Mond- und Weltraumfans können sich die Wanderausstellung „Destination Moon“ im Museum of Flight in Seattle anschauen. Vom 13. April bis 2. September 2019 gastiert sie, es ist der einzige Auftritt der Ausstellung an der Westküste und somit eine seltene Gelegenheit für eine waschechte Zeitreise. Zu bewundern gibt es originale Apollo 11-Objekte, darunter mehr als 20 einzigartige, historische Artefakte aus dem Smithsonian, sowie dutzende Raumfahrtmemorabilien der NASA aus der berühmten Sammlung des Museums. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums am 20. Juli findet im Museum ein Festival statt, das den "großen Schritt" der Menschheit mit einer Reihe von interaktiven Veranstaltungen feiert.  In der Stadt selbst wurde das berühmte Wahrzeichen Space Needle, das sich 184 Meter in den Himmel erstreckt, einem „360-Grad-Spacelift“ unterzogen. Besucher genießen von zwei Etagen mit raumhohen Glasfenstern aus unvergessliche Ausblicke – unter anderem durch den weltweit ersten und einzigen rotierenden Glasboden.

Huntsville, Alabama

Huntsville, genannt „Rocket City“, ist die Heimat des Marshall Space Flight Center, wo Wissenschaftler jene Raumfahrzeuge entwickelten, mit denen die Astronauten zum Mond reisten. Im Laufe des Jubiläumsjahres werden täglich die Mondlandungen im U.S. Space and Rocket Center, dem größten Weltraummuseum der Welt, nachgestellt. Höhepunkt ist es Guinness-Weltrekordversuch am 16. Juli:  An diesem Tag um 8 Uhr 32, der genauen Zeit, zu der die Raketen von Apollo 11 1969 gezündet wurden, lässt das Zentrum 5.000 Raketen in den Himmel starten. Im Anschluss erwartet die Besucher ein großes Straßenfest in der Innenstadt von Huntsville. Vor und nach dem Jubiläum locken das ganze Jahr über das US Space and Rocket Center, der Shuttle- und Raketenpark oder die Apollo-Ausstellung "When we went to the moon“.  Es verdeutlicht das Rennen um die Mondlandung („Space Race“) und ist bis Dezember 2019 zu sehen.

Weitere Informationen über Reisen in den USA unter www.visittheusa.de.

Inspiration finden Reisende zudem auf den offiziellen Social Media-Kanälen auf  FacebookTwitter und Instagram .


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Oktober 2019 / No 65

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