Bauer Herbert vom Thalerhof in Feldthurns/Südtirol hat sein Hobby zum Nebenberuf gemacht und bringt Laien das Schnitzen bei. Bauer Herbert vom Thalerhof in Feldthurns/Südtirol hat sein Hobby zum Nebenberuf gemacht und bringt Laien das Schnitzen bei. - © Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Sutera -
DAUN, 18.01.2016 - 13:55 Uhr
Kultur

Südtirols kreative Bauern

Neue „Roter Hahn“-Broschüre „Bäuerliches Handwerk 2016“

Winterzeit ist Handwerkszeit – besonders auf zahlreichen Höfen in Südtirol. Sobald die Felder brach liegen, kehrt Ruhe in den ländlichen Domizilen ein. Dann haben die Bauern endlich wieder Muße, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen und widmen sich beinah vergessenen Traditionen wie dem Schnitzen, Filzen oder Drechseln. Sollen ihre von Hand gefertigten Unikate die Marke „Roter Hahn“ tragen, müssen alle verwendeten Naturmaterialien ausschließlich direkt vom Hof stammen: Wolle von den eigenen Schafen, Holz aus dem Wald in Familienbesitz oder Eier aus dem Gänsestall hinterm Haus. In der neuen Gratis-Broschüre „Bäuerliches Handwerk 2016“ finden sich derzeit nur acht Landwirte im ganzen Land, welche die strengen Kriterien des Qualitätssiegels erfüllen. Wer den Bauern über die Schulter schauen, selbst mitwerkeln oder die Produkte beim Hersteller kaufen möchte, findet alle Infos unter www.roterhahn.it.

Einst entstanden aus regionalen Rohstoffen Arbeitsgeräte und Alltagskleidung, heute verwandeln die kreativen Bauern einen Holzblock zur Skulptur, ein Wollknäuel zur Filztasche oder Zweige zur Designerlampe. Vor allem in der weniger arbeitsintensiven Winterzeit freuen sich die Handwerker der Qualitätsmarke „Roter Hahn“ über Gäste. Karl Heinz Windegger vom Lahngut in Lana/Meraner Land zum Beispiel setzt auf Wunsch gern seine Drechselmaschine in Gang und demonstriert, wie aus einem Baumstamm eine harmonisch geformte Schale entsteht. Wer Beatrix Hohenegger auf dem Gamsegghof in Langtaufers/Vinschgau besucht, bekommt neben der Werkstatt der Künstlerin und ihren filigran verzierten Eiern auch deren Lieferanten zu sehen: sechs schnatternde Graugans-Damen. Und Herbert Kerschbaumer vom Thalerhof in Feldthurns/Eisacktal zeigt großen und kleinen Nachwuchs-Schnitzern nicht nur, wie er mit Hammer und Meißel hantiert, sondern veranstaltet obendrein regelmäßig Workshops mit ihnen.

 

 


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