- © Foto: Rafaela Pröll: Caroline Peters -
DAUN, 26.06.2020 - 15:47 Uhr
Kultur

Salzburger Festspiele 2020: Caroline Peters ist die Buhlschaft im „Jedermann“

Der 'Jedermann' begeht 2020 den 100. Geburtstag. Die vielfach ausgezeichnete Burgschauspielerin Caroline Peters ist die 'Jahrhundert-Buhlschaft' in Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel. In dieser Geschichte von Läuterung werden die letzten Begegnungen eines sterbenden Mannes erzählt, der um Erkenntnis und Einsicht ringt. Die Buhlschaft stellt das blühende Leben, die personifizierte Verführung dar - den Gegenpart zum sterbenden Mann. Für die Schauspielerin ist die Inszenierung in diesem Jahr zu Zeiten inmitten der Corona-Krise besonders reizvoll, sie sagt: 'Für mich liegt der Reiz des Jedermann-Abenteuers in der gesamten Geschichte. Dass seit 100 Jahren jedes Jahr Zuschauer dafür zusammenkommen, fasziniert mich. Dass Max Reinhardt 1920 etwas in Gang gesetzt hat, an dem ich heute direkt teilhaben kann, ist erstaunlich. Auch bin ich mir der Aktualität des Stoffes und der historischen Parallelen zur Pandemie der Spanischen Grippe (1918 - 1920) sehr bewusst. Es ist wie Stille Post: Ich höre ein Wispern von 1920, ich wiederhole das Gehörte und füge unwillkürlich etwas hinzu und flüstere das weiter. Ich bin gespannt, wie sehr uns das Verständnis der verwirrenden Gegenwart durch diese geschichtsträchtige Vergangenheit gelingt.'

Premiere: Samstag, 01. August 2020 um 21 Uhr.

Weitere Vorstellungen: 03. 06. 08. 10. 11. 13. 14. 17. 20. 22. 23. 24. und 26. August 2020

Über Caroline Peters

Caroline Peters wird schon während ihres letzten Studienjahres von Andrea Breth an die Berliner Schaubühne engagiert. Es folgen Engagements auf allen wichtigen deutschsprachigen Bühnen. Sie spielt an den Schauspielhäusern Hamburg, Köln und Zürich, an der Berliner Volksbühne sowie am Burgtheater in Wien, an dem sie seit 2004 Ensemblemitglied ist. Die Schauspielerin ist eine Meisterin des Timings. Mühelos wechselt sie von einfühlsamen Betrachtungen zu furiosen Auftritten. Das Feuilleton schätzt ihr besonderes und genaues Spiel, mit dem sie sich in ihren Rollen ausdrucksstark zwischen den Genres bewegt. Sie zeugen von einem ausgesprochenen Gefühl und einer sensiblen Intelligenz für die ambivalenten Beweggründe ihrer Charaktere. Ihre temporeichen, präsenten und klugen Abbilder menschlicher Motive machen sie zu einer gefragten Schauspielerin für Film und Theater und wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Ulrich-Wildgruber-Preis. Im Theater sind es die Zusammenarbeiten mit Barbara Frey, Dimiter Gotscheff, Karin Beier, Luc Bondy, Nicolas Stemann und René Pollesch, im Film die mit Adolf Winkelmann, Arne Feldhusen, Dieter Wedel und Isabel Kleefeld sowie ihre Hauptrolle in dem Zuschauer-Erfolg 'Mord mit Aussicht', die sie einem breiten Publikum nahebringen. Caroline Peters wurde mit dem Deutschen Schauspielerpreis 2016 als 'Beste Schauspielerin in einer komödiantischen Rolle' und  2018 für ihre herausragende, schauspielerische Leistung mit dem renommierten Nestroy-Preis geehrt. Sie ist und von der renommierten Fachzeitschrift Theater heute als 'Theaterschauspielerin 2016' und 'Theaterschauspielerin 2018' ausgezeichnet worden.


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