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DAUN, 05.08.2022 - 08:56 Uhr
Kultur

Studie: Deutsche Frauen schätzen die Natur, Männer wünschen sich Reisen und Gastronomie

Die Frage danach, wie wir heutzutage leben wollen, ist vielschichtig und Antworten gibt es viele: Die Menschen in Deutschland sehnen sich nach mehr Kultur- und Gastronomieangeboten, Städtern fehlt das soziale Miteinander und gerade jungen Menschen ist ein nachhaltiger Lebensstil besonders wichtig. Aber was sind heutzutage die Gründe für das Leben in der Stadt? Welche Aspekte des Landlebens fehlen? Und was wünschen sich Frauen und Männer dabei insbesondere? Diese Fragen beantwortet die diesjährige Quartiersstudie des Hamburger Projektentwicklers DC Developments.

Kurze Wege sind gefragt: 55,4% der Frauen und 52,7% der Männer in Deutschland ist es wichtig, dass ihr perfekter Wohnort fußläufig erreichbare Einkaufsmöglichkeiten bereitstellt. Auch über die Verfügbarkeit von Kitas und Schulen (26,4% & 26%), gemeinschaftlichen Orten (24,4% & 23,8%) oder kulturellen Angeboten (15,6% & 15%) herrscht dabei im Wesentlichen Einigkeit. Bei der Gastronomie ist die Diskrepanz hingegen größer: Während sich 37,5% der Frauen Gastronomieangebote von ihrem perfekten Wohnort wünschen, sind es bei den Männern mit 47,1% knapp 10% mehr. Frauen hingegen zeigen gegenüber Männern eine größere Naturverbundenheit, 61,7% von ihnen Wünschen sich Parks oder Wälder, während dies Männern mit 55,4% weniger wichtig ist.

Neben gastronomischen Angeboten fehlen den Befragten vor allem kulturelle Angebote, die von 22,5% der Frauen und 23,7% der Männer genannt werden. Auch Kursangebote wie Tanzkurse oder Yoga sind gefragt, fehlen jedoch wesentlich mehr Frauen (14,7%) als Männern (5,3%) an ihrem aktuellen Wohnort.

Bei der Frage danach, welche Aspekte eines Dorfes den Städter*innen in der Regel fehlt, zeigt sich ebenfalls, dass Frauen der umweltbewusste Umgang mit der Natur (49,7%) und das Leben mit Tieren (23,5%) wesentlich wichtiger als den Männern ist (43,8% & 13,7%). Männer sehnen sich derweil mit 53,9% vor allem den sozialen Zusammenhalt in Dörfern herbei, bei den Frauen tun das nicht ganz so viele (49,9%).

Umgekehrt schätzen die Menschen auf dem Land vor allem die hohe Frequenz des öffentlichen Nahverkehrs (67,9% & 63,6%) und die fußläufig erreichbaren Läden (48% & 45,9%). Dabei gefällt den Männern vor allem das große gastronomische Angebot (43,1%), während Frauen diesen Aspekt etwas seltener nennen (35,4%). Die umfangreichen Bildungsangebote aus den Städten wünschen sich hingegen mehr Frauen (29,2%), den Männern ist dies weniger wichtig (24,4%).

Frauen sind im Alltag nachhaltiger

Ein nachhaltiges Umfeld und umweltfreundliches Handeln im Alltag ist vielen, gerade jungen, Menschen sehr wichtig. Die Quartiersstudie 2022 greift diese Aspekte aus. Im Vergleich zeigt sich dabei, dass für Frauen die Mülltrennung und -vermeidung 63,1% und große Grünflächen (67,5%) bei einem nachhaltigen Wohnort zu den Mindestanforderungen zählen. Männern messen beidem mit 56,5% und 58,7% etwas weniger Bedeutung bei. Einig sind sich große Teile der Männer und Frauen dabei, dass der Einsatz erneuerbarer Energien und umweltfreundlicher Mobilitätskonzepte ebenfalls dazu gehört. Ersterem geben 56,2% der Frauen und 56,2% der Männer an, während zweiteres 46,5% der Frauen und 43,9% der Männer angeben.

45,9% der Frauen und 41% der Männer fällt es außerdem schwer, im Alltag Mobilität und Umweltfreundlichkeit unter einen Hut zu bringen. Diskrepanzen zeigen sich hier indes beim Kleidungskauf, der für 19,9% der Frauen gegenüber 15% der Männer nur schwer umweltfreundlich zu gestalten ist. Männer hingegen tun sich hier beim Aspekt des Reisens schwerer, hier sind es 29,3% gegenüber 25,7% der Frauen.

Generell fällt Frauen das umweltfreundliche Handeln im Alltag dennoch leichter: Während beim Energieverbrauch mit 55,7% der Männer und 54,8% der Frauen noch ähnlich stark auf Umweltfreundlichkeit geachtet wird, stellen sich Frauen in den Bereichen Mülltrennung mit 79,1% gegenüber 63,6%, Wasserverbrauch mit 43,4% gegenüber 38,7% und Einkauf mit 36,1% gegenüber 26,7% wesentlich geschickter an.

 


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