Die architektonische Qualität des Kragstuhlmuseums zeigt sich in seiner räumlichen Bewegung. Wer durch die Sammlung wandert, erlebt die umgebende Landschaft durch die veränderten Perspektiven je nach Jahreszeit immer wieder neu und anders. Die architektonische Qualität des Kragstuhlmuseums zeigt sich in seiner räumlichen Bewegung. Wer durch die Sammlung wandert, erlebt die umgebende Landschaft durch die veränderten Perspektiven je nach Jahreszeit immer wieder neu und anders. - © Foto: Sabrina Rothe -
DAUN, 12.07.2019 - 12:05 Uhr
Kultur

Tecta / BauhausNowhaus Ausstellung im neu eröffneten Kragstuhlmuseum

Das Tecta Kragstuhlmuseum ist ein Beispiel dafür, dass Museen mit ungewöhnlichen Designsammlungen auch in der Provinz bestehen können. Seit zwei Jahren umgebaut, jetzt neu eröffnet, erzählt es von der genialen Erfindung und Evolution des Kragstuhls und seinem Jahrhundert-Thema: der Kunst des Schwebens und des hinterbeinlosen Sitzens. Ganz so wie El Lissitzky, einer der maßgeblichen Gestalter der Moderne, unterstrichen hat: »Unsere Architektur rollt, schwimmt, fliegt. Es kommt das Schweben, Schwingen.«

Die lichte, gläserne Architektur des britischen Architekten Peter Smithson bildet den Rahmen dieses außergewöhnlichen Museums, das nicht nur 500 Exponate zur Designgeschichte des hinterbeinlosen Sitzens zeigt, sondern eine Verschmelzung zwischen Innen und Außen bildet. Einem angelegten Landschaftspark, der Tecta-Manufaktur und den drei Museumshallen, die durch einen Schienenstrang verbunden sind.

Bei aller Herkunft wird bei Tecta ebenso an der Zukunft geschmiedet – das zeigt Halle drei. Hier ist zu finden, womit sich das Unternehmen aktuell beschäftigt. © Sabrina RotheMedienstationen und iPad-Guides, Filme und Interviews machen die Geschichten hinter den Exponaten erlebbar. Persönliche Begegnungen, Recherchen und Entwicklungen mit den einzelnen Gestaltern; Freundschaften zu Nachfahren und Familien, die bis ins Heute währen. Ein außergewöhnliches Museum, das Einblicke in das Schaffen der großen Gestalter des letzten Jahrhunderts offenbart, die mit Tecta eng zusammengearbeitet haben – von Walter Gropius, Marcel Breuer und Mart Stam bis zu Jean Prouvé.

Das Kragstuhlmuseum in Zahlen

Erste Fertigstellung: 2003 wurde die erste Ausstellungshalle des Tecta Kragstuhlmuseums eröffnet. 2004 folgte die Fertigstellung eines weiteren Abschnitts, 2007 wurde der dreiteilige Komplex abgeschlossen.

Umbau: Seit 2017 wird das Museum neu strukturiert, umgebaut und die Sammlung geordnet. Eröffnung ist im April 2019.

Exponate: Das Tecta Kragstuhlmuseum hält rund 500 Exponate bereit, 350 von ihnen werden gezeigt.

Besondere Exponate: Einer der ersten Prototypen des Wassily Sessels aus Dessau.

Einbli target="_blank">FILM - Eröffnung der neuen Ausstellung im Tecta Kragstuhlmuseum


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