Der Tecta-Stand auf dem Salone del Mobile 2019. Der Tecta-Stand auf dem Salone del Mobile 2019. - © Foto: Studio für Gestaltung -
DAUN, 23.08.2019 - 14:36 Uhr
Kultur

Tecta: Ein neuer Stuhl fürs Esszimmer

„Der F51 versinnbildlicht für mich das Bauhausmöbel schlechthin. Die Silhouette und die Ausstrahlung dieses Sessels wollte ich in einen Stuhl transferieren.“ Martin Hirth begann im Sommer 2017 einen Stuhl zu entwickeln, dem er einen neuen, eigenständigen Charakter verlieh. Der D8P gibt eine Antwort auf den Wunsch nach bequemem, längeren Sitzen - ein Polstersessel für den Tisch.

„Für den Stuhlentwurf wurden fast ausschließlich geometrische Grundformen verwendet“, beschreibt der Designer. Charakteristisch für das Möbel sind die Verbindungen aller Disziplinen bei Konstruktion und Herstellung, die Einbindung des Handwerks und die Rationalität bei der Verwendung von Materialien – also die grundlegenden Tugenden des Bauhauses. „Auch der Aspekt der visuellen Nachhaltigkeit, den das Bauhaus auszeichnet, greift das Möbel auf. In diese Gedankengänge versuche ich den Stuhl einzureihen. Ein Produkt das Bestand hat und keine Modeerscheinung sein soll“, so Hirth.

Eingesetzt werden kann der D8P als komfortabler Esszimmer-Stuhl sowohl im Privat- als auch im Restaurantbereich. Dabei schafft das Möbel den Spagat zwischen Minimalismus und Opulenz. Martin Hirth: „Ich versuche Produkte so zu gestalten, dass sie neben Ihren funktionalen Werten auch emotionale Werte haben. Sie müssen charmant sein.“

Vita:

Martin Hirth wurde 1987 in Horb im Schwarzwald geboren und zog später nach Offenbach am Main, um an der Hochschule für Gestaltung Produktdesign zu studieren. Während des Studiums arbeitete Hirth bereits als selbstständiger Designer sowie als Assistent von Sebastian Herkner. Nach zahlreichen Auszeichnungen und Ausstellungen auf den wichtigsten Messen der Branche, graduierte er 2014. Seither entwirft Hirth Produkte für international renommierte Marken. Seine Produkte zeichnen sich durch formale Leichtigkeit und konzeptionelle Strenge aus. Sie sind charmant und nicht zuletzt nachhaltig – in visueller wie materieller Weise.

Auszug aus dem Interview mit Martin Hirth:

Was war die Inspirationsquelle für das neue Möbel?

Martin Hirth: Ich denke, es war weniger eine Inspirationsquelle, mehr ein Vorbild: der F51, der Direktorenzimmer-Sessel von Gropius. Er versinnbildlicht für mich das Bauhausmöbel schlechthin. Silhouette und Ausstrahlung des Sessels wollte ich in einen Stuhl transferieren.

Wo wohnt dem Stuhl der gestalterische Ansatz des Bauhauses besonders inne – bei welchem Detail oder Konstruktionsgedanken?

Martin Hirth: In vielen verschiedenen Ebenen, gerade wenn man mit so einer traditionsbesetzten Firma wie Tecta zusammenarbeitet. Zum einen ist der Ansatz ein sehr plakativer, so wurden fast ausschließlich geometrische Grundformen verwendet. Zum anderen ist es die Verbindung aller Disziplinen, insbesondere der des Handwerks und zugleich eine gewisse Rationalität bei der Verwendung der Materialien. Auch hat sich der Aspekt der visuellen Nachhaltigkeit, den das Bauhaus über die letzten 100 Jahre bewiesen hat, behauptet. In diesen Gedanken versuchte ich den Stuhl einzureihen. Ein Produkt das Bestand hat – und keine kurze Modeerscheinung sein soll.

Für welchen Einsatz ist der Stuhl gedacht?

Martin Hirth: Als Esszimmerstuhl – die Qualität des Stuhles besteht aber darin, dass er sowohl im Privaten als auch im Restaurant eingesetzt werden kann. Für ein Interior-Projekt, das ich aktuell gestalte, sind bereits acht Exemplare eingeplant. Auf Wunsch der Hausherren stehen sechs klassisch am Esstisch, zwei besetzen das Homeoffice. Bei Bedarf kann die Tafel erweitert und die Stühle aus dem Büro dazu geholt werden. Wie man sieht, ist er als Esszimmerstuhl konzipiert aber universell einsetzbar.


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