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DAUN, 05.01.2017 - 16:18 Uhr
Kultur

Trotz Schnee und Eis sicher durch den Winter

(dpa/tmn) - In weiten Teilen Deutschlands verwandeln Schneeflocken Straßen und Gehwege in weiße Winterlandschaften. Vor allem die Wintersportler freut es: Endlich liegt genug Schnee, um richtig Skifahren oder Snowboarden zu können. Doch das Winterwetter hat auch seine Tücken. Schon bei zwei bis drei Grad über dem Gefrierpunkt können die Gehwege und Fahrbahnen glatt sein, warnt der ADAC.

Ist die Straße rutschig, sollten Autofahrer ihre Fahrweise entsprechend anpassen. Der Bremsweg verlängert sich bei glatter Fahrbahn trotz ABS, ESP und Winterreifen enorm. Deshalb müssen Autofahrer langsamer und vorausschauender fahren - „das ist das Wichtigste“, sagt Diana Sprung vom ADAC. Außerdem gilt: sanft bremsen. Bei Glätte kann ein starker Tritt auf die Bremse das Auto nämlich ausbrechen lassen.

Viele Autofahrer nutzten die Motorbremse, um ihr Auto ein wenig abzubremsen. Auf rutschiger Straße lassen sie das aber besser sein. „Die plötzlichen Drehzahlsprünge können die Räder blockieren lassen“, erklärt Sprung. Dann rutscht das Auto unkontrolliert. Es kommt zudem vor, dass die Reifen beim Anfahren keinen Grip bekommen und durchdrehen. Damit das Auto vom Fleck kommt, kann es helfen, im zweiten Gang anzufahren. Grundsätzlich sollte das Auto vor der Fahrt von Schnee und Eis befreit werden. „Ein kleines Guckloch in der Frontscheibe reicht nicht“, stellt Sprung klar.

Aber auch wer kein Auto fährt, sollte nicht unvorbereitet nach draußen gehen. Der Weg zum Beispiel zum Bus kann bei Glatteis zur Rutschpartie werden. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) rät, sich so fortzubewegen wie ein Pinguin: das Gewicht über das vordere Bein schieben und mit ganzer Sohle auftreten. Dabei zeigt der auftretende Fuß leicht nach außen. Diese Haltung sieht vielleicht etwas merkwürdig aus, stabilisiert aber den Körper.

Wenn der Untergrund spiegelglatt ist, raten die Orthopäden vor allem Senioren zudem, sich bei einer anderen Person unterzuhaken oder an einer Hauswand entlang zu gehen. Menschen, die im Büro elegante Schuhe tragen müssen, sollten diese erst dort anziehen. Draußen geben Schuhe, deren Sohle ein Profil hat, deutlich besseren Halt. Winterschuhe ohne Profil kann man mit Anti-Rutsch-Sohlen aufrüsten. Das Fahrrad sollte bei Glätte unbedingt zu Hause bleiben. Beim Bremsen rutscht es auf glitschigem oder glattem Untergrund schnell weg.

Vielen Wintersportlern kann es gar nicht genug schneien. Sie sollten sich aber vor einem Ausflug in die Berge über die aktuelle Lawinengefahr in der jeweiligen Region informieren. Der Deutsche Alpenverein bietet auf seiner Internetseite eine Übersicht über alle Lawinenwarndienste im Alpenraum, die auch per Telefon zu erreichen sind. Tonbandansagen informieren dann über die Lawinengefahr.


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Juni 2017 / No 37

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