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DAUN, 30.09.2022 - 09:28 Uhr
Touristik

50 Jahre Tourismus Malediven - zum goldenen Jubiläum rückt das ferne Traumziel ganz nah

Im Oktober vor genau 50 Jahren lockte Kurumba als allererstes privates Inselresort mit maledivisch-tropischem Urlaubs- und Lebensgefühl Touristen in die Republik im indischen Ozean. Die Zeit ist mehr als reif für einen Rückblick – und einen Besuch im Inselparadies.

Robinson Crusoe Feeling, türkisblaues Meer, schneeweiße Sandstrände, kristallklares Wasser, Tauchgänge in Korallengärten, bunte Unterwassersafaris, üppig-grünes Hinterland, Sonnen-untergänge unter Palmen, Romantik und Exotik pur – kurzum, fantastischer könnten die Kommentare über einen Tropen-Urlaub im wunderschönen Inselparadieses der Malediven nicht sein. Diese und weit mehr „erntet“ das 1972 errichtete Kurumba Resort. Verdient! Denn längst ist es als allererstes privates Touristen-Resort zum Tor, aber auch zur Ikone der Tourismusindustrie der Malediven geworden.

Kaum zu glauben, aber vor 50 Jahren war die abgelegene Inselgruppe der Malediven nur von Fischern bewohnt. Es gab ein paar wenige Fahrzeuge, keine befestigten Straßen, die Inseln waren isoliert und der Außenwelt unbekannt. Nur über eine kleine, von Freiwilligen errichtete Landebahn auf der Insel Hulhulé – heute Standort des internationalen Flughafens der Hauptstadt Malé – landeten unregelmäßig kleinere Flugzeuge. „Damals hatten wir auf den Malediven nichts, gar nichts“, erinnert sich Mohamed Umar Maniku, Universal Resorts Management Chairman und Vorsitzender von Universal Enterprises, einem führenden Hotel- und Tourismusunternehmen auf den Malediven. „Keine Banken, kein Flughafen, keine Telefone, nur Amateurfunk oder Morsecode-Kontakt mit Colombo. Und namhafte Experten sagten uns, dass hier der Tourismus niemals erfolgreich sein würde. Es gab ja keinerlei Einrichtungen und null Infrastruktur."

Als allerdings Anfang der 70er Jahre George Corbin, Besitzer eines italienischen Reisebüros, in Colombo auf der Suche nach unberührten Inseln für seine schwimm-, angel- und sonnenfreudigen Kunden war und Ahmed Naseem kennenlernte, einen jungen Mitarbeiter der maledivischen Botschaft und später Außenminister, sollte alles anders kommen. Gemeinsam reisten die beiden 1971 per Frachtschiff nach Malé – Corbin war hellauf begeistert. Schon im Februar 1972 kehrte er mit Touristen, hauptsächlich Journalisten und Fotografen, auf das idyllische Archipel der Malediven zurück. Gewohnt wurde in drei unterschiedlichen Unterkünften, eine davon gehörte dem Beamten Maniku. Corbin versprach, noch mehr Touristen zu bringen, wenn es eine passende Unterkunft für seine Kunden gäbe. So schlossen sich voller Enthusiasmus Maniku und sein Freund Hussain Afeef – heute ein erfolgreicher Tour-Operator und Besitzer einiger Malediven-Resorts – mit dem Pächter von Vihamanaafushi zusammen. Die damals unbewohnte Kokosnussplantage auf einer Insel lag recht praktisch in der Nähe zur Landebahn und zur Hauptstadt und sollte Heimat des ersten Gästeresorts der Malediven werden. Erreicht wurde das Palmeneiland nur per Boot, nicht einmal einen Landesteg gab es zu Beginn. So mussten die Gäste – zu Beginn Rucksacktouristen auf der Suche nach Sand, Meer und Sonne – durch die Brandung waten. Doch Corbin brachte finanzielle Mittel, Maniku und seine jungen maledivischen Freunde bauten. Bald luden 30 Zimmer mit Korallenstein-Wänden, Kokosholz, Palmenstroh, Brackwasserdusche und -toilette, einfachen Möbel und Strandzugang zum exotischen Traumurlaub ein. Gegessen wurde in einer Kantine und bei Barbecues am Strand. Offiziell eröffnet wurde die Ferienanlage am 3. Oktober 1972, ihr Name „Kurumba Village“ bezeichnet das Dhivehi-Wort für Kokosnuss, und für den Rest des Jahres war sie sofort ausgebucht. Afeef wurde Manager und Maniku sowie eine Handvoll weiterer Gründungsmitglieder kümmerten sich fortan um etwa 60 Gäste pro Monat. „Wir wussten nichts über Tourismus", erzählt Maniku, der als Koch, Gärtner und Zimmerjunge so gut wie alles selbst machte. „Doch die Urlauber halfen uns dabei, alles richtig anzuschieben. Weil wir ihnen zugehört haben und auf ihre Bedürfnisse eingegangen sind. Sie wollten Einfachheit in einer natürlichen Umgebung. Unser Glück, denn genau das konnten wir ihnen bieten und uns auch leisten."

Nach dem Ausbau des Flughafens für Langstreckenflüge wurde Kurumba schließlich zu einem richtigen tropischen Dorf ausgebaut. Allerdings mit viel Komfort wie etwa frischem Wasser, Klimaanlage, dazu Restaurants mit internationalem Angebot. Im Jahr 2003 wurde „Kurumba Village“ nochmal an die Anforderungen des 21. Jahrhunderts angepasst und fortan modernisiert. Heute kommen in dieses feine Weltklasse-Paradies mit 180 Betten in allen Kategorien pro Monat über 10.000 Gäste. Bis zu 400 Mitarbeiter sind aktuell beschäftigt, einige sind seit über 30 Jahren dabei. Immerhin ist Kurumba als Ikone der Malediven, die für den Beginn der Tourismusindustrie im Land steht, für ihren herzlichen, freundlichen Service und die enorme Gastfreundschaft bekannt. Und auch Kurumba-Geschäftsführer Andrew Jansson betont: „Unser tolles Team steht hinter jedem denkwürdigen Gästeerlebnis, das in den letzten 50 Jahren stattgefunden hat. Und sie werden auch in den kommenden Jahren die treibende Kraft in diesem kultigen Resort sein. Kurumba nimmt in den Herzen vieler Gäste einen besonderen Platz ein. Dank unserer großartigen Einrichtungen und unserer Geschichte haben wir einen hohen Anteil an Stammgästen. So schaffen wir es, auch weiterhin neue Gäste aus der ganzen, immer kleiner werdenden Welt anzuziehen. Ohne das Herz und den Einsatz unseres einzigartigen Teams wäre dies gar nicht möglich!“


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