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DAUN, 11.09.2019 - 14:42 Uhr
Touristik

Eine saubere Sache: 5 Top-Tipps für klimaneutrales Camping

Camping wird immer beliebter - die Übernachtungszahlen haben allein in den letzten zehn Jahren um 70 Prozent zugenommen. Gemeinsam mit diesem Trend wächst auch das Bewusstsein der Menschen, die Ressourcen der Natur zu schonen und so die Umwelt zu schützen. Zwar überzeugt Camping bereits mit einer klimafreundlichen CO2-Bilanz und ist eine umweltschonende Alternative für Reisen mit Flugzeug oder Schiff, dennoch können Campingurlauber deutlich mehr tun, um ihre eigene Öko-Bilanz auf dem nächsten Ausflug zu verbessern. Das Team von PiNCAMP gibt Tipps, wie Camper noch nachhaltiger reisen können.

Das mobile Zuhause umweltbewusst steuern

Wer mit einem Wohnmobil oder Wohnwagen in den Urlaub fährt, legt in der Regel Hunderte von Kilometern zurück. Dabei wird bei der An- und Abreise ordentlich Sprit verbraucht. Wer sich aber die folgenden Tipps zu Herzen nimmt, kann den Kraftstoffverbrauch seines Fahrzeugs deutlich senken. Folgende Aspekte schonen nicht nur die Umwelt, sondern letztlich auch dein Reisebudget:

  • Höchstgeschwindigkeiten und Kurzstrecken vermeiden
  • Möglichst untertourig fahren und gewählte Geschwindigkeit halten
  • Bei Wartezeiten den Motor im Stand abschalten
  • Klimaanlage nur selten einsetzen
  • Unnötiges Gewicht im Fahrzeug vermeiden
  • Reifenwiderstand verringern durch einen optimalen Reifendruck

Energiebedarf verringern: Lass dich energiesparend erleuchten

Energie sparen ist ein wichtiges Thema für Camping-Urlauber: Das Teewasser mit dem Wasserkocher erhitzen, die Haare föhnen, seine geliebte TV-Sendung auch im Camper sehen oder das Grillgut auf dem elektrischen Grill zubereiten - sind all diese Dinge wirklich nötig, wenn du mit deinem Wohnwagen oder Wohnmobil unterwegs bist? Diese Frage solltest du dir ehrlich stellen, bevor du dein Fahrzeug für die Reise packst. Denn Fakt ist: Das sind alles Stromfresser. Wer nachhaltig campen will, sollte den Einsatz eines Fernsehers, eines elektrischen Grills, Heizlüfters & Co. möglichst auf ein Minimum reduzieren - und sicherlich kann man auf das ein oder andere Gerät auch komplett verzichten. So klappt's:

  • Elektronische Geräte komplett ausschalten und nicht im Stand-by-Betrieb laufen lassen
  • Mahlzeiten am besten mit dem bordeigenem Gas zubereiten
  • Energiesparende LED-Beleuchtung verwenden
  • Solaranlage installieren
  • Wasser sparen, wo es nur möglich ist

Plastikmüll-Falle Badezimmer: So pflegst du dich umweltschonend

Zahnpastatube, Reisezahnbürste, Cremetiegel oder Shampoo-Packung - die Mehrheit der Pflegeprodukte, die im Badezimmer stehen, sind in Plastik verpackt. Weniger ist mehr, heißt die Devise beim Packen für den Camping-Urlaub - und das nicht nur der Umwelt zu liebe, sondern auch, weil man Platz spart. Der Kulturbeutel muss schließlich nicht aus allen Nähten platzen. Die PiNCAMP-Produktvorschläge:

  • Waschlappen
  • Stück Seife
  • Festes Shampoo
  • Kokosöl statt Wattepads und Abschminktücher (kann man auch zum Kochen nutzen)
  • Bambus-Kamm
  • Bambus-Zahnbürste
  • Zahnpasta-Tabletten aus dem Glastiegel
  • Umweltfreundliches Toilettenpapier

Clevere Utensilien für eine Zero-Waste-Campingküche

Um auch in der Campingküche möglichst klimaneutral zu kochen, hilft der Einsatz einiger cleverer Utensilien. Statt der herkömmlichen Küchenhelfer und Kochgegenstände, kannst du dich für den nächsten Camping-Urlaub aus folgender Liste inspirieren lassen. Viele dieser Dinge können gleich für mehrere Funktionen genutzt werden, wie etwa Dosen oder Schraubgläser.

  • Langlebiges Geschirr und Besteck aus Edelstahl (1 Set pro Person)
  • 1 Topf aus Edelstahl
  • Edelstahldose
  • Schraubglas für Snacks, Mehl, etc.
  • Wiederbefüllbare Wasserflasche und/oder großer Wasserkanister
  • Servietten und Geschirrtücher aus Stoff (statt Papier)
  • Mokka-Kaffeekanne
  • Wiederverwendbarer Kaffeebecher
  • Strohhalme aus Edelstahl oder Glas
  • Gusseiserne Pfanne für Kochen und Braten unter freiem Himmel (statt Alufolie)
  • Umweltfreundliches Waschmittel
  • Auswaschbares Tuch oder Lappen (statt Küchenrolle)
  • Kompostierbare Bürste, zum Beispiel aus Bambus

Nachhaltig und köstlich: So genießt du gleich doppelt

Beim Camping schmeckt die Pasta doch am besten! Und damit man ohne Gewissensbisse schlemmen kann, hier noch ein paar Tipps für die Zubereitung der Mahlzeiten: darauf achten, dass die Lebensmittel aus regionaler oder lokaler Herstellung stammen. Fertigprodukte und andere Nahrungsmittel, die in unnötig viel Plastik verpackt sind, so gut es geht vermeiden. Wichtig: Reste verwerten, denn bereits gekochtes Essen lässt sich wunderbar zu einem zweiten Gericht verarbeiten. Lass dich von den nachfolgenden Tipps inspirieren:

  • Bereits länger geöffneten Wein zum Kochen verwenden
  • Suppen oder Soßen in Gläsern kühlen und als Basis für die nächste Suppe oder den Eintopf verwenden
  • Spaghetti vom Vortag in Soße aufwärmen oder in der Pfanne braten
  • Aus kaltem Kaffee einen leckeren Eiskaffee zaubern
  • Überreife Bananen für Smoothies und Milchshakes verarbeiten oder mit Haferflocken vermischen
  • Altes Obst (Äpfel, Birnen etc.): braune Stellen wegschneiden, im Topf mit Wasser und Honig erhitzen und zum Müsli dazugeben
  • Übrig gebliebene Kartoffeln: mit Essig, Öl und Mayonnaise als Kartoffelsalat genießen

Über PiNCAMP

PiNCAMP (www.pincamp.de) ist die digitale Campingplattform der ADAC SE. Das Portal listet alle Inhalte des ADAC und insgesamt mehr als 9.000 Campingplätze, 8.000 Reiseziele in ganz Europa sowie 30.000 Nutzerbewertungen. Diese Informationen vereint PiNCAMP zu einem inspirierenden Service- und Content-Angebot bestehend aus News, Reiseberichten, Interviews und Fahrzeug-Tipps. Zudem prüfen ADAC-Experten im Rahmen jährlicher, objektiver Inspektionen die Qualität der Campingplätze. Die Plattform finanziert sich u.a. über B2B-Services für Betreiber, Verbraucher nutzen PiNCAMP kostenfrei. Geleitet wird das Berliner Unternehmen von Tourismus- und Startup-Experte Uwe Frers.

 


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Oktober 2019 / No 65

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