- © Foto: Tourist Info Bad Hindelang -
DAUN, 05.12.2018 - 16:02 Uhr
Touristik

Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang läuft noch bis 9. Dezember

Hindelanger Weihnachtsdorf bietet Kunst, Musik und Theater

Im romantischen Bergdorf Bad Hindelang (Allgäu) ist Weihnachten ein menschliches Gefühl. Ein Gefühl aus Aufregung, Vorfreude, Sehnsucht und Erinnerung an die eigene Kindheit und die schönsten Familien-Tage und -Abende des Jahres. Der 17. Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang spricht die kindliche Seele an und zieht Besucher aus dem Bundesgebiet und nahen Ausland magisch an. Mehrere Zehntausend Besucher lassen sich jährlich vom Weihnachtsdorf in Bad Hindelang verzaubern, das die Gemeinde in eine Märchenwelt für alle Generationen verwandelt. Eine Märchenwelt mit echten Tieren und lebensgroßen Elfen, Engeln, Nussknackern und Zylindermännern. Ein mit Liebe zum Detail dekoriertes Weihnachtsdorf, in dem Aussteller in aufwändig dekorierten Hütten Kunsthandwerk anbieten, eine Krippenausstellung zu sehen und heimische Stubenmusik und Alphörner zu hören ist und in dem Kinder ihre Himmelspost im Schlosshof beim Rathaus persönlich an das Christkind übergeben.

„Wie Weihnachten geht – in Bad Hindelang sieht, riecht und spürt man es noch. Es beeindruckt mich jedes Jahr aufs Neue, wie sehr sich Kinder und vor allem Erwachsene für Weihnachten begeistern lassen in einer Zeit, in der viele Menschen meistens per Kurznachricht miteinander kommunizieren. Für dieses Jahr wünsche ich mir, dass Eltern und Kinder den Weihnachtszauber, den unsere stillen und heiligen Nächte auf dem Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang entfalten, im Handgepäck mit nach Hause nehmen und sich wieder bewusst werden, auf was es im Leben tatsächlich ankommt“, sagt Organisationsleiterin und Ideengeberin Brigitte Weber.

Der Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang ist eine Adaption der eigenen Weihnachts-Erinnerungen Webers: „An Weihnachten war in meiner Kindheit so vieles anders und so viel schöner als im gesamten Jahresverlauf zuvor und danach. Endlich hatte die Familie Zeit füreinander. Dieses unbeschreibliche Gefühl, das der Vorweihnachtszeit und den Feiertagen inne wohnt, habe ich sehr geliebt und gebe dieses Wohlbehagen gerne an andere weiter“, so Brigitte Weber. 

Auf dem Erlebnis-Weihnachtsmarkt Bad Hindelang, den das Christkind bei der Eröffnung am vergangenen Freitag mit einem Klick in ein Lichtermeer aus 200.000 Lämpchen tauchte, riecht es noch nach Bratapfel, Anis und Tannenbaum. In Bad Hindelang wird noch gesungen, gemalt, gebastelt und gewerkelt. Die Gemeinschaft in der Gemeinde ist bis in die hintersten Winkel der Hindelanger Seitenstraßen zu spüren. Mehr als 1.200 Personen helfen freiwillig mit, Bad Hindelang in ein Weihnachtsdorf zu verwandeln und die beliebten Umzüge vorzubereiten – jeweils freitags und sonntags ziehen 150 Märchenfiguren durch die Straßen.

Am „Türmchenmarkt“ und im Kurhaus erleben Kinder Kunst, Kultur und den Nikolaus, während Erwachsene die „Waldweihnacht“ am Bauernmarkt genießen. Beim Klausentreiben am Abend des 5./6. Dezembers pflegen verkleidete junge Burschen einen alten Brauch und vertreiben in den längsten Nächten des Jahres die bösen Wintergeister. Ein Adventsrätsel mit wertvollen Geschenken verspricht der große Adventskalender, der die Fenster des 1660 erbauten Rathauses verziert.

Emotionale Momente wird es 2018 auch auf der Theaterbühne im Kurhaus geben, das in insgesamt elf Aufführungen zum 6. Mal der alpenländischen Weihnachtsoper „Stille Nacht“ zeigt. Die musikalische Inszenierung des Weihnachtsliedes „Stille Nacht, Heilige Nacht“ steht 2018 unter dem Motto „Ein Lied wird 200 Jahre alt“. Das Weihnachtslied entstand 1818 in einer kleinen Dorfkirche in Oberndorf am Inn bei Salzburg (Österreich). Um für das Bühnenstück des weltweit bekanntesten und in mehr als 300 Sprachen übersetzten Weihnachtsliedes zu recherchieren, reiste Weber mehrfach zu den Wurzeln des Ursprungs nach Oberndorf.

Die Rollen in der Weihnachtsoper besetzen Kinder und Erwachsene aus der Allgäuer Region sowie professionelle Sänger und Schauspieler. Schöpfer des Bühnenstücks sind Ideengeberin Brigitte Weber, die zur Geschichte mit Handlung die Liedtexte schrieb, sowie die Münchner Komponisten Ludwig Thomas und Marco Hertenstein. Chorleiter und Musikalischer Leiter ist Ralf Ludewig, Gründer, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Münchner Knabenchores. Das Bühnenbild arrangiert Domenico Stago für „Stago-Casall Arts“.  Neu 2018: Zur Ouvertüre werden Sänger ihr Heimatland präsentieren. Eine musikalische Interpretation der Originalstrophen in Landessprache und in Kostüm oder Landestracht, die hervorheben soll, wie groß die weltweite Präsenz von Stille Nacht, Heilige Nacht 200 Jahre nach der Geburtsstunde geworden ist. Die Sänger kommen unter anderem aus Frankreich, Schottland und Vietnam. Das Weihnachtslied wird mittlerweile in mehreren Hundert Sprachen und Dialekten rund um den Globus gesungen.  


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