Am südtiroler Abschnitt von münchen-venezia bilden die Dolomiten die Fahrradkulisse. Am südtiroler Abschnitt von münchen-venezia bilden die Dolomiten die Fahrradkulisse. - © Foto: Frescura -
DAUN, 27.06.2022 - 14:17 Uhr
Touristik

Per Fahrrad auf den Spuren von Olympia

München feiert in diesem Jahr 50 Jahre Olympische Sommerspiele. Die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern ist aber nicht der einzige Etappenort entlang der münchen-venezia der olympische Geschichte geschrieben hat. Hinzu kommt, dass die münchen-venezia auch leicht umgekehrt befahren werden kann, also von Venedig nach München.

Die Route startet für diese sportlich-historische Reise in Venedig (Venezia). Sogar die Lagunenstadt kann auf eine Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2020 zurückblicken. Venedig stand in der Auswahl gegen Rom – verlor aber leider. Treviso, das damals für Radwettbewerbe vorgesehen war, liegt ebenfalls an der Route, bevor ein größerer Anstieg zur ersten Olympiastation von münchen-venezia führt:

Cortina war zum ersten Mal 1956 Gastgeber für die Olympischen Spiele und bereitet sich aktuell wieder vor, 2026 gemeinsam mit Mailand erneut die Winterspiele auszurichten. Zu besichtigen gibt es schon kurz vor Cortina das Stadio della Neve, wo teilweise die Langlaufbewerbe stattgefunden haben. Direkt im Ort befindet sich das Olympische Eisstadion (Stadio Olimpico del Ghiaccio), das Cortina Sliding Centre und die Skisprungschanze „Trampolino Olimpico Italia“. Größte Sehenswürdigkeit ist jedoch die Tofana-Gruppe der Dolomiten, Austragungsort der Skirennen.

„Gold“ liegt in der Luft

Nach der Besichtigung geht es weiter in Richtung Südtirol. Kurz vor Bruneck kann auf Höhe von Olang über einen kleinen Abstecher von 17 Kilometern dieIm Englischen Garten in München gilt es die Wettkampfstätten von 1972 mit dem Rad zu erkunden. © München Tourismus / Frank Stolle Wettkampfstätte für die Olympischen Bewerbe 2026 im Biathlon, in Antholz, besichtigt werden. Weiter geht es in Richtung Innsbruck über den Brennerpass. Innsbruck war 1976 Austragungsort der Olympischen Spiele. Auf Höhe von Pratsch kann man in Richtung Patscherkofel abbiegen, wo sich einst Franz Klammer seine legendäre Gold-Medaille holte. Bis zur Austragungsstätte der Alpin-Bewerbe sind es knappe 7 Kilometer. Wer kurz vor Innsbruck, genauer gesagt bei Natters, beim Kaiserdenkmal in Richtung Axamer Lizum abbiegt und hier ca. 14 km in die Berge fährt, kommt zur zweiten Austragungsstätte der Ski-Alpin Bewerbe.

Rollt man auf der Strecke gemütlich weiter nach Innsbruck, fährt man an Igls vorbei, wo der nächste Abstecher gemacht werden kann. Hier befindet sich die Kunsteisbahn Igls, wo die Bob- und Rodelwettbewerbe stattgefunden haben. Im Stadtgebiet sind die Austragungsorte Bergisel Schanze die Großschanze für die Skisprungbewerbe, das Olympia-Eisstadion für die Eisschnelllauf-Wettbewerbe und die Olympia- bzw. Messehalle, in der die Eishockey Bewerbe ausgetragen wurden, zu besichtigen.

Möchte man zusätzlich die Olympiaregion Seefeld besuchen, bietet sich ein weiterer Abstecher für ca. 25 km dem Innradweg folgend Richtung Landeck an. Hier fanden die Wettkämpfe in den Disziplinen Springen auf der Normalschanze, Skilanglauf, Nordische Kombination und Biathlon statt.

Lässt man Innsbruck und die Spiele 1976 hinter sich, radelt man weiter, zuerst am Inn entlang, dann beim Achensee vorbei in Richtung Bad Tölz. Diese Variante der münchen-venezia führt am Austragungsort für das olympische Mannschaftszeitfahren vorbei. Hier wurde kurzerhand die A 95 zwischen München und dem Autobahnkreuz Starnberg vorübergehend gesperrt, um die Rennstrecke zur Verfügung zu haben.

München feiert Jubiläum

In München selbst kann man dann eine Vielzahl an Sportstätten von den Sommerspielen 1972 besichtigen. Vom Olympiastadion, der Olympiahalle im Olympiapark, das alte Münchener Messegelände, im Englischen Garten die Wettkampfstätten, das Reitstadion in Trudering-Riem, die Rudi Sedlmayer Halle, Hochbrück Schießanlage, Im Englischen Garten in München gilt es die Wettkampfstätten von 1972 mit dem Rad zu erkunden. © München Tourismus / Frank Stolledas Dantebad bis zu den Wettkampfstätten in Oberschleißheim. Ein denkwürdiger Stopp ist natürlich das Olympische Dorf, wo es auch die Gedenkstätte zum Attentat von 1972 gibt.

Zu den Austragungsorten der Spiele in München gibt es von der Stadt München im heurigen Jubiläumsjahr eine geführte Tour, Tipps was man auf den Spuren von den Olympischen Spielen in München unternehmen kann und ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Über die Fernradroute münchen-venzia: Drei Länder, drei Klimazonen und alpin-mediterrane Lebenswelten

Der Fernradweg münchen-venezia verbindet Deutschlands südlichste Metropole mit Italiens Lagunen-Perle an der Adria. Er ist die genussvollste Alpenüberquerung, mit spektakulären Landschaftserlebnissen, kulinarischen Highlights und eine Reise durch 3 Klimazonen und 5 Erlebniswelten. Die 560 Kilometer lange Verbindung ist in beide Richtungen befahrbar, mit ca. denselben Höhenmetern. Bereist ist die münchen-venezia richtig, wenn beide Richtungen erradelt sind.

Gefahren wird auf bestehenden Radwegen, wie etwa auf Teilen des Innradweges. Dazu kommen weitere Radrouten und kleine Nebenstraßen, nicht nur durch mondäne Metropolen wie München, Innsbruck und Venedig. Mit allen Sinnen erlebt und erfahren werden vor allem wunderschöne Tourismusregionen mit romantischen Kleinstädten wie Bad Tölz, Schwaz, Brixen oder Treviso.

Zu den herausragenden Naturschönheiten gehören neben dem auch geografischen Routenhöhepunkt, dem UNESCO Weltnaturerbe Dolomiten in der Region Südtirol, etwa die bayerischen Seen Tegernsee und der Sylvensteinspeicher, der Tiroler Achensee und der Wildfluss Isar. Herrliche Bike-Erlebnisse bieten zudem die Seitentäler des Tiroler Wipptals, das von den Dolomiten umrahmte Cadoretal, dazu der Lago di Santa Croce und schließlich die Adria. Dazu locken die vielen Burgen, Schlösser und Ausflugsziele am Wegesrand, ebenso wie die Dogenpaläste und Kanäle der malerischen Lagunen- und UNESCO Weltkulturerbe Stadt Venedig.

Gesorgt ist entlang der gesamten Strecke, mit insgesamt gerade mal 3.000 Höhenmetern im Anstieg, für beste Anbindungen an Bus und Bahn. Service rund um das Rad leisten vielerorts radfreundliche Gastgeber.

 


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