DAUN, 19.08.2015 - 15:36 Uhr
Touristik

"James, hol’ schon mal die Skier”- Episoden aus dem Leben eines Ski-Butlers

Wenn für die Gäste des The Chedi Andermatt im Herzen der Schweizer Alpen ein langer und anstrengender Ski-Tag zu Ende geht, fängt ihre Arbeit erst an. Die Ski-Butler des Luxushotels haben, verglichen mit Hotelangestellten auf der ganzen Welt, eine der ausgefallensten Tätigkeiten. Sie verwahren und pflegen die Skiutensilien der Gäste, bringen sie in der Nacht wieder auf Vordermann, kennen die besten Skitouren und wärmen am Morgen sogar noch die Skischuhe auf, damit einem einmaligen Skierlebnis nichts im Wege steht.

Mit den fachmännisch präparierten Skiern können die Gäste dann die beliebten Skigebiete Andermatt und Sedrun erkunden, die in naher Zukunft zur SkiArena Andermatt-Sedrun zusammengeführt werden. Die geplante Verbindung der beiden Skigebiete fand mit dem Spatenstich für die erste verbindende Sesselbahn am 10. Juli diesen Jahres einen positiven Abschluss. Das Gesamtprojekt der Skigebieteverbindung umfasst die Modernisierung und den Bau von insgesamt 14 Transportanlagen in zwei Etappen. Die neue Skiarena soll nach Fertigstellung mehr als 120 Pistenkilometer mit hochmodernen Liften und Gondeln umfassen. Die SkiArena Andermatt-Sedrun wird damit zum größten Skigebiet der Zentralschweiz  und dank der Vielfältigkeit und Schneesicherheit zu einem der attraktivsten des ganzen Landes.

Anlässlich des Spatenstichs der neuen SkiArena Andermatt-Sedrun verrät Ski-Butler Eric, der privat mit großer Leidenschaft auf Andermatts Pisten für Freeride-Wettbewerbe trainiert, mehr über seinen ungewöhnlichen Beruf.

Wie wird man Ski-Butler im The Chedi Andermatt?

Für mich persönlich war es eine Chance, meine Passion mit einer beruflichen Aufgabe zu verbinden. Grundsätzlich sollte man ansonsten eine gewisse Leidenschaft zum Schneesport mitbringen, zudem sind Vorkenntnisse über das Material sicher von Vorteil.

Wie oft werden Sie auf Ihren außergewöhnlichen Job angesprochen?

Es gibt doch sehr viele neugierige Nachfragen. Gerade die Bezeichnung „Ski-Butler“ provoziert das ja auch. Viele können sich einfach nicht genau  vorstellen, was wirklich dahinter steckt. Aber ich kann sagen: mit weißen Handschuhen hat es relativ wenig zu tun und in meinem normalen Arbeitsalltag klingelt auch niemand mit der Glocke nach mir. Spaß beiseite - ich denke wir leisten einen unglaublichen Service, der so in Europa einzigartig ist. Und das Wichtigste ist, dass unsere Gäste durchweg zufrieden sind und unsere Arbeit sehr schätzen.

Was macht das Ski fahren in Andermatt so besonders?

Bei dem großen Angebot in Andermatt kommt wirklich jeder Skifahrer auf seine Kosten. Während die Beginner auf den Anfängerpisten nahe unseres Hotels ganz stressfrei üben können, bietet der Gemsstock erfahrenen Skifahrern tolle Freeride-Möglichkeiten. Darüber hinaus verbringen besonders Familien ihren Skitag gerne in Sedrun. Im Zusammenspiel mit der wunderschönen Landschaft und dem besonderen Charisma ist Andermatt für Skifahrer einfach etwas Einmaliges. Besonders freue ich mich, dass durch die neue Verbindung der beiden Skigebiete zahlreiche zusätzliche Pistenkilometer bequem erreicht werden können.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Job als Ski-Butler am Besten?

Ich liebe einfach den Kontakt und den Austausch mit begeisterten Skifahrern oder auch denen, die es einmal werden wollen. Uns Wintersportler verbindet eine gemeinsame Leidenschaft. Und dementsprechend fühlt es sich gut an, wenn ich den Gästen helfen kann, einen wunderbaren Skiurlaub in Andermatt zu erleben.

Was erwartet die Skier, Snowboards und Skischuhe nachdem sie bei Ihnen abgegeben worden sind?

Zum einen werden sie erst einmal getrocknet sowie sicher und warm verstaut. Bei jedem dieser Schritte wird das Material auf Herz und Nieren geprüft. Zum anderen werden in kürzeren Intervallen die Skier immer wieder neu präpariert – also Kanten und Beläge werden geschliffen und natürlich werden die Ski auch gewachst. Somit gewährleisten wir nicht nur einen guten Service, sondern sind uns auch sicher, dass unsere Gäste den größtmöglichen Spaß mit ihrem Sportgerät haben.

Was ist die Idealtemperatur für aufgewärmte Skischuhe?

Das ist sicher bei jedem anders. Der Hauptfokus für uns als Ski-Butler besteht darin, dass die Skischuhe über Nacht getrocknet und desinfiziert werden. Es gibt wohl nichts Schlimmeres, als am nächsten Morgen in feuchte Schuhe einzusteigen. Sind die Schuhe beim Anziehen sogar noch vorgewärmt, freuen sich unsere Gäste in der Regel sehr.

Wie viele Skier und Snowboards verwahren und behandeln Sie durchschnittlich?

In der Hochsaison haben wir ca. 160-200 Ausrüstungen in der Vermietung und Betreuung. Das entspricht in Spitzenzeiten 70-80% unserer Gäste, die wirklich sehr sportlich unterwegs sind.

Pflegen Sie Ihre eigenen Skier privat genauso sorgsam, wie die der Gäste?

Ehrlich gesagt versuche ich das schon. Durch meine langjährige Erfahrung weiß ich ja, dass ich mich im Grenzbereich auf mein Material verlassen muss. Aber ich denke, dass ich in den letzten Jahren schon etwas entspannter geworden bin.  Sollte ich dann doch mal einen Stein erwischen, wartet ja in der Garage noch das ein oder andere Ersatzpaar.

Das The Chedi Andermatt ist ein offizieller Partner von HEAD – Was halten Sie von der Skiausrüstung von HEAD?

Die Skiausrüstung, die wir den Gästen anbieten, genügt allerhöchsten Ansprüchen. HEAD ist in diesem Bereich führend auf dem Weltmarkt und wir sind stolz darauf, dass wir unsere Gäste mit hochqualitativen Skiern, Skischuhen und auch passender Kleidung versorgen können.

Wie oft werden Sie auf Ihren außergewöhnlichen Job angesprochen?

Es gibt doch sehr viele neugierige Nachfragen. Gerade die Bezeichnung „Ski-Butler“ provoziert das ja auch. Viele können sich einfach nicht genau  vorstellen, was wirklich dahinter steckt. Aber ich kann sagen: mit weißen Handschuhen hat es relativ wenig zu tun und in meinem normalen Arbeitsalltag klingelt auch niemand mit der Glocke nach mir. Spaß beiseite – ich denke wir leisten einen unglaublichen Service, der so in Europa einzigartig ist. Und das Wichtigste ist, dass unsere Gäste durchweg zufrieden sind und unsere Arbeit sehr schätzen.

 

 


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