Jochen Behle auf der Dorfloipe in Pertisau. Jochen Behle auf der Dorfloipe in Pertisau. - © Foto: Achensee Tourismus -
DAUN, 18.11.2019 - 14:26 Uhr
Touristik

Langlauf Ratgeber von Jochen Behle

1. Erstmal ankommen

Langlauf – der gesunde Wintersport für alle Altersgruppen – liegt voll im Trend. Jochen Behle, Weltcupsieger und erfolgreichster Trainer der bundesdeutschen Langlauf-Equipe, gibt in seinem Ratgeber Tipps zu dieser faszinierenden Sportart. Die legendäre Frage „Wo ist Behle?“ wird dabei endlich beantwortet: Behle hat sich als Kulisse für seinen Ratgeber, der auch auf Video zu sehen ist, die Vital & Sportregion Achensee in Tirol ausgesucht, eines der attraktivsten Langlauf-Paradiese der Alpenregion.

Sportliche und gesundheitsfördernde Aktivität und zugleich Entspannung und Erholung vom Alltag: das ist die unschlagbare Kombination, die der Langlauf bietet. Deshalb ist Stress auch völlig deplatziert, wenn man sich für die Loipe entschieden hat. In der atemberaubenden Berg- und Seekulisse der Achensee-Region empfiehlt Jochen Behle, erst einmal in Ruhe anzukommen und sich nicht sofort auf die Bretter zu stürzen.

Zuerst sollte man „runterkommen“ meint der erfolgreiche Langläufer. Zum Beispiel bei einem Spaziergang, bei dem man zugleich die Umgebung erkunden und sich aklimatisieren kann. Gerade die winterliche Berglandschaft beruhigt und hilft Abstand vom Alltag zu gewinnen. Am Achensee zum Beispiel locken rund 150 Kilometer geräumte Wanderwege der unterschiedlichsten Art. Sei es eine anspruchsvolle Tour in die Karwendeltäler oder eine gemütliche Genusswanderung am See. Dieser lädt im Winter zwar nicht zum Baden ein, sondern ruht ganz still und damit beruhigend zwischen der atemberaubenden Bergkulisse des Rofan- und des Karwendelgebirges. Wasserfreuden kann man im Winter am Achensee dennoch in einem der zahlreichen Hotelschwimmbäder genießen. Oder aber im modernen „Atoll“, einer Wasser- und Wellnesslandschaft, die in Tirol ihresgleichen sucht. Auch hier kann man den perfekten Auftakt für den Langlauf-Urlaub genießen.

Zudem empfiehlt Jochen Behle, sich bereits zu Hause auf den Langlauf-Urlaub vorzubereiten. Am besten eignen sich hier die nordische Skigymnastik oder Nordic Walking. Dabei werden viele Muskeln trainiert, ebenso wie später beim Langlauf. Es gibt kaum eine Sportart, die sich so positiv auf den ganzen Körper auswirkt, wie das entspannte oder ganz nach Wunsch auch engagierte Gleiten durch den Schnee, sei es im klassischen Stil oder Skating.

2. Geschult in die Loipe

Geboren wurde der Langlauf eigentlich, als die Menschen feststellten, dass man mit Brettern, die man unter die Schuhe schnallt, schneller und leichter durch die Winterlandschaft kommt. Das hatte mit dem heutigen Langlauf natürlich noch nicht viel zu tun. Mit dem Aufkommen des Wintersports und der Verbesserung der Ausrüstung wurde das Skilaufen – und hier insbesondere der Langlauf – zu einem beliebten und vor allem gesunden Freizeitvergnügen.

Allerdings wird der vernünftige Anfänger sich nicht einfach Skier unter die Füße schnallen und loslaufen. Gerade auch beim Langlauf gibt es viele Tipps und Tricks, die den Sport zu einem wirklichen Erlebnis werden lassen und die zahlreichen gesundheitlichen Aspekte voll zur Geltung bringen. Es lohnt sich deshalb, einen Langlaufkurs zu besuchen und sich hier fit für die Loipe machen zu lassen, empfiehlt Jochen Behle.

In der Region Achensee gibt es nicht nur zahlreiche Skischulen, die entsprechende Kurse anbieten. Hier wurde auch das Standard-Lehrbuch für den Langlauf-Unterricht geschrieben, das heute noch die Grundlage für die Ausbildung in diesem Sport darstellt. Bei einem Besuch in Pertisau am Achensee informiert sich Jochen Behle in seinem Langlauf-Ratgeber in der Skischule von Christoph Leitner, dessen Vater Gustav diesen Lehrplan geschrieben hat, der seitdem immer wieder an neue methodische Erkenntnisse angepasst wird.

Zweifellos ist Langlauf kein komplizierter Sport und für jeden und jedes Alter leicht zu erlernen. Dennoch kann der Ungeübte hier manches falsch machen: bei der Ausrüstung, bei den Bewegungsabläufen, beim Wachsen der Ski. Und er kann bei den Kursen einiges lernen, zum Beispiel den Unterschied zwischen der klassischen Langlauf-Technik und der Skating-Technik.

Jochen Behle empfiehlt deshalb dem Anfänger einen Grundkurs, der nach einiger Zeit durch einen Fortgeschrittenen-Kurs perfekt ergänzt werden kann. Am Achensee gibt es zahlreiche Angebote in dieser Hinsicht, zudem wird in gesonderten Langlauf-Camps intensiv und kompakt die Erfahrung aus Jahrzehnten vermittelt. Im kommenden Winter bietet der Achensee hier noch ein besonderes Schmankerl an: Vom 30. Januar bis zum 2. Februar wird Jochen Behle selbst eines der Langlauf-Camps leiten. Infos dazu gibt es unter www.achensee.com im Internet.

3. Einzigartige Vielfalt

Kaum ein Sport bietet eine derartige Vielfalt wie der Langlauf. Man kann ihn von der Kindheit bis ins hohe Alter ausüben. Und man entscheidet selbst über die Intensität, mit der man diese faszinierende Sportart betreibt. Man muss kein Weltcupsieger und erfolgreichen Langlauf-Trainer wie Jochen Behle sein, um diese sportliche Betätigung genießen zu können. In seinem Ratgeber weist der Experte darauf hin, dass man ganz sanft anfangen und sich dann an seiner täglich spürbaren Leistungssteigerung erfreuen kann.

Gerade in einer abwechslungsreichen Landschaft wie der Sport & Vitalregion Achensee bieten sich die unterschiedlichen Möglichkeiten, je nach der eigenen körperlichen Verfassung und den individuellen Ansprüchen. Mehr als 200 Kilometer gespurte Langlauf-Loipen werden hier in unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden angeboten. Da kann man ruhig und entspannt eine Tour entlang des Achensees machen, der in der Wintersonne glitzert und seine stille Ruhe auf den Langläufer überträgt. Genauso kann man aber auch anspruchsvollere Touren wählen, etwa in die Karwendeltäler hinein, wo nicht nur eine atemberaubende Bergkulisse wartet, sondern auch manch gemütliche Almhütte zum Verschnaufen einlädt.

Das vielfältige Loipenangebot trägt zusätzlich zur Attraktivität des Sports bei. Langlaufen bedeutet auch, die unterschiedlichsten Naturkulissen kennenzulernen und jeden Tag Neues zu entdecken. Schließlich schläft die Natur im Winter keineswegs, wie allgemein vermutet. Da kann man Rehe bei der Futtersuche beobachten, Gämsen bei ihren halsbrecherischen Bergtouren erleben oder majestätische Adler am blauen Himmel kreisen sehen. Das gilt insbesondere für den einzigartigen Naturpark Karwendel, der am Achensee beginnt und eine der größten Steinadler-Populationen Europas vorweist.

Geradezu automatisch sorgt Langlauf auch für Vielfalt bei der Urlaubsgestaltung. Man gleitet nicht den ganzen Tag permanent durch die Loipe, zumal Jochen Behle auch empfiehlt, es mit dem Ehrgeiz nicht zu übertreiben. Am Achensee laden zum Beispiel zahlreiche Wellnesstempel zum Entspannen nach der Loipe ein. Zudem gibt es eine Vielzahl weiterer sportlicher Aktivitäten, die man hier ausüben kann. Das reicht vom Paragleiten, über Splitboard, Snowkiten, Tourengehen, Snowboarden oder klassischem Rodeln auf einer der sechs großen Rodelbahnen. Oder man lässt sich einfach mit dem Pferdeschlitten durch die bezaubernde Winterlandschaft fahren.

4. Gesünder geht’s kaum

Es gibt kaum eine Sportart, insbesondere im Winter, die gesünder ist als der Langlauf. Und es gibt kaum einen Sport, der sich gezielter auf die jeweilige individuelle Fitness und körperliche Verfassung einstellen lässt, wie das Gleiten in der Loipe. Für Jochen Behle steht fest: Wer den für sich persönlich perfekten und gesündesten Wintersport sucht, ist beim Langlauf genau an der richtigen Stelle.

Langlaufen beansprucht praktisch alle Körperfunktionen, stärkt Ausdauer, Fitness und das Wohlbefinden. Der bekannte Sportarzt Prof. Dr. med. Johannes M. Peil von der Sportklinik Bad Nauheim bringt es auf den Punkt: „Muskeln, Gelenke, Herz, Kreislauf und Lunge werden zugleich aktiviert und damit gestärkt“. Nahezu alle Muskelgruppen werden beim Langlauf trainiert, so Prof. Dr. Peil. Und es werden auch die koordinativen Fähigkeiten im Zusammenspiel von Armen und Beinen positiv beeinflusst. Bei der Vorbereitung auf den Langlauf-Urlaub empfiehlt Prof. Dr. Peil ebenso wie Jochen Behle vor allem Nordic Walking. Durch den Einsatz der Skistöcke wird zudem -gerade bei älteren Menschen – der Sturzgefahr vorgebeugt. Langlaufen so das Resümee des bekannten Sportarztes, ist einfach der perfekte Sport für jung und alt. Dass das Ganze auch noch wie am Achensee in einer frischen und klaren Bergluft passiert, erhöht den positiven Effekt besonders. Langlaufen - gesünder geht’s kaum.

Und es besteht keine Gefahr der Überbeanspruchung von Muskeln und Gelenken, so Jochen Behle, der als langjähriger und erfolgreichster Trainer des bundesdeutschen Langlauf-Teams über die entsprechende praktische Erfahrung verfügt. Jeder kann seine Aktivitäten beim Langlauf den persönlichen Bedürfnissen anpassen. Das gilt für die Auswahl der Loipe – einfach bis anspruchsvoll – ebenso, wie für die jeweilige Geschwindigkeit und Technik. Die gleitenden Bewegungen durch das weiche Gelände schult zum Beispiel die Gelenke, ohne sie zu überfordern. Dieses Training, das zugleich auch die Beweglichkeit verbessert und die Koordination der Bewegungsabläufe erhöht, wirkt sich nach dem Urlaub auch positiv im Alltag aus, so Jochen Behle.

Die wohltuende Bewegung in der Loipe hat aber nicht nur positive Effekte auf die körperliche Gesundheit. Bei kaum einer anderen Sportart kann man so schnell und so intensiv „runterkommen“, wie beim Langlauf. Das sanfte Gleiten durch eine verschneite Winterlandschaft in klarer Bergluft, der Blick auf ruhiges, glitzerndes Wasser wie am Achensee – das macht den Kopf frei für neue Gedanken. „Langlaufen ist auch eine Vitaminkur für das Gehirn und Balsam für die Seele,“ meint dazu Jochen Behle in seinem Ratgeber.

5. Individuelle Vielfalt

Stress ist ein Wort, das Langläufer nicht kennen. Sie entscheiden selbst über die Dauer und die Intensität, mit der sie ihren Sport ausüben. Dabei helfen zum Beispiel gern beratend die Mitarbeiter der vielen qualifizierten Langlauf-Beherbergungsbetriebe am Achensee. „Der Langlauf unterliegt im Prinzip keinerlei Zwängen“, meint dazu Jochen Behle. Man legt selbst fest, wo und wie man diesen Sport ausübt. Man braucht kein großes Equipment, keine langjährige Erfahrung, keine Hallen oder aufwändigen Sportgeräte. Und vor allem bindet die Sportart nicht den ganzen Tag, kennt keinen Wettbewerbsstress.

Die Tatsache, dass sich der Langlauf zeitlich ganz individuell auf die persönlichen Bedürfnisse einrichten lässt, macht den Weg frei für weitere Aktivitäten. Darauf haben sich auch zahlreiche Langlauf-Destinationen eingestellt, wie insbesondere die Sport & Vitalregion Achensee zeigt.

Nach dem Loipengenuss bietet sich hier eine große Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten, die den Urlaub zum Erlebnis werden lassen. Natürlich kann man weitere Wintersportarten betreiben – vom Alpinsport bis zum Snowboarden. Aber man kann auch die Seele baumeln lassen, etwa beim Wandern durch die verschneite Winterlandschaft. Dabei bietet die nicht alltägliche Kombination von See und Bergwelt besonders viele Anreize, jeden Tag gibt es neue Naturkulissen zu entdecken.

Den Tag kann man zum Beispiel mit einer Langlauf-Tour starten. Wobei Jochen Behle bei seinem Besuchen am Achensee eins positiv aufgefallen ist: Viele Loipen beginnen direkt vor dem jeweiligen Hoteleingang. Und nach der Tour kann man - falls man nicht andere sportliche Angebote nutzt – sich richtig verwöhnen lassen. Zum Beispiel in einem der zahlreichen Wellness-Hotels. Dabei muss man nicht unbedingt Hotelgast sein, viele Betriebe bieten auch Tageskarten für ihre Oasen an. Und selbstverständlich kann man am Achensee auch das neue öffentliche Wellnessparadies „Atoll“ direkt am See besuchen, das von der Wasser- und Saunalandschaft bis zur Kletterhalle auch im Winter alles bietet, was das Urlauberherz begehrt.

Für Achensee-Besucher hat Jochen Behle noch einen besonderen Tipp parat: Man sollte eine Anwendung mit „Tiroler Steinöl“ genießen, das nur in dieser Region in 1500 Metern Höhe aus dem Ölschiefer des Gebirges gewonnen wird. Seit über 100 Jahren wird dieses natürliche Heilmittel erfolgreich als Hautpflegeprodukt angewendet und zur Linderung von Gelenkentzündungen und rheumatischen Beschwerden eingesetzt.

Natürlich wird man beim Langlaufen auch so manches Pfund los. Jochen Behle empfiehlt aber, sich im Urlaub nicht zu kasteien. Perfekt wird der Tag schließlich auch mit einem genussvollen Essen. Am Achensee bieten viele Gastronomiebetriebe eine reiche Auswahl, von der traditionellen Tiroler Küche bis zur exklusiven Haubengastronomie. Eine Vielfalt, die auch hier jedem individuellen Wunsch erfüllt.


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Dezember 2019 / No 67

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