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DAUN, 15.05.2019 - 15:05 Uhr
Touristik

Spitzenwanderwege in Deutschland 2019

Die Top Die Top Trails of Germany sind seit 2005 ein Zusammenschluss der 14 schönsten Fernwanderwege Deutschlands. Sie bieten Wandern auf höchstem Niveau, da sie alle entweder als „Premiumwanderweg“ nach den Kriterien des Deutschen Wanderinstituts oder als „Qualitätsweg“ nach den Kriterien des Wanderbaren Deutschlands zertifiziert sind.

Seit vergangenem Jahr haben sie sich komplett neu aufgestellt und sowohl inhaltlich als auch im Erscheinungsbild einer neuen, jüngeren Zielgruppe angepasst und bieten nun unverwechselbare und ganz besondere Erlebnisse – entweder auf oder neben dem Weg. So findet jeder Wanderer den für ihn passenden Steig mit Erlebnissen, die die Wanderung unvergesslich machen.

DIE HIGHLIGHTS DER TOP TRAILS:

Altmühltal-Panoramaweg:

  • Donaufischer besuchen: Im Morgengrauen werden die Netze, die direkt an den steilen Felsen des Donaudurchbruchs gesetzt wurden, eingeholt und über die Kiesbänke gezogen. Eisvögel, Fischreiher, Biber und Graugänse gehören zu den illustren Zaungästen. Der Fang, vom Aal bis zum Zander, wird sortiert und fangfrisch zubereitet.
  • Adrenalin in den Adern gibt’s beim Hochseilklettern in Pappenheim. Nachdem der Altmühltal-Panoramaweg direkt durch den Waldklettergarten führt, wird es Zeit für einen Perspektivwechsel. In 13 Metern Höhe geht’s gut gesichert über verschiedene Hindernisse durch die Baumkronen.
  • Paddeln statt laufen: An 20 Kanu-Stationen kann man Boote leihen und mit diesen eine Etappe oder mehr auf dem Wasser zurücklegen. Und für die Nacht rollt man einfach den Schlafsack auf einem der Bootsrastplätze, die direkt an der Altmühl liegen, aus.
  • Schöne Kurven: Im sanften Auf und Ab schwingt sich die Holzbrücke Tatzelwurm in Essing über den Main-Donau-Kanal (Etappe 10). Für besonders  eindrucksvolle Fotos und Stimmungen sollte man hier am besten morgens im Frühnebel wandern.

Goldsteig:

  • Rund 19 000 Höhenmeter und 660 Kilometer Länge – das ist der Goldsteig, der längste non-stop Ultratrail Europas.
  • Das Goldstück Bayerns: Seit dem 14. Jahrhundert werden in Oberviechtach Gold und edle Metalle gesucht. Und gefunden (Etappe N8).
  • Wanderung mit Huskeys: der Husky-Hof in Thanstein verleiht die intelligenten Hunde für Wanderungen.
  • Acht Tausender an einem Tag: Auf Etappe 13 erwandert man auf 16 Kilometern gleich acht Tausender-Gipfel wie etwa Ödriegel oder der Große Arber.
  • Beim Zoigln beginnt die Vorfreude lange bevor der erste kühle Schluck die Kehle hinabrinnt. Denn man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein: Das untergärige, ungefilterte und nicht behandelte Bier wird traditionell von den Kommunbrauern abwechselnd in den Privathaushalten gebraut – so sitzt man direkt bei den Brauern mit am Tisch und erlebt die Region hautnah!

Albsteig:

  • Im Rausch der Tiefe: Ganz nach unten, statt hinauf geht’s in den vielen Höhlen entlang des Weges. Ob Abseilen und Tauchen in der Falkensteiner Höhle (Etappe 8) oder mit eingezogenem Kopf durch die Gustav-Jakob-Höhle (Etappe 9) schlufen, also kriechen – entlang des Albsteigs liegt das Abenteuer oft unter der Erdoberfläche.
  • Keine Lust auf Pension oder Hotel? Auf dem Hofgut Hopfenburg, etwas abseits des Albsteigs auf Etappe 9, kann man im luftigen Tipi, in einer kirgisischen Jurte oder im Zirkuswagen schlafen.
  • 1,5 Millionen: So viele Obstbäume wachsen zwischen Alb und Neckar in den Himmel. Mit 26.000 Hektar zählt das Gebiet zu den größten Streuobstlandschaften Europas, die Wanderer auf Etappe 7, 8 und 11 durchschreiten.

Eifelsteig:

  • Mit dem Ranger unterwegs: Auf acht verschiedenen Ranger-Touren unterschiedlicher Länge kann man die Naturexperten bei ihrer Arbeit im Nationalpark begleiten und vieles über die Bewohner des Waldes lernen.
  • Beim Stand-Up-Paddeln nachts über den Rursee gleiten und das Mondlicht auf dem Wasser glitzern sehen – das ist in Simmerath-Rurberg auf der Etappe 3 ca. 7 Kilometer vom Eifelsteig entfernt möglich.
  • Schön gruselig: In der Eifel dreht sich auf der Etappe 8 in Hildesheim alles um Krimi, und Fans der Grusel-Literatur finden in meterhohen Regalen das Deutsche Krimiarchiv mit 26.000 Bänden. Im Café Sherlock wird „Miss Marple’s Teatime“ serviert oder die Kaffee-Spezialröstung „Schwarzer Tod“. Wer sich auch nachts ein wenig fürchten will, checkt im ersten Krimihotel Deutschlands ein.

Harzer-Hexen-Stieg:

  • Tanzende Hexen und rußschwarze Gestalten: Der Harzer-Hexen-Stieg führt auf 100 Kilometern durch eine Region voller Mythen und Geschichten und wird zur Walpurgisnacht (zum 1. Mai) zum Mekka für „Gruselfreunde“.
  • Lustiger Abstecher: Eine Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn auf den Brocken. Die historische Bahn wird von einer 700 PS-Dampflok gezogen.
  • Dampfende Meiler, rußschwarze Gestalten: In Stemberghaus (Etappe 4, Südvariante) versteckt sich eine der wenigen noch aktiven Köhlereien. Rund 50 Tonnen Buchenholzkohle werden hier pro Jahr produziert.
  • Nervenkitzel am Wegesrand: Wallrunning, Gigaswing, Megazipline: Bei jeder Aktivität des Anbieters „Harzdrenalin“ (Etappe 4 der Nordvariante) gibt’s eine ordentliche Portion Nervenkitzel - etwa beim 75 Meter tiefen Pendelsprung unterhalb der weltgrößten Hängebrücke ihrer Art.

Heidschnuckenweg:

  • Lila-Laune-Landschaft: Besonders schön ist der Weg zur Blütezeit der Heide. Dann tragen die Hänge ein tiefdunkles Lila, das sich bis zum Horizont erstreckt – die größten zusammenhängenden Heideflächen Mitteleuropas. Natürlich dürfen auch die Heidschnucken nicht fehlen, die es fast nur hier gibt.
  • So süß: In ihrem Bauerncafé Ole Müllern Schün backt die zweifache Norddeutsche Tortenmeisterin, was das Zeug hält.
  • Der Storchen-Papa: Herr Behrmann ist hauptberuflich Pastor und ehrenamtlicher Storchenbeauftragter. Wo man Adebar und seine Kollegen beobachten kannst, verrät ein Weißstorch-Navigator.
  • Schmerzende Schultern vom Rucksacktragen? Da können die Teilnehmer des Lama-Trekkings nur schmunzeln. Lasse Dein Gepäck von den sanften Anden-Tieren durch tiefe Wälder und offene Heidelandschaften tragen.

Hermannshöhen:

  • Feuersteine, Klingen und Steinschlagplätze beweisen, dass sich schon 10000 v. Chr. Menschen an den Externsteinen aufgehalten haben. Die auffälligen Felsen auf Etappe 9 gehören zu den imposantesten Gesteinsformationen Deutschlands. Ein besonderes Erlebnis ist dieses „Stonehenge des Teutoburger Waldes“ bei einer Führung im Mondschein.
  • Hochprozentiges Ostwestfalen: Wer sich sogar seine alte Grundschule auf die Wade tätowieren lässt, muss die Heimat tatsächlich lieben… Marcel Lossie hat nicht nur halb Bielefeld auf der Haut verewigt, sondern braut auch voller Leidenschaft den „Ostwestfalen Gin-Likör“ in allerlei Geschmacksrichtungen – von Ingwer über Passionsfrucht bis Heidelbeere.
  • Bizarre Türme: Auf Etappe 2 auf zum „Hockenden Weib“, einem der Felsen der Dörenther Klippen, schweift der Blick bis ins Münsterland und ins Tecklenburger Land – eine unvergessliche Aussicht.

Kammweg Erzgebirge-Vogtland:

  • Ungewöhnlicher kann man auf Etappe 8 wohl kaum vom Fichtelberg ins Tal gelangen: Das K1-Hotel bietet so genannte Monsterroller, mit denen man den Berg hinab rauschen kann.
  • Besuch in „Little Berlin“: 41 Jahre lang war der Tannbach nicht einfach ein Bach. Er markierte die innerdeutsche Grenze, die mitten durch das kleine Dorf Mödlareuth auf Etappe 16 führte. 40 Einwohner, auseinandergerissen von einer Mauer und auf DDR-Seite scharf bewacht. Heute noch die ehemaligen Grenzanlagen und ein Museum davon.
  • Räucherwerk: Im liebevoll restaurierten Dreiseitenhof nahe Etappe 8 kann man Weihrauchkerzen selber kneten. Der Besitzer führt den Betrieb bereits in dritter Generation.

Rheinsteig:

  • Außergewöhnlich schlafen: Die Burg Sterrenberg oberhalb von Kamp-Bornhofen (Etappe 13) bietet nicht nur gutes Essen und einen herrlichen Rheinblick – hier kann man auch für eine Nacht zum Burgfräulein oder Burgherren werden. Im Frauenhaus wurden zwei großzügige Kemenaten eingerichtet. Nachts hat man so die Burg fast für sich alleine. In Rüdesheim dagegen kann man im umgebauten Weinfass schlafen.
  • Geysir am Wegesrand: Bis zu 60 Meter hoch stößt er seine Fontäne in den Himmel – der Geysir von Andernach. Er ist der weltgrößte Kaltwasser-Geysir und auf Etappe 5 auf der anderen Rheinseite zu sehen.
  • Rafting auf den Rhein: Warum das UNESCO Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal nur per pedes erleben? Wer die Perspektive wechseln will, rauscht bei einer geführten Rafting-Tour über den Rhein.
  • Bei der Weinlese helfen: 83 Prozent Riesling, 17 Prozent Spätburgunder - das macht Schwester Thekla zufrieden. Gemeinsam mit einem Kellermeister bewirtschaftet sie das Weingut des Klosters St. Hildegard. Hier kann man im Herbst bei der Weinlese helfen.

Rothaarsteig:

  • Der Ruf der Fichte ist nicht überall der beste. Zu viele gebe es und Stürmen hielten sie nicht Stand, so die Kritik. Wer im Waldhotel Schinkenwirt in Olsberg, das der Slow Food Bewegung angehört, allerdings mal das köstliche Fichtennadeleis probiert hat, könnte seine Meinung über die dünnen Stämmchen bald ändern.
  • Schon im Mittelalter zählte sie zu den bekanntesten Heilquellen: die Iselquelle auf Etappe 7. Auf langen Reisen pilgerten die Menschen dank ihres wertvollen Magnetwassers, das mit dem der berühmten Quellen in Lourdes und im Sulztal vergleichbar ist, dorthin.
  • Am Rothaarsteig gibt es die „Wisent-Wildnis“. Hier kann man auf der vierten Etappe die Tiere in einem 20 Hektar Areal, durch das ein drei Kilometer langer Wanderweg führt, beobachten.

Schluchtensteig:

  • Er durchzieht sieben große Schluchten des Südschwarzwaldes, führt durch schmale Tobel und vorbei an tosenden Wasserfällen: der Schluchtensteig. Das prägende Element ist das Wasser. Zwei der Highlights: der Windbergwasserfall und der Wasserfall in der Wutachschlucht.
  • Die Pilger im 18. Jahrhundert schätzten es als Energie-Booster: den Todtmooser Lebkuchen. Die praktische Wegzehrung wird noch heute nach dem Originalrezept in Todtmoos hergestellt und verkauft. Gebäck und Einheimische sind so miteinander verbunden, dass die Einwohner des Dorfes „Lebküchler“ genannt werde.
  • Mit 5,14 Quadratkilometern ist er der größte See im Schwarzwald: der Schluchsee. Früh morgens zu Sonnenaufgang ist er für ein Bad am schönsten – oder für ein Picknick an einem der zahlreichen Badeplätze.

Weserbergland-Weg:

  • Luftiger Lauf: Höhenangst darf man hier nicht haben! Wer sich auf Etappe 4 auf den Weser-Skywalk begibt, kann rund 80 Meter in die Tiefe blicken. Die Aussichtsplattform auf den Hannoverschen Klippen ist zwar aus verzinktem Stahl gefertigt, doch durch den Gitterboden sieht man alles. Der Skywalk befindet sich ganz in der Nähe des Dreiländerdreiecks Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hessen.
  • Schlafen im Wald: In einem der fünf Waldarbeiterwagen der Wagenburg Solling. In ruhiger Lage direkt am Weg verfügen die Wagen über einen Schlafraum mit vier Betten, Küchenzeile, Dusche und WC. Sogar eine Sauna steht zur Verfügung.
  • Tierische Helfer: Hier arbeiten noch Ponys und Rinder im Wald – als Hilfe für die Landschaftspfleger. Ihnen können Wanderer im Hutewald bei Solling bei der Arbeit zusehen.
  • Reise auf Schienen – aber aus eigener Muskelkraft. Von Rinteln nach Alverdissen (Etappe 12/13) kann man auf einer Draisine Platz nehmen. Rund 18 Kilometer lang ist die Strecke, auf der man das Lippische Bergland aus einer einzigartigen Perspektive erleben kann.

Westerwald-Steig:

  • Tropfsteinhöhle im schönsten Schein: Licht aus, Spot an! Tief unter der Erde befindet, sich nahe des Wanderwegs, das „Herbstlabyrinth“, das größte Höhlensystems Hessens, eine faszinierende Tropfsteinformation.
  • Auf den ersten Blick ist es einfach ein prächtiger Zeitvertreib und ein großer Spaß: Bogenschießen. Doch wer auf dem Hofgut Dapprich das intuitive Bogenschießen probiert, wird bald erkennen, dass so viel mehr dahinter steckt. Es kommt zu einem spannenden Zusammenspiel von Technik, Meditation, Atmen, Achtsamkeit und Gelassenheit.
  • Auf der kurzen Etappe 7 hat man viel Zeit zum Erkunden und Staunen. Etwa über das beeindruckende Brückenviadukt. Die Erbacher Brücke war bei ihrer Fertigstellung 1911 die größte Betonbrücke Deutschlands. Mit 300 Metern Länge und 40 Metern Höhe galt sie damals als Wunder der Technik. In den frühen Morgenstunden wirkt die Brücke fast mystisch.

Westweg:

  • Den Sternenhimmel als Dach über dem Kopf, die Geräusche des Waldes bei Nacht und alleine mit der Natur: Eine besonders aufregende Art des Schlafens erwartet die Wanderer im Baumzelt auf einer schönen Anlage direkt in der Nähe des Flussbetts. Das Baumzelt eignet sich für zwei Personen und schwebt zwischen drei Bäumen.
  • Beim Schwarzwälder Kirschtorten Backkurs im Café Zimmermann in Todtmoos erfahren Schleckermäuler die traditionelle Rezeptur des köstlichen Kuchens aus Biskuitteig, Sahne, Kirschen und geraspelte Schokolade Termine: ganzjährig im 14-tägigen Rhythmus, donnerstags 15 Uhr (nicht an Feiertagen).
  • Ein Traum für kleine und große Jungs: In Schwärzenbach bei Titisee-Neustadt (Etappe 9) können sich Wanderer auf den Forsttraktor schwingen und ihre Geschicklichkeit beweisen, etwa beim Holzstapeln.
  • In Baiersbronn regiert der gute Geschmack. Gleich vier Sterne-Restaurants tummeln sich in und um das Städtchen. Aus der ganzen Welt pilgern Gourmets in den Schwarzwald, um getrüffelte Gänseleber, bretonischen Hummer und Co. zu schlemmen.

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Aktuelle Ausgabe
September 2019 / No 64

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