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DAUN, 24.01.2020 - 16:28 Uhr
Wirtschaft

9 von 10 jungen Erwachsenen fühlen sich für eine bessere Welt verantwortlich

Umfrage mit 10.000 jungen Menschen aus 20 Ländern veröffentlicht

„Ich bin davon überzeugt, dass meine Generation die Verantwortung dafür trägt, eine bessere Welt zu schaffen.“ So äußern sich 87 Prozent der Befragten im WISE Global Education Barometer, einer umfassenden Studie zu den Bildungs- und Zukunftsaussichten junger Menschen, die morgen veröffentlicht wird. Befragt wurden 16–25-Jährige aus 20 verschiedenen Ländern.

Aber passen sich staatliche Bildungssysteme den Bestrebungen der Jugend an? Das Gegenteil scheint der Fall zu sein: So fühlen sich nur die Hälfte der Befragten dazu in der Lage, für eine bessere Welt aktiv werden zu können. Weniger als die Hälfte gaben an, sie könnten große gesellschaftliche Probleme verstehen (48 Prozent) oder etwas zu ihrer Lösung beitragen (43 Prozent).

Es wird immer wichtiger, jungen Menschen die richtigen Werkzeuge und Mentalitäten zur Unterstützung ihrer Anliegen an die Hand zu geben. 85 Prozent der Befragten zeigen sich besorgt um die Lage der Welt. Die größte Sorge ist dabei „Armut und soziale Ungleichheit“, dicht gefolgt von „Klimawandel und Umwelt“. Allerdings engagiert sich nur eine Minderheit der Befragten aktiv im Rahmen dieser Anliegen.

„Junge Menschen sind sich den Herausforderungen bewusst, denen sich unsere Welt gegenübersieht. Sie erkennen auch an, dass sie als Erwachsene die Verantwortung haben, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Gleichzeitig sehen sie ihre Lage pragmatisch – sie fühlen sich noch nicht wirklich bereit. Nun ist es an politischen Entscheidungsträgern, Bedingungen zu schaffen, mit denen junge Menschen die Lösungen entwickeln können, die unsere Welt braucht“, erklärt Stavros N. Yiannouka, CEO von WISE.

Die Umfrage zeigt zudem, dass junge Menschen den Wert ihrer Bildung schätzen. Knapp 90 Prozent der Befragten stimmen darin überein, dass Bildung mehr ist, als nur das Lernen für den Beruf. Bildung hat für sie einen Wert an sich. 84 Prozent halten das außerschulische Lernen für ebenso wichtig wie das Lernen in der Schule.

Um die Jugend auf ihre Zukunft und kommende globale Herausforderungen vorzubereiten, sind weitläufige Verbesserungen der Bildungssysteme in allen Bereichen notwendig. Von der Befähigung, gesellschaftliche Probleme zu verstehen und ihnen entgegenzutreten, bis zum Ansprechen ihrer persönlichen Stärken gibt das WISE Global Education Barometer Anhaltspunkte dafür, was junge Menschen selbst für erforderlich halten.

Methodik

Die Studie wurde von Ipsos im Auftrag von WISE im September und Oktober 2019 mit 9.509 jungen Menschen in 20 Ländern durchgeführt: Im Nahen Osten (Jordanien, Katar, Libanon, Türkei), Afrika (Marokko, Nigeria, Südafrika), Asien (China, Indien, Malaysia, Südkorea), Nord- und Südamerika (Brasilien, Kanada, Mexiko, USA) und Europa (Deutschland, Finnland, Frankreich, Russland, Vereinigtes Königreich). In jedem Land wurde eine repräsentative Stichprobe (Quotenmethode) der Bevölkerung zwischen 16 und 25 Jahren online interviewt.  


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