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DAUN, 13.04.2022 - 10:43 Uhr
Wirtschaft

Der MDR wird 30

Der MDR ist seit nun 30 Jahren fester Bestandteil im Leben von Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Anlässlich des Jubiläums will der MDR auf die vergangenen Jahre zurückblicken und sich der Zukunft widmen. Wie der MDR der Zukunft aussehen wird, darüber hat MDR-Intendantin Karola Wille klare Vorstellungen.

Mit dem Sendestart am 1. Januar 1992 begann eine neue Rundfunk-Ära für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der MDR schreibt seither eine Erfolgsgeschichte für die Menschen in Mitteldeutschland. 30 Jahre später ist der MDR tief in der Region verwurzelt, seine Angebote werden von Millionen Menschen tagtäglich geschätzt.

Drei TV-Programme – Zehn Hörfunksender

Heute produziert der MDR die drei Fernsehprogramme MDR Sachsen, MDR Sachsen-Anhalt und MDR Thüringen sowie die Radioprogramme MDR Aktuell, MDR Kultur, MDR Sachsen, MDR Sachsen- Das Sachsenradio, MDR Sachsen-Anhalt, MDR Sachsen-Anhalt – Das sind wir, MDR Thüringen, MDR Thüringen – Das Radio, MDR Jump, MDR Sputnik, MDR Klassik, MDR Wissen und MDR Tweens.

Umfassendes Angebot auf digitalen Kanälen

Der MDR bietet auch auf den digitalen Kanälen der ARD ein umfassendes und vielfältiges Angebot. Hinzu kommen Berichte, Beiträge, Sendungen und Filme, die der MDR zu den Gemeinschaftsprogrammen der ARD (z.B. Das Erste) beisteuert und damit die ostdeutschen Perspektiven und Lebenswirklichkeiten differenziert sichtbar macht. Und auch für ARTE produziert der MDR regelmäßig hochwertige und preisgekrönte Produktionen.

Vertreten in Mediathek und Audiothek

Fast 90 Prozent der Menschen im Sendegebiet nutzen täglich mindestens ein Format des MDR. Die Online-Angebote unter mdr.de, in den Apps und Mediatheken sind gerade in unruhigen Zeiten eine wichtige Informations- und Diskussionsplattform und verzeichnen enorme Zugriffe: Bis Mitte Dezember erreichten die Streamingangebote des MDR in der ARD-Mediathek und auf mdr.de 128,3 Millionen Abrufe – eine Steigerung um rund 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Nutzungsdauer ist länger geworden – sie beträgt 2021 in Summe 43 Millionen Stunden, das sind rund zehn Millionen Stunden mehr als im Vorjahr.

Einen ähnlichen Zuwachs wie in der Mediathek gibt es auch in der Audiothek: die Nutzung von Podcasts, Hörspielen und Hörbüchern des MDR hat um 24 Prozent zugenommen. Dazu kommen etwa 3,2 Millionen Menschen, die täglich mindestens ein MDR-Radioprogramm einschalten. Das MDR-Fernsehen ist mit 10,3 Prozent Marktanteil so gut eingeschaltet wie noch nie in seiner 30-jährigen Geschichte.

Regionale Kompetenz Kern der DNS

MDR-Intendantin Prof. Dr. Karola Wille sagt zur zukünftigen Ausrichtung des Mitteldeutschen Rundfunks: „Unsere Redaktionen, die über das ganze Land verteilt sind, greifen die Themen vor Ort auf. Auch in den kommenden Jahren setzen wir weiterhin auf gelebte regionale Kompetenz als wichtigstem Teil unserer DNS. Gleichzeitig wollen wir Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen als starke Stimme des Ostens in ihrer kulturellen und regionalen Vielfalt bundesweit noch sichtbarer machen: mit einem Blick vor allem auf viele Chancen einer Region im permanenten Wandel. So, wie auch der Mitteldeutsche Rundfunk schon immer mitten im Wandel steckt.“

Der MDR ist als modernes Multimediahaus tief in der Region verankert, er verbindet mit seinen Angeboten eine kulturelle Kernregion: Drei Bundesländer, die ihren Teil dazu beitragen, ganz Deutschland zu bereichern und voranzubringen. Die Landesfunkhäuser in Dresden, Magdeburg und Erfurt produzieren je ein regionales Hörfunkprogramm und eigene Sendungen für das MDR FERNSEHEN. Über Regionalstudios und Büros ist der Sender im ganzen Sendegebiet regional vor Ort vertreten, die Reporterinnen und Reporter kennen sich aus und sind täglich mit den Menschen in Kontakt.

Gerade darin liegt die große Stärke des Mitteldeutschen Rundfunks – in der Nähe zu den Menschen im Sendegebiet. Das gilt auch für die beiden großen Programmdirektionen in Halle und Leipzig, in denen jeweils die meisten Programmangebote gebündelt und umgesetzt werden.

Strategie für die Zukunft: ein „MDR für ALLE“

Mit dem Strategieplan MDR 2025 wird sich der MDR strategisch weiterentwickeln und der veränderten Mediennutzung der Menschen anpassen. Vertrautes soll gestärkt und Neues gewagt werden. Mit neuen digitalen Angeboten will der MDR beispielsweise noch stärker junge Menschen und auch Zielgruppen erreichen, die MDR-Angebote bislang wenig oder gar nicht genutzt haben. Das ehrgeizige Ziel lautet: ein „MDR für ALLE“!

„Wir werden 30 Jahre jung und unser schönstes Geschenk ist das Vertrauen unseres Publikums in unsere Angebote. In unser viertes Jahrzehnt starten wir mit dem Ziel, ein 'MDR für alle' zu sein, denn wir wollen auch Menschen erreichen, die Medien anders konsumieren und den MDR bisher eher nicht auf ihrer Playlist hatten – indem wir Vertrautes stärken und Neues wagen“, so Karola Wille.

MDR kündigt Starttermin für gemeinsame digitale Plattform „ARD Kultur“ an

In 2022 können sich Nutzerinnen und Nutzer, Zuschauerinnen und Zuschauer, Hörerinnen und Hörer zum Beispiel auf ganz neue spannende Streamingformate des MDR in der ARD-Mediathek und -Audiothek freuen. In Weimar startet Mitte 2022 unter der Führung des MDR die gemeinsame digitale Plattform „ARD Kultur“, während in der Programmdirektion Halle künftig die Koordination der ARD-Kultur-Angebote verantwortet wird. Und auch in anderen Bereichen und Formaten wird es neue kreative Impulse geben. Das MDR-Innovationsprojekt „MDR next“ sorgt seit 2018 für kontinuierliche Inspiration und neue Ideen.

Dialog-Angebote von zentraler Bedeutung

Wichtige Ziele des MDR sind der Dialog und Austausch mit den Menschen. Für das Meinungsbarometer „MDRfragt“ haben sich inzwischen bereits mehr als 49.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen angemeldet. 2021 wurde mit insgesamt 62 Befragungen die Stimmungslage in Mitteldeutschland beleuchtet. Viele der Themen kreisten 2021 um die Corona-Situation. Den bislang größten Rücklauf überhaupt hatte mit fast 30.000 Teilnehmenden eine Befragung Ende November 2021 zu neuen Corona-Beschlüssen.

Die Ergebnisse von MDRfragt werden in Fernseh-, Radio- und Online-Beiträgen des MDR veröffentlicht. Und aus den Einzelbefragungen ergeben sich regelmäßig Kontakte zu Menschen, die für die aktuelle Berichterstattung besucht und interviewt werden.

Starker Anstieg bei Nutzung von MDR-Inhalten in Mediathek und Audiothek

Die Jahresbilanz 2021 belegt für den MDR deutliche Steigerungswerte in fast allen Ausspielwegen. Vor allem die Nutzung der MDR-Inhalte in Mediathek und Audiothek hat sich mit 35 und 31 Prozent sehr erhöht. Der Zuwachs bei den Web-Angeboten auf www.mdr.de setzt sich ebenfalls fort. Der sich bereits Mitte Dezember abzeichnende neue Bestwert von 10,3 Prozent Marktanteil für das MDR-Fernsehen in seinem Sendegebiet ist bestätigt. Das ist der höchste Wert seit Sendestart 1992.

 


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