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DAUN, 21.11.2018 - 16:03 Uhr
Wirtschaft

Die Challenge für 2019: 52 Wochen lang ein kleines Vermögen ansparen

(dpa/tmn) - Der Haushalt, das Auto, die Hobbys - für solche und andere Posten geht Monat für Monat einiges an Geld drauf. Im Alltag sparen, das halten viele daher für nicht machbar. Doch es kann gelingen, wenn man eine gute Strategie für sich findet. Warum nicht den Beginn eines neuen Jahres zum Startpunkt nehmen, mit kleinen Tricks einen Batzen Geld anzusparen ohne sich dabei groß selbst zu beschneiden. Das kann mit diesen Methoden gelingen:

- Die 52-Wochen-Challenge

Challenge ist das englische Wort für Herausforderung - und diese hier geht genau ein Jahr lang. Währenddessen legt man jede Woche einen bestimmten Geldbetrag zurück. Das muss aber keine große Summe sein, sondern der Euro-Wert, der der jeweiligen Woche im Jahresplan entspricht. „In der ersten Woche ist es etwa ein Euro, in der zweiten zwei und so weiter“, erläutert Sylvia Beckerle, Finanzexpertin bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Mehr ist natürlich immer auch möglich. Nimmt man den Euro als Startbetrag an, kann sich so innerhalb eines Jahres ein Betrag von 1378 Euro ergeben.

Dieser Sparansatz ist allerdings nicht jedermanns Sache. „Er eignet sich eher für Leute, die sehr strukturiert in Geldangelegenheiten sind“, erklärt Beckerle. Wer das Projekt durchziehen möchte, kann sich selbst dabei unterstützen, an das Wegsparen pro Woche zu denken, indem er sich Hinweise im Kalender hinterlegt oder einen Plan an einer Pinnwand aufhängt.

- Der Fünf-Euro-Trick

Der Trick ist denkbar einfach: Sobald man einen Fünf-Euro-Schein im Portemonnaie hat, wird er aussortiert und kommt in ein Kästchen oder ein Sparschwein. Auch wenn das erst mal nach einer unsicheren Sache klingt: „Über die Monate hinweg sammelt sich so einiges an Geld an“, sagt Anne van Dülmen, Pressesprecherin beim Bundesverband deutscher Banken. Das gleiche Vorgehen funktioniert natürlich auch etwa mit Zwei-Euro-Stücken oder Zehn-Euro-Scheinen.

„Ein solcher Ansatz kann in der Praxis durchaus funktionieren“, bewertet Beckerle die Sparidee. Wichtig ist aus ihrer Sicht, dass das auf diese Weise gesammelte Geld nicht in einem Sparschwein bleibt. Ist eine bestimmte Summe - zum Beispiel 50 oder 100 Euro - zusammengekommen, dann sollte das Geld zur Bank gebracht und etwa auf ein Tagesgeldkonto eingezahlt werden. „Dann sehen Verbraucher ihren Sparerfolg schwarz auf weiß auf dem Kontoauszug, was sie motiviert - und es bringt Zinsen, auch wenn sie eher mager ausfallen“, so Beckerle.

- Die Idee „Bezahl Dich selbst“

Hier geht es darum, die Idee des Sparens aufzuwerten und sich dadurch zu motivieren. Statt jeden Monat etwas abzuzwacken und die dem Haushalt zur Verfügung stehende Geldsumme zu beschneiden, geht es vielmehr darum, sich selbst wertzuschätzen und sich bewusst Geld zur Verfügung zu stellen, damit man sich etwas gönnen kann.

Jeden Monat überweist sich der Verbraucher daher von seinem Einkommen zum Beispiel zehn Prozent (oder mehr) auf ein Tagesgeldkonto - quasi einen Lohn an sich selbst. „Am Anfang besser mit kleinen Beträgen anfangen“, rät Beckerle. Bleibt am Monatsende noch regelmäßig Geld vom Einkommen übrig, kann man die Überweisungen an sich selbst immer noch steigern.

Aus Sicht der Finanzexpertin ist dieser Ansatz in der Praxis sehr praktikabel. Selbst mit 20 oder 30 Euro pro Monat kommt über die Jahre hinweg ein größerer Betrag zusammen. Das geht einfach per Dauerauftrag. „Lohnen kann sich womöglich auch ein Fondssparplan“, ergänzt van Dülmen.

- Das bewusstere Einkaufen

Hier ein paar neue Schuhe, dort ein Parfüm: Viele neigen zu Impulseinkäufen. Aber ist das immer gut überlegt? „Um das herauszufinden, kann man sich auferlegen, 30 Tage zu warten“, erklärt Beckerle. Will man dann den Blazer oder die neue Lampe fürs Bad immer noch, darf man zugreifen. Andernfalls wird das Geld zur Seite gelegt.

Aus Sicht von Beckerle ist dieser Sparansatz aber ein Spagat. „Er kann sich eignen für jene, die dazu neigen, überhastet etwas zu kaufen, was sie vielleicht gar nicht unbedingt brauchen“, so die Verbraucherschützerin. Andererseits ist das zu strenge Sparen auch nicht immer der richtige Weg - „man soll ja auch gut leben“.

- Preisbewusster leben

Bei allen gut klingenden Sparbemühungen, Fakt ist auch: Nicht jeder ist in der Lage, Geld beiseite zu legen. Und anderen fehlt schlicht die Disziplin, eine Sparstrategie durchzuhalten. Ihnen hilft es vielleicht eher, die Lebensführung hin und wieder durchzurechnen und regelmäßige Kostenfaktoren im Haushalt neu zu justieren.

Dazu gehört zum Beispiel der jährliche Check der Strom- und Gasanbieter. Diese Rohstoffe sind teuer, aber die Preise können von Anbieter zu Anbieter schwanken. Und viele Unternehmen locken mit Geld- oder Sachprämien. „Mit einem Wechsel des Gastarifs zum Beispiel lassen sich leicht 100 Euro und mehr im Jahr einsparen“, erläutert Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip.

Auch wenn es erstmal unsexy klingt: „Das Führen eines Haushaltsbuchs ist eine gute Möglichkeit, sich einen Überblick über die eigenen Ausgaben zu verschaffen“, sagt Sylvia Groh von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. So wissen Verbraucher am Ende des Monats, wo ihr Geld geblieben ist - und auch, welche Ausgabenposten konkret die größten sind. Wer die jeweiligen Summen kennt, kann überlegen, wo sich sparen lässt - entweder für ein konkretes Ziel wie ein neues Auto oder eine Urlaubsreise oder für die Altersvorsorge. So ein Haushaltsbuch lässt sich übrigens auch einfach via App führen.


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