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DAUN, 11.04.2022 - 08:59 Uhr
Wirtschaft

Die Ökonomie des Teilens

Autos, Wohnungen und Werkzeuge zu teilen, ist längst kein Nischenphänomen mehr, sondern ein Milliardengeschäft. Während die einen die Sharing-Idee nachhaltig und sozial finden, sprechen andere von einem „Plattform-Kapitalismus“, der den Konsum nur noch mehr ankurbelt.

Plötzlich steht er wieder auf dem Tisch. Hermann, der Teil-Teig, ist zurück. In den 1970er und 1980er Jahren geisterte die glibberige Lebensgemeinschaft aus Bakterien und Hefen samt Kettenbrief durch Deutschland. Hermann wurde gepflegt, geteilt und an Freunde und Verwandte weitergegeben – in der Tradition, sich in schlechten Zeiten zu helfen. Vor allem Schulkinder brachten den Teig mit nach Hause. Mit der Zeit geriet Hermann jedoch in Vergessenheit. Bis meine Tochter ein neues Hermann-Glas auf den Esstisch stellte. Der Kettenbrief kam per Whatsapp. In ihm steht, was mit dem „neuen Familienmitglied“ zu tun ist: Warm soll der Teig stehen, regelmäßig umgerührt und mit Zucker und Mehl gefüttert werden. Am zehnten Tag kommt die Trennung. Ein Teil dient als Grundlage zum Backen von Brot oder Kuchen, ein Teil wird für später aufgehoben und gepflegt. Den Rest verschenken wir und verbreiten Hermann so weiter. Dass der Teil-Teig ausgerechnet jetzt wieder an die Oberfläche des kollektiven Bewusstseins blubbert, ist kein Zufall.

Wieder im Trend: Meins sei deins

Hermann steht für eine uralte Bewegung, die vor rund zehn Jahren während der Weltfinanzkrise ihre Wiedergeburt feierte. Als im Jahr 2008 die Immobilienblase platzte und ein Heer insolventer Kleinsparerinnen und Kleinsparer zurückließ, zogen Menschen weltweit eine Lehre: Der Zugang zu Gütern oder Dienstleistungen sei wichtiger als Besitz – Teilen statt Kaufen, Leihen statt Besitzen.

Lesen Sie mehr dazu in der aktuellen vivanty Ausgabe April 2022 / No. 95, die als Einzelheft als E-Paper oder hier im Abo erhältlich ist.

In der neuen vivanty April 2022 / No. 95 berichten wir zudem über die folgenden Themen:

Städtereisen

Städtereisen sind populär und eine interessante Alternative zum Bade- oder Wanderurlaub. Wir besuchen Brent, wo London authentisch ist, zeigen Ihnen 10 Gründe, warum Mailand die beste Wahl für ein langes Wochenende ist, sind im legendären 100er-Bus durch unsere Hauptstadt Berlin unterwegs und besuchen die großen Städte Griechenlands sowie deren antike Stätten, Attika und Athen. Auch Rom ist immer eine Reise wert – wir zeigen Ihnen Ecken, wo es selbst für Rom-Kenner noch Neues zu entdecken gibt und speisen in einem hervorragenden Restaurant in Kopenhagen.

Gartenfreuden

Die Gartensaison steht vor der Tür und damit Leben in und mit der Natur. Blüten und Düfte von Pflanzen verzaubern uns, doch wie plant, gestaltet und pflegt man einen Vorgarten – die Visitenkarte eines Hauses? Legt man einen Duftgarten an oder soll es nur zweckmäßig sein? Oder doch lieber gleich einen Gemüsegarten pflanzen und die Kinder zum Gärtnern begeistern? Und was ist ein Regengarten? Wir stellen Ihnen eine Garten-App vor, die sich für den Erhalt alter Sorten einsetzt. Dazu geben wir Tipps und liefern Ihnen Rezepte für die Outdoorküche gleich mit – Wald und Wiese haben Einiges zu bieten.

Studie: Langeweile hat auch ihre guten Seiten

Langeweile ist lästig. Wer sie spürt, will das fade Gefühl loswerden – was gerade in Corona-Zeiten mit den eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten nicht so einfach ist. Und Langeweile hat weitere Schattenseiten: Studien zeigen, dass sie bei Schülern und Studenten mit schlechteren Leistungen einhergeht. Auch Langeweile am Arbeitsplatz schadet. Angeödete Arbeitnehmer machen mehr Fehler, erscheinen häufiger nicht zur Arbeit und haben mehr Unfälle als ihre engagierten Kollegen. Um dem Griff der Langeweile zu entrinnen, tun Menschen so einiges, was ihnen nicht bekommt: Sie greifen zu Drogen, stopfen Essen in sich hinein oder frönen dem Glücksspiel. Doch Forscher haben herausgefunden: Langeweile hat auch ihre guten Seiten.

Minicamper oder Luxusliner

Campen bringt uns der Natur näher und begeistert alle Alters- und Einkommensklassen, denn die Wohnmobilvielfalt wächst. Campen bedeutet unterwegs sein in den eigenen vier Wänden, da stellt sich die Frage: Mieten oder lieber gleich kaufen? Wir geben Ihnen Tipps und stellen in dieser Ausgabe die Top 10 der Campingplatz-Awards 2022 in Europa vor.

Interview mit Yvonne Catterfeld

Zurück auf der Bühne: Auf ihrer aktuellen „Acoustic Tour“ präsentiert Yvonne Catterfeld ihr neues Album „Change“ und überzeugt mit gefühlvollen Songs in englischer Sprache.

Tischkultur: Pasta al Brandner

In „Hubert ohne Staller“ spielt er Reimund Girwidz, einen Genussmenschen. Der ist Michael Brandner auch privat: Also lassen Sie es sich schmecken – bei Pasta al Brandner!

Lesen Sie hier das komplette Inhaltsverzeichnis aus der Vivanty Februar-Ausgabe.

Vivanty – Das Lifestyle Magazin aus dem INFOSAT Verlag

Vivanty ist das Lifestyle Magazin für die ganze Familie. Vivanty spürt kulinarische Genusswelten auf, entdeckt kulturelle Höhepunkte und unterhält mit spannenden Hintergrundberichten. Vivanty befasst sich mit Themen wie: Mobilität, Genuss, Unterhaltung, Business, Home-Entertainment, Reisen & Hotels, Wellness und einem Schuss Fashion.


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