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DAUN, 20.11.2020 - 11:30 Uhr
Wirtschaft

Fast zwei Drittel der Deutschen leiden unter Schlafstörungen und Stress

BamBu stellt die Ergebnisse einer aktuellen Yougov-Studie, die in mehreren europäischen Ländern durchgeführt wurde, vor. Die App für Meditation und Achtsamkeit im Alltag beleuchtet darin die Auswirkungen der Pandemie auf Wohlbefinden, Schlafbeschwerden und Stressempfinden.

Die Ergebnisse der jüngst durchgeführten Umfrage zeigen, dass einerseits Stress und Schlafprobleme den Deutschen stark zu schaffen machen und andererseits die Nachfrage nach Angeboten für Meditation und Achtsamkeit signifikant angestiegen ist:

  • 65 Prozent der Deutschen leiden unter Schlafproblemen oder schwierigen Gefühlen
  • Die Hälfte aller Befragten leiden unter Stress
  • 60 Prozent wünschen sich Achtsamkeitsmeditation als integralen Bestandteil des Schulalltags
  • 56 Prozent aller Deutschen wünschen sich eine Kostenübernahme durch Krankenkassen
  • Europaweit wollen neun von zehn Menschen, die während des Lockdowns begonnen haben zu meditieren dabei bleiben

Die Deutschen fühlen sich gestresst: 65 Prozent der Befragten geben an, unter Schlafproblemen oder schwierigen Gefühlen zu leiden, einer von zwei Befragten gibt an, unter Stress zu leiden. Seit dem Ausbruch der Pandemie stieg die Nachfrage nach Achtsamkeitsmeditation deutlich: 14 Prozent  der 18 – 34-jährigen geben an, Meditation in den vergangenen Monaten als Möglichkeit der Stressbewältigung für sich entdeckt zu haben.

Als deutlich spürbar empfinden diejenigen, die Achtsamkeitsmeditation praktizieren, die positiven Auswirkungen der Übungen: 46 Prozent sagen dass es ihnen besser gelingt, in Krisensituationen ruhig zu bleiben und dass sie sich besser konzentrieren können (42 Prozent).

Zentraler Beweggrund: Schutz vor Arbeitsüberlastung und Burnout

Während des Lockdowns stieg die Nachfrage für Meditations-Angebote in allen befragten Märken deutlich an. Dabei unterscheidet sich die Motivation der Deutschen von den Befragten in Südeuropa. Ein Großteil der Befragten dort gab den Umgang mit Emotionen an (Spanien: 62 Prozent, Italien 50 Prozent). Bei den Spaniern (71 Prozent) ist auch die Reduktion von Stress ein wichtiger Aspekt. Demgegenüber geben die Befragten aus Deutschland an, dass sie sich vor allem um ihre mentale Gesundheit kümmern, um Arbeitsüberlastung vorzubeugen.

Die Bedeutung von Selbstfürsorge zur Burnout-Prävention ist dabei hierzulande weitläufig bekannt: 69 Prozent gehen davon aus, dass einem Burnout durch Selbstfürsorge vorgebeugt werden kann. Die Möglichkeiten, die ergriffen werden, um Stress abzubauen, sind unterschiedlich: 91 Prozent gaben an zu kochen, 89 Prozent lesen, ebenso viele sehen fern, 87 Prozent verbringen Zeit in der Natur und 17 Prozent meditieren regelmäßig.

„Die wissenschaftlich erwiesene, hohe Wirksamkeit der Achtsamkeitsmeditation veranlasst immer mehr Menschen, die Methode zum Umgang mit Stress, Schlafproblemen, chronischen Schmerzen oder mit emotional schwierigen Situationen auszuprobieren. Bei regelmäßigem achtsamen Meditieren verändern sich bestimmte Gehirnbereiche. U.a. schrumpft der Mandelkern, unser Angstzentrum, während der Hippokampus, zuständig für unsere Gedächtnisfunktionen, wächst. Dabei ist der Aufwand, um Ergebnisse zu spüren, relativ gering. Schon bei einer regelmäßigen Praxis von zehn Minuten pro Tag erzielen Übende einen deutlich spürbaren, positiven Effekt“, erklärt Benjamin Blasco, Mitgründer und CEO von BamBu.

Deutlicher Wunsch: Kostenerstattung durch Krankenkassen

Dementsprechend hoch ist der Wunsch nach Kostenerstattung durch Krankenkassen: 56 Prozent der befragten Deutschen würden es befürworten, dass die Kosten für Angebote zur Achtsamkeitsmeditation von Krankenkassen erstattet werden. Von denjenigen, die regelmäßig praktizieren teilen sogar 71 Prozent diesen Wunsch?

„Würden mehr Krankenkassen vielseitige Angebote zur Achtsamkeitsmeditation als wirksame Präventionsmaßnahme erstatten, würde damit automatisch auch ein Aufklärungs-Effekt über die Wirksamkeit der Stressreduktion einher gehen, wovon Menschen, die unter Stress, Burnout, chronischen Schmerzen, Schlafproblemen oder schwierigen Emotionen leiden, profitieren“, so Benjamin Blasco weiter.

Klare Forderung: Meditation im Schulalltag

In allen befragten europäischen Märkten besteht der deutliche Wunsch, Meditation im Schulalltag zu integrieren; weit über die Hälfte aller Befragten ist der Meinung, dass Meditation und Achtsamkeit fester Bestandteil des Schulalltags sein sollte. Mit 60 Prozent ist dieser Wunsch in Deutschland jedoch etwas geringer als in anderen europäischen Ländern: in Frankreich unterstützen 69 Prozent diese Idee, in Italien befürworten dies 71 Prozent und in Spanien sogar 79 Prozent.


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