DAUN, 09.08.2018 - 15:55 Uhr
Wirtschaft

Flixtrain: Ich bin dann mal „flix“ weg

Flixbus will seinen Kunden in Kooperation mit Flixtrain noch mehr Flexibilität anbieten und der Deutschen Bahn noch mehr Konkurrenz machen.

Die erste Strecke

Auf der Strecke Hamburg-Köln ist am 24. März 2018 der erste grüne Flixtrain gestartet. Ein Probebetrieb fand bereits zum Jahreswechsel statt. Der bereits als HKX (Hamburg-Köln-Express) bekannte Zug wird auf der Strecke die Städte Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Münster und Osnabrück anfahren. Der täglich außer Mittwoch und Donnerstag fahrende Zug startet um 7.01 h am Kölner Hauptbahnhof und erreicht Hamburg-Altona um 11.22 h. In der Gegenrichtung (außer Dienstag und Mittwoch) geht es um 16.36 h los und der Zielbahnhof wird dann um 20.59 h erreicht. Der Preis für eine Strecke liegt bei 10 Euro.

Die zweite Strecke

Spätestens seit dem Insolvenzverfahren von Locomore, welches im Mai 2017 Zahlungsunfähigkeit anmeldete, hat sich das Unternehmen Flixbus für das Startup aus Berlin interessiert. Locomore war zunächst mit vier, noch aus dem vorigen Jahrhundert stammenden InterCity-Wagen mit der klassischen Sechser-Abteil-Einteilung, bei dem man noch die Fenster öffnen kann, an den Start gegangen. Das Konzept des Startups, die Strecke Berlin – Stuttgart und zurück (mit Halt u.a. in Hannover, Göttingen, Kassel, Fulda, Frankfurt und Heidelberg) einmal am Tag zu besonders günstigen Preisen zu bedienen, fand großen Anklang, so dass das nötige Startkapital per Crowdfunding zusammen gekommen war. Mit der DB Netz, einer Tochter der Deutschen Bahn, konnte ein Trassen-Rahmenvertrag über 5 Jahre bis 2020 geschlossen werden. Die drohende Insolvenz im Jahr 2017 konnte u.a. durch das Engagement von Flixbus abgewendet werden, so dass die Strecke spätestens ab Sommer 2018 von einem Flixtrain bedient werden soll. Der Preis für ein Ticket liegt derzeit bei 29 Euro für eine Strecke.

Der Preiskampf mit der Deutschen Bahn geht in die nächste Runde

Das Streckenangebot auf der Schiene ist zwar für den Anfang recht bescheiden – aber insgesamt sollen 28 Ziele in 5 Bundesländern angebunden werden. Und wir erinnern uns: Die grünen Flix-Busse waren zunächst auch nur in Bayern und Baden-Württemberg unterwegs.

Entscheidend für den Erfolg von Flixtrain werden wiederum der günstige Preis und die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit sein. Gerade für die geplanten Anbindungen an den Busverkehr muss bewiesen werden, dass man die Logistik im Griff hat. Aber die Deutsche Bahn ist wachsam. So einfach überlässt sie dem grünen Unternehmen nicht das Feld.

Bereits auf der Straße zeigt sie wieder Flagge: mit dem IC Bus – dem Fernbus der Bahn. Das Preisangebot für alle Strecken bis auf München – Zürich lautete bis Ende März 2018: ab 9,90 Euro.

Von Laura Mazzari


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September 2018 / No 52

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