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DAUN, 19.09.2019 - 16:00 Uhr
Wirtschaft

Mietrecht: Regeln für Studentenwohnheim und möblierte Zimmer

(dpa/tmn) - Auszubildende oder Studenten, die nicht gleich in eine eigene Wohnung ziehen, müssen einige Besonderheiten beachten: Im Studentenwohnheim oder in einem möblierten Zimmer im Haus des Vermieters haben sie nicht die gleichen Rechte wie andere Mieter.

Wer als Azubi oder Student ein möbliertes Zimmer in einer Wohnung mietet und mit dem Vermieter zusammenlebt, muss aufpassen: Es gibt laut Deutschem Mieterbund keinen gesetzlichen Kündigungsschutz. Wird die Miete monatlich gezahlt, kann jederzeit ohne Grund kurzfristig bis zum 15. eines Monats zum Monatsende gekündigt werden (Paragrafen 549 und 573c BGB). Das lässt sich nur durch eine vertragliche Vereinbarung abändern.

Auch für die zumeist sehr günstigen Zimmer im Studentenwohnheim gelten Abweichungen vom normalen Mietrecht, erklärt der Deutsche Mieterbund. Die Mietdauer kann zum Beispiel an die Dauer eines Semesters gebunden werden und die Mietkaution wird nicht verzinst. Die gesetzlichen Kündigungsschutzbestimmungen gelten ebenfalls nicht.

Studentenwohnheime brauchen ein Konzept

Um als Studentenwohnheim zu gelten, müssen Vermieter allerdings ein konkretes Belegungskonzept mit zeitlicher Begrenzung der Mietzeit und Rotation vorweisen können. Sonst können sie sich nicht auf die Erleichterungen beim Kündigungsschutz berufen, das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az.: VIII ZR 92/11).

Von Andreas Kunze, dpa


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