Als praxisnahes Regelwerk unterstützt der PEFC-Standard für nachhaltige Waldbewirtschaftung Forstbetriebe beim Umbau der Wälder in klimastabile Mischwälder. Als praxisnahes Regelwerk unterstützt der PEFC-Standard für nachhaltige Waldbewirtschaftung Forstbetriebe beim Umbau der Wälder in klimastabile Mischwälder. - © Foto: PEFC -
DAUN, 14.03.2022 - 13:58 Uhr
Wirtschaft - Kultur

Tag des Waldes: Immer mehr Wald in Deutschland wird nachhaltig bewirtschaftet

Zum internationalen „Tag des Waldes“ am 21. März lenkt die Waldschutzorganisation PEFC Deutschland den Blick auf eine erfreuliche Entwicklung: Auf mindestens 77 Prozent der Gesamtwaldfläche nehmen sich private, kommunale und staatliche Forstbetriebe bereits in die Pflicht, nachhaltig zu wirtschaften und dabei über die gesetzlichen Standards hinauszugehen. Die Zahl entstammt der PEFC eigenen Statistik. Danach halten sich Waldbesitzer und Förster auf 8,7 Millionen Hektar (von 11,4 Mio. ha deutschlandweit) an die strengen PEFC-Regeln einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Waldbewirtschaftung.

„Die ersten Auswirkungen des Klimawandels hierzulande machen deutlich, wie dringlich es ist, jetzt den Wald für die nachfolgenden Generationen zu stabilisieren. Der hohe Anteil von Wäldern, die durch eine vorbildliche Nutzung langfristig Schutz erfahren, ist dabei sehr ermutigend“, meint Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer von PEFC Deutschland e.V. Gingen die deutschen Wälder verloren, würden enorme 4,63 Mrd. Tonnen CO2 in die Atmosphäre gelangen – ungefähr die fünffache Menge der jährlichen deutschen Treibhausgasemissionen. Der bedeutendste nachwachsende Rohstoff für Möbel, Inneneinrichtung und Bauwerke wäre regional nicht mehr verfügbar. Auch zahlreiche Erholungsorte gäbe es nicht mehr.

Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer treiben den Umbau der Wälder voran

Vor der jüngsten Waldkrise lag der im Rahmen von unabhängigen Nachhaltigkeitszertifikaten kontrollierte Waldflächenanteil noch deutlich niedriger. Heute suchen alle, die Wald besitzen, nach fachkundiger Unterstützung. Sie sehen im PEFC-Waldstandard eine Hilfestellung, die ihnen bei der Bewältigung ihrer Aufgaben hilft. Dazu gehört der Umbau von sogenannten Reinbeständen in Mischwälder, die mit verschiedenen Baumarten dem Klimawandel besser standhalten. Deshalb betont der aktuelle PEFC-Standard die Bedeutung einer vielfältigen Mischung von Baumarten, die auf dem jeweiligen Standort ein wärmeres Klima tolerieren. „Je nach Standort sind zum Beispiel Bergahorn, Traubeneiche, Edelkastanie oder Douglasie geeignet“, erklärt Diplom-Forstwirt Dirk Teegelbekkers.

Mehr Informationen auf www.tag-des-waldes.de und www.pefc.de.


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