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DAUN, 09.11.2018 - 15:25 Uhr
Wirtschaft

Umschuldung von Krediten: Das sollten Sie wissen

Bestehende Kredite, die zum Zeitpunkt der Kreditaufnahme sinnvoll waren, können im Laufe der Jahre zu einer Belastung werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie aus heutiger Sicht sehr ungünstigen Zinskonditionen abgeschlossen wurden oder wenn mehrere Kreditverträge, die bedient werden müssen, die Finanzlage sehr unübersichtlich machen. In solchen Fällen empfiehlt sich eine Umschuldung. Dabei nehmen Sie ein neues, zinsgünstigeres Darlehen auf und lösen bestehende Altkreditverträge damit ab.

Von der Zinsentwicklung profitieren

Durch die Umbrüche am Finanzmarkt sind in der jüngeren Vergangenheit die Zinsen drastisch gesunken. Davon können auch private Kreditnehmer profitieren, denn sie haben grundsätzlich das Recht, laufende Kredite vorzeitig abzubezahlen. Bei einer Umschuldung wird zu diesem Zweck ein neuer Kredit zu den derzeit geltenden, sehr verbraucherfreundlichen Bedingungen aufgenommen. Mit diesem werden dann die Altverträge abgelöst. Dabei ist es grundsätzlich unerheblich, um welche Art von Krediten es sich dabei handelt. Besonders sinnvoll ist eine Umschuldung dann, wenn es sich um eine Immobilienfinanzierung bzw. um Darlehen mit relativ hohen, noch zurückzuzahlenden Restsummen handelt. Da diese in der Regel über einen vergleichsweise langen Zeitraum läuft, lässt sich durch eine Umschuldung und die damit eingesparten Zinsen meist sehr viel Geld sparen. Auch dann, wenn der Dispositionsrahmen des Girokontos permanent ausgeschöpft wird, bietet sich eine Umschuldung an. Dadurch werden die hohen Kosten des Dispositionskredits vermieden und gleichzeitig kann ein gewisser finanzieller Spielraum für Notfälle zurückgewonnen werden. Bei geringen Restsummen von etwa 1000 Euro bzw. Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr lohnt sich hingegen eine Umschuldung kaum, da dann aufgrund der Zinsdifferenz nur geringfügige Beträge eingespart werden können.

Vor der Umschuldung

Damit die Kreditsumme des neuen Vertrags dem tatsächlich benötigten Betrag entspricht, ist es vor der eigentlichen Umschuldung notwendig, die bestehenden Darlehen eingehend zu analysieren. Um den benötigten Kreditbedarf zu ermitteln, müssen neben der noch bestehenden Restschuld auch die Höhe der Zinsen und die jeweilige Laufzeit berücksichtigt werden. Außerdem sollte auf mögliche Zusatzkosten geachtet werden. Zu beachten ist dabei insbesondere die Vorfälligkeitsentschädigung, die häufig Bestandteil von Kreditverträgen ist und beim vorzeitigen Ablösen des Kredits fällig wird. Je nach Kreditvertrag und Bank fällt diese Entschädigungszahlung allerdings häufig relativ gering aus oder ganz weg. Für die Suche nach einem geeigneten Neukredit empfiehlt der Kreditratgeber, verschiedene Online-Vergleichsportale zu nutzen. Geben Sie dort neben den weiteren benötigten Daten wie der Höhe der Kreditsumme an, dass Sie einen Altkredit ablösen möchten. Vergleichen Sie anschließend alle Angebote der unterschiedlichen Webseiten, um das günstigtste Kreditangebot zu ermitteln. Bevor Sie den Kreditantrag dann online stellen, können Sie das Angebot auch ihrem bisherigen Kreditgeber vorlegen und ihn so eventuell zu einer Senkung der Zinsen auf dieses Niveau bewegen.


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Dezember 2018 / No 55

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